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Wie leisten sich denn alle ein Haus?

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Guten Abend,

ich möchte "das Pferd mal von einer anderen Seite aufzäumen ;)

ich bin neu hier, da das Eigenheim bei uns immer mehr zum Thema wird. Insbesondere weil so ziemlich alle Freunde derzeit bauen/gebaut haben und uns anstecken
Das ist aktuell ein heikles Thema (aus meiner Sicht); die niedrigen Zinsen "verleiten" Menschen zum Hausbau. Auch jene, für welche ein Haus zu bauen bis dato kein Thema, für andere wiederum überhaupt nicht finanzierbar gewesen wäre. Das hat zur Folge, das der Gebrauchtmarkt danieder liegt - wird sich in 5 Jahren schlagartig ändern -, die Grundstückspreise utopische Höhen ansteuern; der Markt der ETW spürbar ausgebremst wird. Und - bedingt durch das I-Net - zunehmend widersinnige Beratungsgespräche geführt werden müssen. VerkäuferINNEN ohne Gewissen haben aktuell ganzjährig Weihnachten :mad:

Wir sind 26 und 31 Jahre alt und haben ein Nettoeinkommen von knapp 4.000 Euro. Das würde ich eigentlich als ganz okay bezeichnen.
Das möchte ich aber auch meinen. Mein Sohn hat studiert, ich weiß, wie viel Geld das alles kostet; gibt es nicht das Portemonnaie Eltern, klopft die Bank bald nach Ende des Studiums an die Türe. EK aufzubauen ist in den ersten Jahren im Job recht schwer, zumal der Wunsch nach "endlich mal leben" im Fokus steht, was ich gut nachvollziehen kann. Diesbezüglich würde ich mir auch kein schlechtes Gewissen aufoktruieren lassen.

Wie machen das all die anderen Leute? Die sind etwa im gleichem Alter wie wir, auch seit 3-5 Jahren aus dem Studium draußen und bauen sich große, schöne EFH (viel größer als ich mir unseres vorstelle) in toller Lage. Und leben auch weiterhin ohne auf Freizeit etc. zu verzichten.
Es gab da zur Bankerzeit Meinereiners so einen schönen Spruch, welcher sinngemäß so lautete: "Menschen kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, von Geld, was sie nicht haben, um andere zu beeindrucken, die sie nicht mögen". Das ist auch heute noch viel Wahres dran; nicht jeder Urlaub ist bar bezahlt, dafür liegt aber der KfZ-Brief bei der Bank ;)

Vor nicht allzu langer Zeit mussten wir die Optik des Neubau´s nicht vordergründig nach dem Geschmack der Bauherren planen, sondern mit dem Ziel, daß sie die Architektur des Nachbarn übertrumpft (finde den Fehler). Manchmal, aber nur manchmal ....

Seh ich das ganze irgendwie zu verbissen? Oder verdienen wir gar nicht so gut wie ich dachte? Oder ist das völlig normal mit mitte zwanzig/anfang dreissig 50.000 Euro auf der hohen Kante zu haben?
Das ist immer die Frage von Einkommen und Anspruch an´s eigene Leben. BeHaElJa genügt der Urlaub an der Ostsee - auch wenn er mit Abstrichen zu Buche schlug; Du genießt eher die Vorzüge des monatlichen Gehaltes mit Blick auf Mehrwert eigenes Leben. Weder das eine ist gut, noch das andere weniger gut; es kommt halt darauf an ...

Ich frage mich - ähnlich wie Yvonne - ob es sinnig ist, sich in jungen Jahren an einen Ort/ein EFH fest zu binden. Es sei denn natürlich, Du hast klassische Vorstellungen vom Verlauf Deines Lebens und willst alle Abweichungen davon diesem Plan unterordnen.

Anyway ... es muß auch Mieter geben; wo kämen denn die Kapitalanleger sonst hin :D

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Ich denke auch, dass das größtenteils am Ausgabeverhalten liegt. Wenn ich nur im Kollegenkreis (mit ähnlichem Einkommen) gucke, dann hat halt der eine eine 60qm Wohnung am Stadtrand, der andere 120qm im Zentrum. Das sind dann locker 500 Euro monatlicher Unterschied bei der Miete, was sich ganz schnell zu einer hübschen Summe Eigenkapital läppert. Genauso beim Thema Auto, der eine hat keins, der andere "braucht" für jeden Partner alle drei Jahre einen Neuwagen. Wer von beiden ein Haus bauen kann, dürfte klar sein.
 
Schon mal sehr lieben Dank für alle Antworten!
Der Gedanke ans Eigentum ist uns eigentlich gekommen, als wir mal hochgerechnet haben wieviel Kaltmiete wir zusammen (zeitweise 2 Wohnungen) in den letzten 8 Jahren bezahlt haben. Als die Summe von 86.400 Euro auf dem Taschenrechner zu sehen war, sind uns die Augen rausgefallen. Und dann haben wir all die anderen Bauherren gesehen und uns gedacht: Wenn die das können, dann können wir das auch.

Oberste Prio ist, dass wir im Jahr 2045 komplett fertig sind. Und daher haben wir gedacht es wäre am besten frühstmöglich anzufangen. Wir rechnen damit, dass wir in 2-3 Jahren die Immo beziehen. Daher mal grob mit 25 Jahren laufzeit gerechnet. Bis dahin haben wir sicher noch 20.000 angespart. Sind aber als EK immer noch recht wenig.

Diese 1.200 zurück zu legen, geht schlecht, da wir ja Miete bezahlen müssen. Das wäre ja die totale Doppelbelastung.

Hier kommt mein monatliches Haushaltsbuch (ich hab das noch nicht vorhandene Kind schon dazu gerechnet):

Nebenkosten 300 Euro
Verpflegung/Hygiene/Kinderartikel 450 Euro (112/Woche)
Verpflegung Büro 110 Euro (22 x 5 Euro)
Kindergarten 100 Euro
Handy/Internet 100 Euro
Tanken 200 Euro (2 Autos)
Kfz-Steuer 20 Euro (2 Autos)
Kfz-Versicherung 150 Euro (2 Autos)
Haftpflichtvers. 5 Euro
Rechtschutzvers. 25 Euro
Hausratvers. 15 Euro
Gebäudevers. 10 Euro
Lebensversicherung. 10 Euro
Berufsunf. 70 Euro
Zahnzusatzvers. 40 Euro
Freizeit/Kleidung/Musikunterr./Sport etc 400 Euro
Sparen 200 Euro
Urlaub 200 Euro (2 Erwachsene,1 Kind)

= 2.400 Euro

Wenn ich nur noch TZ arbeite, dann werden aus den 4.000 Euro einkommen nur noch 3.400 Euro. 180 Euro kommen noch dazu also ein Einkommen von 3580 Euro. Minus der Ausgaben von 2.400 Euro bleiben dann noch genau 1.180 Euro für die Rate :)
Klar haben wir vor, so viel wie möglich reinzubuttern solang wir noch keine Kinder haben.
 
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Dann zieht doch erst mal zusammen, bevor ihr das Wagnis Haus eingeht....^^

oder ne überschaubare ETW in guter Lage. Für den Anfang. Aber das ist neu in BaWü auch teuer...:(
 
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