Sanierung 60er-Jahre Haus: Fragwürdige Gutachter-Empfehlungen?

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Wie isn das: Gibts jetzt aktuell die Förderungen für Heizungstausch auch für Neueigentümer?

In jedem Fall würde ich Dach, Kellerdecke und ggf. Fenster machen. Dann natürlich FBH rein und auf Wärmepumpe. So ein kleines Haus mit o.g. Maßnahmen kriegt man locker mit 5-7 kW WP beheizt, auch ohne Außendämmung. PV sollte vollkommen unabhängig von allen anderen Maßnahmen auf ein neu gedecktes Dach drauf. Vollflächig. Zahlt sich von selbst ab. Der Speicher ist der Estrich, den anderen lässt man weg.
 
Okay, danke dir für die Rückmeldung.

Gut, Küche gehört nicht zur Sanierung. Dann ist klar, wieso du mit den Ohren geschlackert hast. Trotzdem muss sie rein und wir brauchen Geld dafür.

- Elektro: reichlich Steckdosen, vmtl. auch Netzwerk, evtl. Vorkehrung für E-Ladesäule
- Aufsparrendämmung, weil meines Erachtens Dämmpflicht (keine oberste Geschossdecke vorhanden) und weil - aus Laiensicht - am wenigsten Probleme wg. Schimmel o.ä. zu erwarten ist.
- Holzböden raus? Ist wohl abhängig vom Leitungsverlauf der Bestandsleitungen. Pläne dazu gibt es keine. Ist es naiv, die bestehenden Dielen sachte aus- und anschließend wieder einbauen zu wollen (Bilder anbei)? Fußbodenheizung ist erstmal nicht vorgesehen, weil sowohl der Gutachter als auch ihr erstmal von Gasthermen gesprochen habt. Was wäre das etwa für ein Kostenblock?

Derzeit sind noch null Förderungen berücksichtigt.

20210423_155214.jpg 20210423_160130.jpg
 
FBH zwischen 100,- und 150,- €/qm.

Du kannst auch Wand und Deckenflächen nehmen - wird aber ähnlich kosten, wenn danach ordentlich eingeputzt wird.

Und da du irgendwann auf WP umstellen werden musst (weil wir CO2-frei werden), würde ich die FBH jetzt gleich einbauen. Vor allem natürlich, wenn Du förderberechtigt bist. Dann kriegst Du aktuell nämlich 35-50% wieder zurück.

Weiterer Vorteil ist der Platzgewinn durch Wegfall von Heizkörpern. Alternative ist dann, wenn Du es nicht machst, der Platzverlust durch den Einbau noch größerer Heizkörper...

In dem Baujahr ist auch Häufig noch ein voluminöser Innenschornstein für den Öler verbaut. Den kannst Du bei WP dann stillegen und entweder wieder Platz gewinnen oder ihn als Versorgungsschacht (Strom, Lan, Wasser, Lüftung) nehmen.
 
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Dann kriegst Du aktuell nämlich 35-50% wieder zurück.
... und nicht nur für die Heizung. Auch für die Entkernung, die Verlegung der FBH, den Estrich und auch den neuen Bodenbelag. Ist mehr als eine Überlegung wert.
- Elektro: reichlich Steckdosen, vmtl. auch Netzwerk, evtl. Vorkehrung für E-Ladesäule
Dann ist Deine Kalkulation deutlich zu hoch für Elektro, da Du nur 08/15 möchtest
- Aufsparrendämmung, weil meines Erachtens Dämmpflicht (keine oberste Geschossdecke vorhanden) und weil - aus Laiensicht - am wenigsten Probleme wg. Schimmel o.ä. zu erwarten ist.
Dämmpflicht ja, aber Du hast Dir die teuerste Dämmung ausgesucht, die machbar ist. Du brauchst nämlich auch eine komplette Neueindeckung des Daches. Lohnt sich eigentlich nur, wenn das Dach sowieso neu gedeckt werden muss. Ansonsten ist es Geld verbrennen. Alternative Zwischensparrendämmung und Dämmung der obersten Geschossdecke (dann wären die nicht zur Wohnfläche zählenden Räume nur noch Abstellraum) - kostet dann eher nur 1/4 Deines Budgets.
 
@Deliverer: Danke für die Anmerkung mit der Schornstein-Umnutzung.

Dämmpflicht ja, aber Du hast Dir die teuerste Dämmung ausgesucht, die machbar ist. Du brauchst nämlich auch eine komplette Neueindeckung des Daches. Lohnt sich eigentlich nur, wenn das Dach sowieso neu gedeckt werden muss. Ansonsten ist es Geld verbrennen. Alternative Zwischensparrendämmung und Dämmung der obersten Geschossdecke (dann wären die nicht zur Wohnfläche zählenden Räume nur noch Abstellraum) - kostet dann eher nur 1/4 Deines Budgets.
Dass es die teuerste Art ist, weiß ich. Die Ziegel sind 40 Jahre alt, Bilder habe ich weiter vorn mal gepostet. Die beiden Räume im Dachspitz (nicht in der Wohnfläche enthalten) sind zwar klein, aber als Büro/Kinderzimmer voll nutzbar und sollen das auch weiterhin sein.
 
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