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Bauunternehmen stellt Arbeiten trotz Überzahlung ein

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Vor Gericht kam es nicht. Der BU ist 2 Wochen vor dem Gerichtstermin nach 5 Monaten zögerlichen Verhandlungen und langen Pausen, in denen gar keine Reaktion seinerseits erfolgte, den Vergleich eingegangen. Seine Anwältin hat zu meinem Anwalt im Nachhinein gesagt, dass er bis zum Schluss dachte, dass wir den Vertrag kündigen.
Gut durchgehalten. Ich bin immer noch der Meinung das die Kündigung die schlechteste aller hier genannten Alternativen gewesen wäre. Grundsätzlich kommt es natürlich auf die Bauausführung weiterhin an aber da habt Ihr ja wie ich lese professionelle Unterstützung.
 
Genauso ist es: kündigen ging gar nicht. Dann hätten wir an den BU "entgangenen Gewinn" für die Restleistung zahlen müssen, uns eine neue Baufirma suchen, die den vorhandenen Murx weiterbaut, die zahlreichen Mängel beseitigt, die Gewährleistung übernimmt oder wir hätten ohne Gewährleistung für das bereits Erbaute da gestanden. Zudem wäre es deutlich teurer geworden . Die Überzahlung hätte der BU schön gerechnet und wir wären die Dummen und hätten noch an ihn zahlen dürfen, ohne Gegenleistung. Die Ratschläge, die hier im Forum in diese Richtung gingen, waren sicher hilfreich gemeint, aber in unserer Situation nicht annehmbar. Aber es war wirklich hart. Es gab Tage, da habe ich von früh bis abends gekotzt, mir hat sich ständig der Magen umgedreht. Ich habe in dieser Zeit über 10 kg abgenommen. Die schlimmste Zeit war, als ich von der 2. Firmeneintragung erfahren habe und von Aussagen, dass er lieber in die Insolvenz geht anstatt bei uns weiterzubauen. Es waren grauenvolle 9 Monate, in denen man nicht wusste, wie es weitergehen soll.
 
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Ich habe mich umgehört und Kontakte zu ebenfalls Betroffenen geknüpft. Am liebsten hätte ich ihn ja wegen Betrugs angezeigt, aber damit wäre der Vergleich gescheitert. Als ich keinen anderen Weg mehr sah, habe ich seine Frau angerufen und sie gefragt, ob sie weiß was hier los ist. Wusste sie angeblich nicht, also habe ich es ihr gesagt. 10 Minuten nach diesem Telefonat rief mein Anwalt an, inzwischen hatte ihn die Anwältin des BU angerufen. Ich bekam am nächsten Tag per Einschreiben eine Aufforderung zur Unterlassung, eine Rechnung über ca. 900 € und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung . Neuer Anwalt, weil der alte mich in dieser Sache nicht vertreten durfte oder wollte und das Ganze abgewürgt. Eine Woche später hatten wir eine Vertragserfüllungsbürgschaft und einen unterschriebenen Vergleich.
Das mag jetzt vielleicht ziemlich locker klingen, war es aber wirklich nicht.
 
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