Sanierung 60er-Jahre Haus: Fragwürdige Gutachter-Empfehlungen?

4,60 Stern(e) 10 Votes
Fast alles viel zu teuer geschätzt.
Heizungsleitungen 12k :p
Dafür bekommst du Frischwasser-, Heizungs- und Abwasserverrohrung neu und es bleibt noch was über.
Elektro reichen 15 wenn du kein KNX oder 1000 Spots brauchst.
Die Aufsparrendämmung ist auch rausgeschmissenes Geld.
Sauerkrautplatten raus, evt. neue Unterspannbahn rein und dann neue Zwischensparrendämmung machen.
Das kostet 10% der veranschlagten Summe für die Aufsparrendämmung und kann man gut selber machen.
Das Dach ist nicht neu aber auch nicht kaputt.
Die Dielen lassen sich imho schon sanieren, könnte halt viel Arbeitsaufwand sein.
Wie kommst du auf 12k für Innenanstrich? Muss der Putz komplett erneuert werden oder was? Das Streichen sollte für 2-4k gemacht werden, kann man auch selbst machen und hat nur die Materialkosten.
Bäder bekommst du für das Geld auch absoluten Luxus, das geht für 1/3-1/2 auch schön.
 
Es ist halt immer die Frage der eigenen Präferenzen. Wollt ihr alles auf neu trimmen und die Verbräuchte möglichst drücken, müsst ihr deutlich mehr Geld in die Hand nehmen und alles auf rechts krempeln. Oder ihr sagt ihr macht nur das Nötigste und spart euch viel Geld, lebt dann aber mit höheren Verbräuchen. Das ist eher eine Grundsatzentscheidung.
 
@Deliverer:
Dass es die teuerste Art ist, weiß ich. Die Ziegel sind 40 Jahre alt, Bilder habe ich weiter vorn mal gepostet.
Ganz kurz nur zu den Dachziegeln. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist das Haus mit Bieberschwanzziegeln eingedeckt - wenn diese ordentlich verlegt sind und es keine nennenswerten Schwachstellen / Fehler am Dach gibt, hat eine solche Dacheindeckung, laut Aussage unseres Dachdeckers, durchaus eine Lebenszeit von 80 Jahren.

Es kommt natürlich darauf an, was Ihr wollt - wenn es Euch wichtig ist, dass das Dach mit einer Unterspannbahn gedämmt wird, müssen die Dachziegel runter. Wenn es Euch reicht das Dach mit einer Zwischensparrendämmung zu versehen und die oberste Geschossdecke zu dämmen, kann die Dacheindeckung erhalten werden. Es kommt auf Eure Bedürfnisse in Bezug auf die Dämmung des Daches (und Eure persönlichen Ästhetikwünsche) an. Ein ordentlich mit Bieberschwanzziegeln eingedecktes Dach, welches keine Schäden hat, muss an sich nicht nach 40 Jahren erneuert werden.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
Es ist halt immer die Frage der eigenen Präferenzen. Wollt ihr alles auf neu trimmen und die Verbräuchte möglichst drücken, müsst ihr deutlich mehr Geld in die Hand nehmen und alles auf rechts krempeln. Oder ihr sagt ihr macht nur das Nötigste und spart euch viel Geld, lebt dann aber mit höheren Verbräuchen. Das ist eher eine Grundsatzentscheidung.
Auf jeden Fall. Vielleicht merkt man ja beim Lesen, wie ich schwanke. Anfang wollten wir vieles, aber nicht alles neu machen. Nachdem der Gutachter mich etwas ausgebremst hat und vieles lassen wollte, bin ich auch etwas vorsichtiger geworden. Nachdem ich mir aber klargemacht habe, wieviel Förderung tatsächlich drin ist, bin ich derzeit eher wieder auf dem Trichter "vollumfassende Kernsanierung". Es sind viele wilde Gedanken im Spiel, gerade liebäugle ich mit reichlich Dämmung, überall FBH und einer Hybridheizung: WP mit PV-Eigenverbrauch, dazu ein Puffer, an den auch ein neuer Holzofen mit Wassertasche angebunden wird.

Ganz kurz nur zu den Dachziegeln. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist das Haus mit Bieberschwanzziegeln eingedeckt - wenn diese ordentlich verlegt sind und es keine nennenswerten Schwachstellen / Fehler am Dach gibt, hat eine solche Dacheindeckung, laut Aussage unseres Dachdeckers, durchaus eine Lebenszeit von 80 Jahren.

Es kommt natürlich darauf an, was Ihr wollt - wenn es Euch wichtig ist, dass das Dach mit einer Unterspannbahn gedämmt wird, müssen die Dachziegel runter. Wenn es Euch reicht das Dach mit einer Zwischensparrendämmung zu versehen und die oberste Geschossdecke zu dämmen, kann die Dacheindeckung erhalten werden. Es kommt auf Eure Bedürfnisse in Bezug auf die Dämmung des Daches (und Eure persönlichen Ästhetikwünsche) an. Ein ordentlich mit Bieberschwanzziegeln eingedecktes Dach, welches keine Schäden hat, muss an sich nicht nach 40 Jahren erneuert werden.
Ja richtig, Biberschwanz. Bislang sind keine Schwachstellen bekannt, aber in den Mini-Dachspitz über dem Dachgeschoss ist bislang noch keiner reingekrochen. Dass die Ziegel selbst noch halten würden weiß ich. Wenns auf ne Zwischensparrendämmung rausläuft könnte man sie drauflassen. Bei ner Aufsparrendämmung gehe ich davon aus, dass eine neue Eindeckung sinnvoller ist als die alten Ziegel nochmal herzunehmen (siehe auch den Post mit den Dachbildern). Sie sind halt vermoost und sähen auf einem ansonsten komplett "neuen" Haus evtl. etwas seltsam aus, da kommt die Ästhetik ins Spiel. Ich muss mich in die ganze Förderthematik noch weiter einfuchsen, aber auf den ersten Blick wird da ja quasi alles bezuschusst, sodass meine Tendenz derzeit zu neuen Ziegeln geht. Und "durchaus 80 Jahre" heißt eben auch "durchaus" und nicht "auf jeden Fall".

Für mich sprechen derzeit drei große Argumente für die Kernsanierung:
1. nur einmal eine große Baustelle und dann Ruhe
2. Förderungen jetzt mitnehmen. Wer weiß, wie das Thema in 20 Jahren aussieht.
3. Technikkonzept umsetzbar, mit dem ich wirklich zufrieden sein kann.

Ich werde mal mehrere Konzepte aufstellen und dann mit einem KfW-gerechten Energieberater darüber quatschen.
Falls Interesse besteht halte ich euch hier gerne weiterhin auf dem Laufenden, dann müsste man den Threadtitel vielleicht anpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Hybridheizung: WP mit PV-Eigenverbrauch, dazu ein Puffer, an den auch ein neuer Holzofen mit Wassertasche angebunden wird.
Wärmepumpe immer ohne Puffer, der kostet nur (viel) Energie. Allein die zusätzliche Installation für die Einbindung (und Steuerung) des Holzofens wird vierstellig und kann sich niemals amortisieren. Dazu kommt ein riesiger Puffer, ein sacketeurer Ofen...
Versuche KISS. Also maximal, im Notfall, wenn es gar nicht ohne geht, einen kleinen Holzofen für die Romantik.

Zu dem Thema kannst Du dich im HTD-Forum einlesen.
 
Wärmepumpe immer ohne Puffer, der kostet nur (viel) Energie. Allein die zusätzliche Installation für die Einbindung (und Steuerung) des Holzofens wird vierstellig und kann sich niemals amortisieren. Dazu kommt ein riesiger Puffer, ein sacketeurer Ofen...
Versuche KISS. Also maximal, im Notfall, wenn es gar nicht ohne geht, einen kleinen Holzofen für die Romantik.

Zu dem Thema kannst Du dich im HTD-Forum einlesen.
Okay, WP und Wassertasche tun einander wohl nicht gut. War ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen ;-)
 
Oben