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Kreditvertrag nur auf eine Person Vorteile / Nachteile

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Bei der Gütertrennung geht es doch darum dass ihr trotzdem getrennt Besitz erwerben könnt. So kann ein Auto nur einen Eigentümer haben, auch ein Haus kann in der Ehe erworben werden und trotzdem laut Grundbuch nur einem Partner gehören. Ebenso kann man getrennte Konten und somit Vermögen haben. Trotzdem werden diese Güter aus dem gemeinsamen Einkommen erworben.
 
Naja, es ist - kompliziert. Und stellenweise seltsam. Das Einkommen gehört erst mal jedem allein, der nicht oder weniger verdienende Part hat aber das Recht auf ein angemessenes Taschengeld (über das Haushaltsgeld hinaus). Die Sachen können zwar einem allein gehören, man darf aber trotzdem mit den eigenen Dingen nicht unbedingt tun, was man will. Das Einkommen ist zwar getrennt, steuerlich veranlagt wird aber trotzdem in der Regel gemeinsam. Solche Punkte.
 
Ich finde es echt befremdlich das man sich in einer ehe Taschengelder zuschiebt. Mit einem Ehevertrag ist eine Ehefrau immer schlecht beraten . Gerade wenn Kinder im Spiel sind. Es Seienden man kommt selbst mit Vermögen in die Ehe
 
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Ich empfinde es auch als befremdlich. Ich bin auch für ca 80% des Haushaltseinkommens verantwortlich.
Allerdings auch nur, weil meine Frau für die Kinder zu Hause bleibt jeweils.

Außerdem geht sie anschließend in Teilzeit und hält mir beruflich den Rücken frei.
Haushalt macht sie auch überwiegend. Dadurch sinkt auch der Rentenanspruch.

Also hat sie wegen der Familie starke finanzielle und berufliche Nachteile.
Da werde ich den Teufel tun und sie zu übervorteilen.
Große Vermögen hab ich auch nicht eingebracht.

Warum sollte ich also Dinge per Vertrag ausschließen?
 
Ich finde es schon sehr interessant, wie einige schon vor der Ehe Angst haben, dass sie nach der Ehe von der Frau über den Tisch gezogen werden. Es ist auch interessant, dass solche Dinge komplett von den Männern kommt, obwohl heute die Frauen deutlich unabhängiger sind, wie vor 20 oder 30 Jahren und die Männer vom Gesetzgeber dadurch auch stärker gestellt wurden.

Ich habe kein großes Vermögen in die Ehe eingebracht meine Frau auch nicht. Wir haben 3 Jahre nach Ende meines Studiums geheiratet, während sie kurz vor Ende ihres Stand. Ich hatte mich damals auch bzgl. Ehevertrag eingelesen und schlau gemacht, da damals noch im Raum stand, dass ich evtl. den Betrieb meines Vaters übernehme. Letztendlich haben wir es aber gelassen, da zum einen die Möglichkeiten dort auch beschränkt sind und es in meinem konkreten Fall keinen Sinn gemacht hätte. Eheverträge machen aus meiner Sicht Sinn, wenn eine Selbstständigkeit im Spiel ist, bereits ältere Kinder mit in die Ehe kommen oder einerseits schon sehr viel Vermögen vorhanden ist.
Wenn man über einen längeren Zeitraum verheiratet ist (15 Jahre und mehr), ist es sehr schwer Dinge nur für einen Partner zu veranschlagen. Zudem gibt es auch den Anspruch auf einen angemessenen Lebensstandard. Wenn sich z.B. der aufstrebende Jungmillionär die kellnernde Abiturientin anlacht, beide heiraten und sie dann während der Ehe nicht arbeitet, hat sie einen erheblichen Unterhaltsanspruch um ihren gewohnten Lebensstil zu halten. Da ist es vollkommen unerheblich, ob sie sich diesen jemals selbst erarbeiten könnte. Noch schwieriger wird es, wenn man heiratet bevor man ein sehr hohes Einkommen hat, sondern sich dies während der Ehe ergibt.

Relativ unproblematisch kommt man aus der Ehe, wenn keine Kinder im Spiel sind. In der Regel sind beide berufstätig und wenn man während der Ehe keine gemeinsame Immobilie angeschafft hat, haben normalerweise beide Parteien weder das Interesse noch die Möglichkeit den anderen auszunehmen. Mit Kindern ist das meist anders und auch zu Recht, da in den meisten Fällen die Frau nach der Scheidung eh die schlechteren Karten hat (bekommt idR die Kinder, daher keine Vollzeitstelle, mehr "Arbeit" und niedrigerer Lohn, aufgrund von Elternzeit). Wir sind doch nicht mehr im alten Rom. Ich kann doch nicht heiraten es mir mit meiner Frau einige Jahre gut gehen lassen und dann sagen: "So, war schön, jetzt kannst du gehen. Haus, Auto, Boot gehört mir, du durftest ja mietfrei bei mir wohnen und verdienst ja selbst genug Geld um dir was zu kaufen."
 
Bei Kinder und dadurch entstehender Teilzeit der Frau seh ich das alles ein, aber dann zahlt man ja auch Trennungsunterhalt oder wie sich das auch immer schimpft und später Versorgungsausgleich. Aber von Kinder war gar nicht die Rede in meinem Fall.

Wenn beide Vollzeit arbeiten und man ein gemeinsames Konto hat und ALLE Kosten quasi von dem einen Konto zahlt muss ich zugeben wird die ganze Geschichte etwas klarer für mich.
Da kann man ja nun wirklich nicht mehr unterscheiden von welchem Einkommen jetzt monatlich das Haus abgezahlt wird.

Da macht der Begriff „Zugewinn“ auch Sinn.

Meine Idee am Hausbau allein war eigentlich das später bei einer Trennung nicht das Haus verloren geht weil sich einer allein den Kredit eventuell nicht leisten kann oder der eine Partner den anderen nicht auszahlen kann. Hab nämlich genau diese Konstellation in den letzten Jahren mehrmals erlebt im Bekanntenkreis.
Ehrlich gesagt finde ich das auch für die Frau positiv wenn da gar kein Streitpunkt wegen dem Haus zu Stande kommt. Nimmt man da jetzt wieder das gemeinsame Konto sehr ich aber tatsächlich auch ein das die Frau da schlechter weg kommt.
Ich bin ja auch nicht unbelehrbar.
Von einem Ehevertrag in die Richtung werde ich mich trotzdem nicht abbringen lassen das steht fest und das bekommt man auch so hin das es irgendwo fair wird denke ich.
Ich bin auch schon bei unter 50% der Abzahlung des Hauses.
 

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