Bank Darlehen Bereitstellungsprovision Zinsen Tilgung

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Hallo zusammen,

auch bei uns wird es nun konkreter, wir haben ein aus unserer Sicht extrem gutes Finanzierungsangebot vorliegen, das wird eigentlich gerne annehmen würden, aber noch einen Haken sehen:

Gesamtkosten Haus/Grundstück: 580.000 Euro
Eigenkapital: 380.000 Euro (+Puffer, aber den bringen wir nicht in die Finanzierung ein)
Darlehen: 200.000 Euro
Konditionen: 15 Jahre Volltilger, 5% Sondertilgungsmöglichkeit p.a., 1.167 Euro Monatsrate, 0,55% eff. Jahreszins.

Problem: Es sind nur 3 Monate Bereitstellungsfrei, danach 0,25% pro Monat = 3% p.a. Bereitstellungsprovision. Bezahlung des GU ist nach Baufortschritt, Großteil im Frühjahr 2020, Schlussrate erst im Okt. 2020. Heißt, ab dem 4. Monat 0,25% x 200k = 500€ pro Monat Bereitstellungsprovision, und das für potentiell 12 Monate (auch wenn zum Ende hin natürlich der nicht abgerufene Betrag sinkt und damit die 500€ ebenfalls runter gehen).

Der Bankberater meinte daraufhin, man könne das Darlehen auch einfach nach 3 Monaten auf ein Baukonto auszahlen und dort "stehen lassen", so dass wir dann nicht die 0,25% Bereitstellungsprovision pro Monat zahlen müssten, sondern nur die vereinbarten 0,55% Zinsen pro Jahr. Genügend Puffer, um dann bereits schon mit der Tilgung zu beginnen wäre auch vorhanden.

Geht sowas tatsächlich "einfach so"? Welchen Sinn haben dann die Bereitstellungszinsen, wenn man es so einfach umgehen kann? Oder verstehen wir da grundsätzlich etwas falsch? o_O

Vielen Dank für eine kurze Einschätzung vorab!

P.S. Ist eine größere, ortansässige Bank.
 
Sind denn 0,55% nicht mehr als 0,25%? :)

Aber wir haben es auch so gemacht, statt Bereitstellung dann gleich Zins und Tilgung. Ist halt mehr monatliche Belastung, aber man fühlt sich besser, wenn die Laufzeit schrumpft!
 
Lass es dir schriftlich geben. Sonst würde ich nicht drauf wetten, dass 200.000€ blanko ausgezahlt werden.

Nach Vollauszahlung setzt in der Regel die Tilgung ein. Bedenke das in deiner Liquiditätsplanung.

Marvin, 0,25% pro Monat, nicht Jahr ;-)
 
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Der Bankberater meinte daraufhin, man könne das Darlehen auch einfach nach 3 Monaten auf ein Baukonto auszahlen und dort "stehen lassen", so dass wir dann nicht die 0,25% Bereitstellungsprovision pro Monat zahlen müssten, sondern nur die vereinbarten 0,55% Zinsen pro Jahr. Genügend Puffer, um dann bereits schon mit der Tilgung zu beginnen wäre auch vorhanden.

Geht sowas tatsächlich "einfach so"? Welchen Sinn haben dann die Bereitstellungszinsen, wenn man es so einfach umgehen kann? Oder verstehen wir da grundsätzlich etwas falsch? o_O
Warum sollte die Bank ein Darlehen auszahlen, wenn sie keine Sicherheit hat. Dann müsste das hinterlegte Geld an die Bank verpfändet werden. Freigabe nur nach Abstimmung mit der Bank. Verursacht der Bank auch Aufwand und Kosten.
Oder such Dir eine Bank, die eine längere frei Zeit anbietet - die kalkuliert es dann aber in den Zins ein. Der Bank entstehen tatsächlich Kosten, wenn sie Dir ein Darlehen zusagt, selbst wenn es nicht ausgezahlt ist. Es muss z.B. Eigenkapital unterlegt werden.

Aber wie immer: Fragen hilft, vielleicht kommt sie Euch bei den doch guten Finanzierungsrelationen entgegen.
 
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