Hybridheizung: Wärmepumpe mit Gas-Brennwertgerät im Altbau sinnvoll?

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Zuletzt aktualisiert 03.02.2023
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D

Deliverer

Die (raumweise) Heizlast sollte man von einem guten Energieberater, oder noch besser, von einem Ingenieurbüro ermitteln lassen. Das werden garantiert nicht mehr als 10 kW.
Und dann nimmt man kein Gas mehr. Man kriegt ja gar keine Verträge und nächsten Winter möglicherweise auch mit Vertrag kein Gas mehr.

10 kW Monoblock-Wärmepumpe einbauen und gut ist. Oder besser noch vorher dämmen und kleinere Wärmepumpe.
Wenn FBH-Nachrüstung eine Option ist, würde ich nach Möglichkeit alles damit ausstatten. Das spart den Heizungspuffer und Mischer und senkt die VLT wirklich. Wenn es nicht überall geht, ist auch Wand- oder Deckenheizung möglich. Hauptsache große Flächen aktivieren.

Dann noch so viel Photovoltaik wie Dachflächen vorhanden und man ist für die Zukunft gerüstet.
 
T

taskyyy

Die (raumweise) Heizlast sollte man von einem guten Energieberater, oder noch besser, von einem Ingenieurbüro ermitteln lassen. Das werden garantiert nicht mehr als 10 kW.
Und dann nimmt man kein Gas mehr. Man kriegt ja gar keine Verträge und nächsten Winter möglicherweise auch mit Vertrag kein Gas mehr.

10 kW Monoblock-Wärmepumpe einbauen und gut ist. Oder besser noch vorher dämmen und kleinere Wärmepumpe.
Wenn FBH-Nachrüstung eine Option ist, würde ich nach Möglichkeit alles damit ausstatten. Das spart den Heizungspuffer und Mischer und senkt die VLT wirklich. Wenn es nicht überall geht, ist auch Wand- oder Deckenheizung möglich. Hauptsache große Flächen aktivieren.

Dann noch so viel Photovoltaik wie Dachflächen vorhanden und man ist für die Zukunft gerüstet.
Ok, danke. Ja, dachte nur weil das Haus schon älter ist. Aus dem Jahr 1972. und die Wohnfläche beträgt 142 qm.
Aber ich vermute, der Heizungsbauer will extra Gas verkaufen, da er dort mehr Wartungsarbeiten absahnen kann auf Dauer.

Ich muss aber zu den Maßnahmen der Dämmung vom Vorbesitzer gemacht worden sind, also z.b. die 10 cm Wolle in der obersten Geschossdecke.
die Fenster sind derzeit noch Isolierglas, werden aber dann durch 2-Fach Verglasung getauscht, oder eventuell 3-Fach Verglasung, sofern die Fassade doch noch gedämmt wird.
Ich habe halt nur überall gehört, dass sich Wärmepumpe nur im Neubau sich lohnt oder wenn es überall übertrieben gedämmt ist - nach den neuesten Standards etc.
 
D

Deliverer

Ich habe halt nur überall gehört, dass sich Wärmepumpe nur im Neubau sich lohnt oder wenn es überall übertrieben gedämmt ist - nach den neuesten Standards etc.
Das ist definitiv falsch. Neben mir findest Du haufenweise Leute hier, die das Gegenteil beweisen.
Und ganz unabhängig vom "Lohnen", müssen innerhalb der nächsten 20 Jahre quasi alle Häuser auf Wärmepumpe umgerüstet sein. Andere Möglichkeiten für die notwendige CO2 Neutralität finden sich bis dahin leider nicht. Es wäre ökologisch gesehen also fatal, jetzt noch etwas anderes einzubauen. Ökonomisch sehr wahrscheinlich auch.
 
WilderSueden

WilderSueden

Es wäre ökologisch gesehen also fatal, jetzt noch etwas anderes einzubauen. Ökonomisch sehr wahrscheinlich auch.
Ich widerspreche dir in beiden Punkten. Bei hoher Heizlast und hoher Vorlauftemperatur ist die Effizienz einer Wärmepumpe einfach bescheiden. Entsprechend verbrät man viel super teuren Strom der auch in 10-15 Jahren im Winter noch hauptsächlich aus Kohle und Gas kommen wird. Also weder ökologisch noch ökonomisch.

Die Politik erzählt zwar gerade etwas anderes, wird aber auf die harte Art Bekanntschaft mit der Realität machen. Angefangen beim Mangel an Installateuren für die Wärmepumpen, Handwerkern für die notwendigen Kernsanierungen, fehlenden Stromleitungen, usw
 
C

CC35BS38

... Strom der auch in 10-15 Jahren im Winter noch hauptsächlich aus Kohle und Gas kommen wird. Also weder ökologisch noch ökonomisch.
Das sehen Leute die mehr Ahnung als wir alle zusammen haben aber ganz anders.
@TE Habe die Heizlast erstmal als gegeben angenommen, mein Fehler. Wo kommt die her, ist sehr hoch dafür dass bis auf die Fassade alles passt und das Haus normalgroß ist? Ist für die Entscheidung ja maßgeblich.
 
WilderSueden

WilderSueden

Das sehen Leute die mehr Ahnung als wir alle zusammen haben aber ganz anders.
Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen ;)
Also gehe ich einfach frei nach Taleb und Occam mit möglichst wenig Annahmen an die Sache ran. Im Winter scheint die Sonne wenig und steht niedrig, also ist Photovoltaik zu vergessen. Dazu kommt noch, dass wir hier im Süden oft unter Nebel liegen und im Winter auch mal 2 Wochen kein Sonnenstrahl zu sehen ist. Wind hat es manchmal, dann aber oft als Sturm und auch schlecht. Der Strom müsste also aus dem windreichen Norden kommen, die Leitungen dazu haben aber in jedem zweiten Dorf mit einer Bürgerinitiative zu kämpfen. Windräder übrigens auch. Was bleibt sonst noch?
Atomkraft schalten wir gerade ab, Wasserkraft gilt zwar als "erneuerbar" aber heute bekommst du keine Genehmigung mehr ein Alpental umweltfreundlich zu überfluten. Die deutsche Geographie gibt ohnehin nicht viel her, selbst wenn man wollte.
Grundsätzlich hast du auch das Problem, dass man unzuverlässige Energieerzeugung wie Sonne und Wind massiv überdimensionieren muss (teuer und nicht gerade ökologisch), damit es auch in ungünstigen Fällen reicht. Selbst mit Speichern auf Netzebene (auch teuer).

Am Ende bleibt nur noch Kohle, Gas und Strom vom Nachbarn einkaufen. Alles andere erwartet Wundertechnologie. Expertenmeinungen sind schön und gut, aber gesunder Zweifel ist auch wichtig.
 
Zuletzt aktualisiert 03.02.2023
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