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Heinz von Heiden 2015-2016 Bungalow BW. Kr. Böblingen BB

4,00 Stern(e) 25 Votes
Ja cool, dass Ihr das auch schön findet!

Da ich altershalber kein separates Atelier mehr unterhalte, mussten z.B. die Papiervorräte einen neuen Platz finden, sie nehmen die Schubladen unter dem Bett ein, gut A0 groß. Wegen dieser Schubladen wanderte das Bett auf Seniorenhöhe, aber kann ja nicht schaden. Daneben ist ein großes Fach für den Trolley eines Gastes und ich kann da bei Nichtgebrauch die Bettwäsche verschwinden lassen. Die Lüftungsschlitze dienen der Belüftung der Matratze, musste ich dem Schreiner erst abringen. Über dem Bett gibt es hinter Türen einen Schwerlastboden, dort hausen einige meiner Leinwandrollen und ein paar große Musterstücke aus der Wandmalerei. Das wiegt ganz schön was, aber es trug den ganzen Schreiner und der war auch kein Hungerhaken. Die Schräge am Kopfende erhielt leider nicht den von mir gewünschten 3-Bügel-breiten Kleiderschrank. Ich glaube, da waren die Herren meinen Spieltrieb leid. Es ist nur eine Ablage, damit der Gast seine Kleinigkeiten ablegen kann.

Zu unsrer Freude stellen wir fest, unsre Gäste nehmen den Schlafplatz sehr gut an und schmökern da auch gerne. Habe mich neulich mal mit einer lausigen Ausrede nachts da hin verfügt. Mir gefiel's gut, ist aber innenpolitisch nicht so doll.

Viele Grüße

Gabriele
 
Natürlich denke ich hin und wieder darüber nach, wo hätten wir bei unsren Problemen mit Heinz von Heiden effektiver können und die Sache im kooperativen Bereich halten.

Hier als Beispiel für die Problematik die Gesprächsbeiträge des Oberbauleiters von Heinz von Heiden für den Süden beim letzten Gespräch vor der Anwaltskonsultation:

Wir baten zum Termin eine Zeugin zur Protokollführung und einen Handwerksmeister aus dem passenden Gewerk dazu. Ob wir das aus paranoiden Gründen taten mögt Ihr selbst beurteilen.

Ein Faktum war allen bekannt, aber keiner konnte mit Sicherheit sagen, ob es der werte Gesprächspartner auch wusste: Es gibt gar keine DIN für das Gefälle von Fensterbänken. Es gibt nur den Text "Wasser zügig ablaufen" und die Verarbeitungsrichtlinien der einzelnen Hersteller, sie bewegen sich zwischen 5 und 8 Grad.

Der Oberbauleiter, dem die Bauleitung die Worte Internet und Baubericht zulieferte, betonte, er sei privat da und wünsche keinerlei Veröffentlichung, nicht den Gesprächsinhalt, nicht unsren Film über die Kamerabefahrung mit dem Gegengefälle eines Abwasserrohres, nichts. Ich sicherte ihm zu, seinen Namen nicht zu veröffentlichen, ebenso wenig wie den der Bauleiterin. Ich hätte auch nicht vor, den Film einzustellen (das konnte ich gut nicht vorhaben, er hat ca. 300 mb). Vielleicht schneide ich mal Fotos daraus aus.

Das Fensterbankgefälle fand er genau geregelt in der DIN 18202 und auch bei uns eingehalten, das ist schön. Ich stellte immer eine Frage dazu, er antwortete mit einem kurzen Satz und wechselte das Thema. Dies taten wir wenigstens 5x, dann kam nach vielleicht 1,5h raus, es gibt keine DIN zu dem Thema. Er grinste. Wir nicht.

Beim Gegengefälle war mehr künstlerische Freiheit im Spiel: auf den Tisch hatte ich eine schematische Herstellerzeichnung des Bauteils Duschabfluss Multifinish von Dallmayr gelegt, Quelle Heinz von Heiden. Natürlich wies dieses Bauteil einen Siphon auf. Der Bauleiter erklärte, es befinde sich ein zweiter Siphon unter dem Siphon und in diesem stehe das Wasser, keinesfalls im Abflussrohr. Außerdem erkannte er eine Verpflichtung unsererseits, die Dusche auch regelmäßig zu benützen und machte uns milde Vorhaltungen, dass wir dazu schließlich verpflichtet wären. Zu gerne hätte ich mal zugehört, wenn er diesbezüglich einem Ferienwohnungsbesitzer oder einem Hausherrn mit Gästebad die Leviten liest. Auch wusste er, dass das Bauteil zur Abwasserverrohrung hin eine starre Rohrverbindung angebaut hat, dabei war auf der Konstruktionszeichnung das Rohr mit einem Kugelgelenk eingezeichnet, sogar der Schwenkwinkel ist in Grad angegeben. Wir sahen während seiner Erklärung auf das Papier. Anfangs widersprach ihm der Handwerksmeister noch häufiger und auch die Zeugin fragte einmal nach, ob man wirklich mit der Dusche das WC spülen muss, um eine Verstopfung zu vermeiden, aber dann wurde das Nachfragen weniger. Die bei uns gebaute Verrohrung sei technisch nur genau so machbar gewesen.
Eine halbe Stunde nach Gesprächsende läutete der Handwerksmeister noch einmal, in der Hand trug er ein Exemplar des bei uns verbauten Duschabflusses. Er zeigte es dem Bauleiter, es war natürlich nicht so beschaffen, wie es der Oberbauleiter gewusst hatte. Aha, dann habe er das auch mal gesehen.
hinterher erhielten wir ein Schreiben von Heinz von Heiden, das die Sichtweise und die Erkenntnisse des rein privat anwesenden Oberbauleiters wiedergab. Beschönigend war ein zartes Wort dafür.

Wie soll ein Kunde mit so einer Mängelbearbeitung auskommen? Heinz von Heiden sah keinen Veränderungsbedarf. Und dann funktioniert nichts mehr ohne Klärung vor einem Dritten.

Es würde mich ernsthaft interessieren, ob Ihr da noch irgendwo Spielraum erkannt hättet. Mir gelang es nicht und wir wussten beide nicht, wie wir die Situation hätten abwenden können.

Viele Grüße Gabriele
 
Wichtig ist halt, für den Bedarfsfall genug Geld zurückgehalten zu haben, um die Schäden notfalls damit reparieren zu können. Es kann eine Zeit dauern, bis man dazu das Recht hat. Beim Duschablauf sind die Kosten für eine annehmbare Reparatur noch gar nicht abzusehen, jedenfalls beträchtlich.
 
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Wir haben im Rahmen unsrer Verhältnisse grundsolide gewirtschaftet. Ich sehe da kein Problem. Trotzdem tränen mir die Augen, wenn wir den Mist von Heinz von Heiden so teuer bezahlen. Da hängt ne Menge mehr dran als ein Flaschner und ein Fliesenleger. Vor einer Woche unterschrieben wir ein selbständiges Beweissicherungsverfahren.

Wirklich, Frau muss froh sein um jeden Baufehler, den sie nicht bemerkt. Wir haben ja nicht mal gesucht, hier geht es um Dinge, wo wir mit der Nase eingetaucht wurden.

Viele Grüße Gabriele
 
Eine Woche Urlaub bei schönstem Herbstwetter! Zwar wollten wir eigentlich noch ein bißchen am Bodensee abhängen, aber es ergab sich anders.

Der Oberbauleiter von Heinz von Heiden hatte im Juli den Anschluss des Hauses ans Gelände moniert. Heinz von Heiden gibt bei der technischen Bemusterung 4 Blätter mit (die man auch abzeichnen muss), wie dies auszuführen ist. Darauf ist u. A. eine mehrschichtige Noppenfolie eingezeichnet. Eine zusätzliche wasserfeste Beschichtung des Sockelputzes ca. 5 cm über die bedeckte Fläche hinaus war nicht auf den Blättern, er monierte das Fehlen aber ebenfalls. Außerdem waren die Fallrohre nicht bis über den Schotter hinaus durch eine Ummantelung geschützt.

Die Verarbeitung hatte so ausgesehen:_Einschichtige Noppenbahn mit den Noppen zum Haus hin, keine wasserfeste Beschichtung auf dem Sockelputz. Schutz um die Fallrohre nur bis unter das Schotter-Niveau.
Glücklicherweise machte ich die Verarbeitungsrichtlinien von Heinz von Heiden zum Vertragsbestandteil des Auftrags an den Gala.

Ich befragte den Sachverständigen, ob man den Anstrich wirklich braucht, er bejahte dies. Zur Noppenfolie erfuhr ich, dass immer die Noppen vom Haus wegschauen müssen und dass eine einschichtige Noppenfolie nur für Betonkeller ist: Für weiche Vollwärmeschutz_Fassaden braucht man welche, die innen eine Gleitschicht hat und außen Vlies und dazwischen die Noppen vom Haus weg schauend.

Ich befragte einen technischen Berater des Putzherstellers Alsecco, ob man den Anstrich wirklich braucht - ja, das braucht man. Anmerkung: Aber nicht bei allen Sockelputzen! Manche sind so vergütet, dass sie allein gut genug sind und andre muss man beschichten.

Also aufreißen. Auch hatte Heinz von Heiden diesen Bauzustand extra schriftlich dokumentiert, das machen die nie ohne Grund.

Von Juli bis jetzt dauerte es, bis der Gala sich bereit fand. Genau in dieser schönen Herbstwoche wars dann soweit, er riss rund ums Haus soweit auf, dass man den Schutzanstrich bis unten über den Ansatz des Sockelputzes ziehen konnte. Das ist die kritischste Stelle. Das war nun breiter als er hätte öffnen müssen, um nur seine Folie auszutauschen und für dieses "Mehr" müssen wir uns auch an den Kosten beteiligen. Wäre halt schön gewesen, wenn Heinz von Heiden in seinen 4 Blättern nicht nur die Folie sondern auch den zusätzlichen Schutzanstrich reingezeichnet hätte.

Ich bestellte mir das Material bei Alsecco nach Maßgabe des technischen Beraters und verarbeitete es selbst. Wer das auch machen möchte, sollte wissen, Alsecco liefert nicht an Endverbraucher. Ein bißchen Kreide essen und Vorkasse anbieten.

Natürlich kann man jetzt monatelang den Tanz machen, wer daran Schuld ist usw. Nur ist in einem Bruchteil der Zeit gestrichen. Der Winter naht :) Ich fand auch, es empfehle sich, die Kraft zu bündeln und sich nicht zu verzetteln.

Seit ich an dem Thema dran war, fiel mir immer wieder auf, dass Noppenfolie wenigstens 50/50 nicht DIN-gerecht verbaut wird. Die Noppen z.B. drücken sich in das weiche Styrodur ein, wenn sein muss, auch durch dünnen Putz. Die Noppen müssen immer vom Haus weg. Der Gala strampelte natürlich, er habe uns das extra so herum einbauen lassen, sonst bliebe ja das Wasser in den Noppen stehen und helfe so beim Durchfeuchten der Fassade. Wer die DIN je gelesen hätte, hätte nicht so argumentiert.

Wer mit Heinz von Heiden baut, muss vielleicht selbst drandenken. Die Bauherrenverpflichtung zum Schutzanstrich habe ich in keinem Textteil gefunden oder erkannt (sie stünde in den "Detailen"), auch auf den Zeichnungen ist das nicht darauf. Es werden bei allem, was in der Erde gräbt viele Leute mitarbeiten, die vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

Heute kommen die Herren und machen wieder zu, ich werde ein gutes Vesper hinstellen und dankbar sein, wenn der gute Mineralbeton, der eine Riesensauerei macht, wieder schadenfrei verdichtet und überdeckt ist.
Auf dem 1. Foto seht Ihr den Ist-Zusand
2. Foto aufgegraben vorgefunden
3. Foto Schutzanstrich
4. Foto hochgezogener Fallrohrschutz

Viele Grüße Gabrieleheinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-228007-1.jpg heinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-228007-2.jpg heinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-228007-3.jpg heinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-228007-4.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Grade rechtzeitig war am Sockel alles gestrichen, die richtige Noppenfolie eingebracht und wieder zugemacht.

Nun freue ich mich darüber, dass trotz zeitlicher Problemchen alles im Garten rechtzeitig Winterschutz erhielt. Da wir aus einem Weinbauklima in ein Klima eine Jacke kälter zogen, erhielt der junge Blauregen, der sich in seinem ersten Jahr bereits fleißig an der Pergola zu schaffen machte, einen Winterschutz aus Kokosmatte mit Laub gefüllt. Auch dem Rosmarin zog ich Ähnliches an. Die ganze Nordseite erhielt reichlich Laub als Schutz.heinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-232432-1.jpg
Es ist besonders schön heimzukommen, wenn es draußen kalt ist und drinnen so kuschelig. heinz-von-heiden-faktum-noppenfolie-schutzanstrich-din-232432-2.jpg Zwar bilde ich mir ein, nicht über Heinz von Heiden und den zu erwartenden Prozess nachzudenken, aber das ist nicht wahr. Es geht mir morgens zwischen Schlafen und Wachen durch den Kopf wenn meine Ratio die Gedanken noch nicht reglementiert. Ich kann nicht verstehen, wie sie bei der bestehenden Informationslage an einen Erfolg glauben können. Manchmal frage ich mich, ob ich irgendeinen mir unbekannten Formfehler übersehen habe oder andere Fallstricke. Trotzdem gehts ganz gut, das ist ja nicht alles im Leben.

Viele Grüße
Gabriele
 
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