Kreditvertrag nur auf eine Person Vorteile / Nachteile

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Du bezeichnest es allerdings als den EINZIG existierenden Fall und das ist in der Tat sexistisch. Und nebenbei ein gequirlter Haufen Mist.
Ich glaube @HilfeHilfe hat das so nicht gemeint. Er war nur seit das Wort "Ehevertrag" aufgetaucht ist in der Vorwärtsverteidigung (s)eines Lebensmodells, dass vom TE so überhaupt nicht praktiziert wird.

Deshalb habe ich versucht klar zu machen, dass man überhaupt erstmal differenzieren müsste, welches Modell zu Grunde liegt, bevor man darüber diskutiert, ob ein Ehevertrag sinnvoll ist oder nicht.

Zumal Vertrag nicht gleich Vertrag ist: Man könnte natürlich auch einen Partner, der Vollzeit erzieht, vertraglich über das Maß des gesetzlichen Standards hinaus absichern. Nur so ein Gedanke, weil es ja auch um die Wertschätzung der wertvollen Erziehungsarbeit geht, die unsere Gesellschaft kaum monetär vergütet.

Dass man bei einem von alleinigem Einkommen abbezahlten Haus, in dem ein Partner mietfrei wohnen darf und wo bis dato noch keine Karriereeinbußen an irgendeiner Stelle durch Kindererziehung angefallen sind, über einen Vertrag nachdenkt für den Fall der Eheschließung, findet mein Verständnis. Warum da so drauf eingedroschen wird, ist mir unklar, zumal als Argument immer Erziehungsarbeit ist, die hier ( noch ) gar nicht anfällt.

Stattdessen wird das eigene Lebensmodell "verteidigt" obwohl niemand es in Frage gestellt hat. Alleine die Existenz von Leuten, die Eheverträge in bestimmten Situationen gut heißen, scheint schon eine Reizschwelle zu überschreiten.
 
Nein, nicht weil ihr die Rollen so verteilt wie ihr das tut (das geht niemanden etwas an), sondern weil du diesen Fall nicht nur als den Normalfall bezeichnest, was schlimm genug wäre aber - empirisch statt normativ verstanden - nicht ganz von der Hand zu weisen wäre. Du bezeichnest es allerdings als den EINZIG existierenden Fall und das ist in der Tat sexistisch. Und nebenbei ein gequirlter Haufen Mist.
Nö ich bezeichne den Fall Ehevertrag als unnormal , und der ist für mich sexistisch . In den meisten , fast alle fällen sichert sich der Mann ab . Wie läuft den dann ein Ehekrach ab , hmmm lass mich raten . Mann zu Frau :“ ich gehe hier keinen Kompromiss ein , wenn’s dir nicht passt zieh aus meinen Haus aus !“ . Oder das Kaffeekränzchen unter Freunden : „ nein das Haus gehört mir alleine , meine dumme naive Frau darf nur den Haushalt schmeißen „ . Ein Ehevertrag verschiebt die Kräfte in einer zugunsten des Mannes . Er stellt sich wirtschaftlich stärker und die Ehefrau macht sich abhängig . Ok es gibt Ausnahmen , die kinderlose Karrierefrau mit mindestens 4000€ brutto . Die kann so ein Ding unterschreiben . Will mal nicht so sexistisch sein
 
Er stellt sich wirtschaftlich stärker und die Ehefrau macht sich abhängig
Dafür braucht es keinen Ehevertrag.

Wenn die Frau zuvorderst die Erziehung der Kinder übernimmt, wird das in der heutigen Zeit nur mit Einbußen im beruflichen Werdegang ( allermindestens einer Verzögerung der Karriere ) einhergehen. Oder die Erziehungsarbeit ist ein Lebensziel und eine Karriere in Lohnarbeit wird freiwillig dafür aufgegeben. In jedem Fall ist sie abhängig.

Oder würdest du die Möglichkeit, bei Scheidung die Hälfte des Zugewinns mitzunehmen, als Unabhängigkeit bezeichnen? Doch eher nicht.

Die Abhängigkeit wird in funktionierenden Ehen nicht als solche empfunden, und das ist gut so. Trotzdem existiert sie.

Nö ich bezeichne den Fall Ehevertrag als unnormal , und der ist für mich sexistisch
Da ein Vertrag gestaltbar ist, ist die Aussage, er sei per se sexistisch, nicht valide.

Ok es gibt Ausnahmen , die kinderlose Karrierefrau mit mindestens 4000€ brutto
Oder in einem Job, wo ein Rückkehrrecht nach Abwesenheit gegeben ist. Oder, oder. Aber wenn sogar du Ausnahmen siehst, warum dann der generelle Rant?
 
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Dafür braucht es keinen Ehevertrag.

Wenn die Frau zuvorderst die Erziehung der Kinder übernimmt, wird das in der heutigen Zeit nur mit Einbußen im beruflichen Werdegang ( allermindestens einer Verzögerung der Karriere ) einhergehen. Oder die Erziehungsarbeit ist ein Lebensziel und eine Karriere in Lohnarbeit wird freiwillig dafür aufgegeben. In jedem Fall ist sie abhängig.

Oder würdest du die Möglichkeit, bei Scheidung die Hälfte des Zugewinns mitzunehmen, als Unabhängigkeit bezeichnen? Doch eher nicht.

Die Abhängigkeit wird in funktionierenden Ehen nicht als solche empfunden, und das ist gut so. Trotzdem existiert sie.



Da ein Vertrag gestaltbar ist, ist die Aussage, er sei per se sexistisch, nicht valide.



Oder in einem Job, wo ein Rückkehrrecht nach Abwesenheit gegeben ist. Oder, oder. Aber wenn sogar du Ausnahmen siehst, warum dann der generelle Rant?
Wir Männer sind schon arm dran
 
Und zum Sexismus generell: Hat sich je einer der vielen Männer hier im Forum mit einem Brutto ab 4000 "Karrieremann" nennen lassen müssen?

Auf "gut" verdienende Frauen bezogen hast du das K-Wort mit einer Leichtigkeit rausgehauen... denk mal drüber nach.
 
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Wir haben auch einen Ehevertrag, in dem Gütertrennung vereinbart ist.
Ich arbeite Teilzeit und war diejenige, die nach der Geburt der Kinder erstmal zu Hause war.

Nach den hier gängigen Klischee-Argumenten also eine sexistische Benachteiligung meiner Person ;-)

Jedoch verdiene ich in Teilzeit mehr als mein Mann in Vollzeit,
und das, obwohl er leitender Angestellter in einem sehr großen Unternehmen ist.

Der Horizont einiger Leute hier ist tatsächlich sehr begrenzt und geht gegen null. Sie sehen das dann als ihren Standpunkt an.
 
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