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EFH–Neubauvorhaben von Tag 1 an - Und die Planung beginnt

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Ich würde unsere Ausstattung jetzt nicht als Luxus bezeichnen, sondern eher als gehoben. Meiner Meinung nach müssten wir nach allen Kosten für das Haus bei maximal 2.400 €/qm bzw. 442.800 EUR landen. Alles andere ist - nach meiner Meinung - überzogen und vielleicht der aktuellen Situation geschuldet (weiterhin sehr hohe Nachfrage gepaart mit der Angst kurz- bis mittelfristig einen heftigen Auftragseinbruch zu erleben).

Wenn sich der Preis nicht noch deutlich nach unten bewegt werden wir das Bauprojekt wohl für 2-3 Jahre ad acta legen und beschäftigen uns dann noch mal damit, wenn sich der Markt beruhigt hat.

Der Preis ist schwer zu beurteilen, da er doch regional recht verschieden ist. Ich denke, er ist noch angemessen. Ihr habt einige Ansprüche an Ausführung und Qualität sowie Sonderwünsche. Der vielfach zietierten Durchschnitt von 2000 wird entsprechend überschritten. Letztendlich kann man nur zwischen mehreren regionalen Anbietern vergleichen. Dort sollten auch Einzelpositionen aufgeführt werden. Dann kann man sehen, was die Kostentreiber sind.
Ich habe jetzt mal bewusst das Angebot von einem sehr großen deutschlandweit tätigen Fertighaushersteller genommen. Die bauen im Jahr rund 1.100 Häuser...

Unsere Tendenz geht aktuell eher in Richtung GU, da wir hier deutlich mehr Transparenz in den Angeboten haben. Die Diskussionen mit den Vertrieblern über mangelnde Transparenz und unerklärliche Kostenexplosionen sind wir mittlerweile einfach leid.
Eine Zimmerei als GU haben wir auch noch im Favoritenkreis. Die sind "gefühlt" die preiswertesten. Ist aber nicht vergleichbar, weil ein anderer Grundriss und ein anderer Baustil angeboten wurde. Ich bekomme hier die Tage ein aktualisiertes Angebot...
 
Wenn sich der Preis nicht noch deutlich nach unten bewegt werden wir das Bauprojekt wohl für 2-3 Jahre ad acta legen und beschäftigen uns dann noch mal damit, wenn sich der Markt beruhigt hat.
Ja, genau. In 2 Jahren sieht die Sache ganz anders aus. o_O
Wie kommst Du darauf? Hoffst Du, der Corona-Lockdown senkt die Preise? Da würde ich nicht darauf wetten. Sonst eine Entwicklung, die die Baupreise senken könnte? Ich kann da nichts erkennen und fürchte, das ist Wunschdenken. Die Banken werden nach der Krise wohl kaum die Zinsen anheben. Und das jetzt noch so viele an Corona sterben, dass plötzlich überall die Häuser leer stehen, denke ich auch nicht.
 
Ja, genau. In 2 Jahren sieht die Sache ganz anders aus. o_O
Wie kommst Du darauf? Hoffst Du, der Corona-Lockdown senkt die Preise? Da würde ich nicht darauf wetten. Sonst eine Entwicklung, die die Baupreise senken könnte? Ich kann da nichts erkennen und fürchte, das ist Wunschdenken. Die Banken werden nach der Krise wohl kaum die Zinsen anheben. Und das jetzt noch so viele an Corona sterben, dass plötzlich überall die Häuser leer stehen, denke ich auch nicht.
Ich sehe das recht pragmatisch...
Wenn schon wir mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 7 TEUR und einem Gesamtbudget von 610 TEUR schon nicht mehr preiswertig (Preis und Leistung in einem angemessenen Verhältnis) bauen können, wer soll es denn dann noch können?

Aktuell befinden sich in D mehr als 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Ein Teil wird nach dieser Phase arbeitslos sein. Der andere Teil wird sich eine so große Investition dreimal überlegen. Die Preise werden in den nächsten 2-3 Jahren für Neubau und Bestandsgebäude fallen müssen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und hier ist noch nicht berücksichtigt, dass die Zinsen auch genauso gut wieder steigen könnten. Die Spreads entwickeln sich schon jetzt bonitätsbedingt deutlich nach oben. Das Zinsniveau wird derzeit künstlich am Boden gehalten. Sollte die EZB ihre zinspolitischen Maßnahmen nicht weiter verstärken oder gar vermindern (müssen; siehe BVG-Urteil) ist die Bauwirtschaft am Ende.

Die Branche war in den letzten 10 Jahren auf der Droge namens "Niedrigzinsniveau". Was der Entzug mit jemanden macht, weiß jeder. Ich könnte mir vorstellen, dass hier mittelfristig eine massive Marktbereinigung stattfindet.

Auf der anderen Seite muss das Zinsniveau weiterhin künstlich niedrig gehalten werden, um Staatspleiten von Italien, Spanien und ggf. Frankreich zu verhindern, damit der Euro und somit unser Finanz- und Wirtschaftssystem gerettet werden kann. Die Konsequenz hieraus wäre aber, dass Wohneigentum - insbesondere der Neubau - in D zum absoluten Luxusgut wird, was dazu führt, dass immer weniger Menschen sich das schicke neue EFH leisten können... Auch hier greift dann der Marktmechanismus "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis".
 
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Wir bauen mit einem GU, welcher die Wände aber im Werk verfertigt (Massivholz). Für das Haus liegen wir bei ungefähr 2.450 Euro/qm und haben dafür einen doch relativ guten Standard und kfw40. Und wir bauen nicht im Niemandsland sondern im doch eher höherpreisigen bayerisch-badenwürttembergischen Grenzgebiet.
Also, ich finde da muss preislich schon noch was gehen!
 
Ja, genau. In 2 Jahren sieht die Sache ganz anders aus. o_O
Wie kommst Du darauf? Hoffst Du, der Corona-Lockdown senkt die Preise? Da würde ich nicht darauf wetten. Sonst eine Entwicklung, die die Baupreise senken könnte? Ich kann da nichts erkennen und fürchte, das ist Wunschdenken. Die Banken werden nach der Krise wohl kaum die Zinsen anheben. Und das jetzt noch so viele an Corona sterben, dass plötzlich überall die Häuser leer stehen, denke ich auch nicht.
Die Richtung der Preise hängt vom Verhältnis der Optimisten zu den Pessimisten ab. Du folgst der Erzählung, in der die (gezahlte) Preise immer weiter steigen, es gibt keine Grenzen, und diesmal hat der Zyklus auch kein Ende mehr - die Bullen. Die dominierte sehr lange, und nun kam ein schwarzer Schwan, und damit die Angst und die Zweifel. Warum kommen denn ständig die PMs mit den Meldungen, dass auf den Portalen die Preise weiter steigen?
Weil die Gegenseite der Bären im Kommen ist. Die Pessimisten sehen einfach, dass die Welt in die größte Wirtschaftskrise seit Dekaden geht. Weil internationale Investoren keine Einfamilienhäuser bauen. Weil Mietwohnungen in der aktuellen Lage (auch vor Corona) nicht mehr wirklich rentabel sind. Weil die Mieten nicht mehr steigen werden. Weil die Firmen keine Leute mehr einstellen, weil überall gespart wird. Es muss jeder selbst beurteilen, ob 4% -10% Kosten- / "Wertzuwachs" real sind, oder eher eine Blase.
Zur Preisblase (-Inflation) wurde ja schon einiges geschrieben.
Deflation ist übrigens, wenn sich Leute in Erwartung sinkender Preise mit dem Kauf zurückhalten. Was dieses für eine maximal hochgezüchtete Baubranche bedeutet könnte, kann man sich ausrechnen. Als ausfallende Nachfrager gibt es bei den Wirkschaftsimmobilien einiges, Vermietobjekte sind auch spannend. Öffentliche Hand als Nachfrager ebenso. Konjunkturprogramm okay, aber danach und daneben? Die Kassen sind maximal leer.
Und ob die lockere Finanzierung auf 10-15 Jahre für Private mit wenig EK und Einkommenken noch so häufig sein wird, bleibt auch abzuwarten.
 
Wir bauen mit einem GU, welcher die Wände aber im Werk verfertigt (Massivholz). Für das Haus liegen wir bei ungefähr 2.450 Euro/qm und haben dafür einen doch relativ guten Standard und kfw40. Und wir bauen nicht im Niemandsland sondern im doch eher höherpreisigen bayerisch-badenwürttembergischen Grenzgebiet.
Also, ich finde da muss preislich schon noch was gehen!
Danke für Deine Anmerkung! Finde ich auch :)

Die Richtung der Preise hängt vom Verhältnis der Optimisten zu den Pessimisten ab. Du folgst der Erzählung, in der die (gezahlte) Preise immer weiter steigen, es gibt keine Grenzen, und diesmal hat der Zyklus auch kein Ende mehr - die Bullen. Die dominierte sehr lange, und nun kam ein schwarzer Schwan, und damit die Angst und die Zweifel. Warum kommen denn ständig die PMs mit den Meldungen, dass auf den Portalen die Preise weiter steigen?
Weil die Gegenseite der Bären im Kommen ist. Die Pessimisten sehen einfach, dass die Welt in die größte Wirtschaftskrise seit Dekaden geht. Weil internationale Investoren keine Einfamilienhäuser bauen. Weil Mietwohnungen in der aktuellen Lage (auch vor Corona) nicht mehr wirklich rentabel sind. Weil die Mieten nicht mehr steigen werden. Weil die Firmen keine Leute mehr einstellen, weil überall gespart wird. Es muss jeder selbst beurteilen, ob 4% -10% Kosten- / "Wertzuwachs" real sind, oder eher eine Blase.
Zur Preisblase (-Inflation) wurde ja schon einiges geschrieben.
Deflation ist übrigens, wenn sich Leute in Erwartung sinkender Preise mit dem Kauf zurückhalten. Was dieses für eine maximal hochgezüchtete Baubranche bedeutet könnte, kann man sich ausrechnen. Als ausfallende Nachfrager gibt es bei den Wirkschaftsimmobilien einiges, Vermietobjekte sind auch spannend. Öffentliche Hand als Nachfrager ebenso. Konjunkturprogramm okay, aber danach und daneben? Die Kassen sind maximal leer.
Und ob die lockere Finanzierung auf 10-15 Jahre für Private mit wenig EK und Einkommenken noch so häufig sein wird, bleibt auch abzuwarten.
Unterschreibe ich 1:1; siehe meinen Post #123.
 

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