Hausbau ausgeben Arbeitgeber einschränken

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500€ ist aber schon ne Menge! Das können sich wohl die wenigsten nebst Sparen und Hausbau leisten!
Wobei wir das, unabhängig davon ob wir es uns leisten können oder nicht, gar nicht wollen und brauchen und darum bin ich (persönlich) froh ;)[/QUOTE]

Das ist echt eine interessante Wahrnehmung. 6000€ im Jahr für die Freizeit und vor allem Urlaub von 4! Leuten empfinde ich als sehr wenig. In meinem Umfeld geht das locker allein für Urlaub (und das nicht unbedingt für 4 Leute) drauf.

Das ist echt der mit Abstand interessanteste Thread, seitdem ich mitlese. Mir wird einiges klar. Und die viel zitierte Prioritätensetzung ist echt extrem. Die einen brauchen scheinbar kaum etwas Kostenpflichtiges. Sie haben ja ein schönes Haus. Die anderen würden dieses Haus unter denselben Umständen dann als Gefängnis empfinden.

Interessant ist auch, wie von vielen Überzeugten, sparsamen Häuslebauern denjenigen, die mehr Geld anderswo ausgeben, unterstellt wird, sie seien verschwenderisch. Ich stehe z.B. nicht so sehr auf technischen Schnickschnack, Klamotten etc. Essen gehen, ausgehen, Kultur, reisen kostet aber eben auch alles Geld.
 
S

Skaddler

Guest
Genau, finde ich auch. Wir machen schon sehr Jahren, als der Bau noch gar nicht zur Debatte stand und kein Kind im Freundeskreis da war, Urlaub mit unseren Freunden zusammen in diversen Ferienhäusern. Der Grund: wir wohnen so verstreut im Land, dass dies die einzige Möglichkeit ist, dass alle mal für eine Zeit zusammen sind. Das ist natürlich deutlich günstiger als Flüge in die Sonne, aber uns ist das wichtiger. Technik ist und ebenso wenig wichtig, wie schauen z. B. kaum TV und müssen da also nicht groß investieren. Dafür ließ ich beim Fußball tausende Euro für Fahrten durch Europa über Jahre. Prioritäten ...
 
Guten Morgen,

einige von euch beschreiben eben das, was ich meinen Kunden empfehle, gerade nicht zu tun. Nämlich den Besitz eines Hauses dem restlichen Leben unterzuordnen!

€ 100,00/Monat für ein Handy war bis vor Kurzem überhaupt nicht so ungewöhnlich; erst mit zunehmendem Wettbewerb/Rechtsprechung hat sich der Anbietermarkt für Jedermann spürbar bewegt. Deshalb möchte ich trotzdem keinen Aldi-Tarif; ich brauche mein Handy im Job, brauche Empfangsstärke und will auch nicht darauf warten müssen, daß mein Tarif wieder "frei geschaltet" wird. Ich gehöre aber auch nicht zu jenen, welche das Handy über den monatlichen Tarif zahlen, noch unterliege ich dem Zwang, immer das neueste Handy besitzen zu müssen. Mein Handy gehört mir, es muß zuverlässig seinen Job machen und die Betriebskosten müssen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur Nutzung stehen; die Neuanschaffung steht im Schnitt alle 3-4 Jahre an.

Ich habe auch keinen Arbeitgeber, welcher mir mein Handy - noch dessen Verbrauchskosten finanziert, noch einen Firmenwagen, welcher mich nur die 1%- Regel und gelegentliche Privatfahrten kostet. Auch steht mir keine Kantine zur Verfügung; dafür kenne ich in meinem Gebiet die Café´s, Kneipen und Restaurant´s sehr gut. Ich muß häufig Zeit überbrücken, entweder weil ich zu früh am Ziel bin oder ein Termin ausgefallen ist. Diese Zeit nutze ich - je nach Uhrzeit, einen Kaffee zu trinken oder aber zu essen. Denn es nutzt mir herzlich wenig, daß ich wohl gut kochen kann (sagt jedenfalls Meinereiner) wenn es tagsüber zeitlich nicht hinkommt oder es aber abends so spät wird, daß ich schlicht keine Lust mehr dazu habe. Zudem: Tagesfreizeit "ist" nicht selten ein kleiner Urlaub vom Alltag ;)

Ich erinnere mich noch gut, was uns unsere beiden Babies gekostet haben; gehe aber nicht weiter darauf ein, da es schlicht andere Zeiten waren. Dafür sehe ich heute an meiner Enkelin, was ein Kind kostet; mit € 100,00 kommen wir nicht hin und wir sind auch schon gefühlte 100 Mal und häufiger auf dem Spielplatz gewesen. Jetzt läßt sich einwenden, daß Opa´s & Oma´s zu allen Zeiten freizügiger waren; rechne ich diesen Bonus ab, ist es immer noch nicht mit der genannten Summe getan.

Im Moment haben wir einen "Lauf" - erst die Waschmaschine, dann die Spülmaschine im Orff. Seit letzter Woche eine größere Reparatur am Auto; der bereit gestellte Ersatz des Sohnemanns will ein Mäusekino sein, also auch ab in die Werkstatt. Ich hoffe, das war´s jetzt!

Was ich damit sagen will - nicht jede Lebenssituation läßt sich übertragen, die Lebenseinstellung des Einzelnen bewerten. Auch, wenn ihr alle schreibt, daß Niemand verurteilt wird, so bleibt doch der spürbare Druck zurück: "was mache ich nur falsch? - "muß ich quasi asketisch leben, ein Haus bauen zu können" Und was ihr scheinbar alle nicht auf der Uhr habt, sind Rücklagen für erforderliche Neuanschaffungen.

Ein EFH zu bauen, muß Leben möglich sein lassen und zwar Leben, wie es sich der jeweils Einzelne vorstellt!

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Es gibt sicher Jahre an denen geben (bzw. gaben) wir auch mal die 6000€ aus für Urlaube, Freizeit etc.
Hat man aber den Fokus auf dem Neubau oder Kauf einer Immobilie und nicht Unmengen an Geld zur Verfügung, dann ist das doch der erste Punkt den man einsparen kann. Da es auch so viele andere Möglichkeiten gibt, muss das nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten.
Wer sich nicht einschränken will, sollte überlegen ob das Projekt Hausbau für ihn überhaupt sinnvoll ist. Man muss ja nicht alles machen, nur weil es gerade so viele Leute tun.
 
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S

Skaddler

Guest
Genau Bauexperte. Unterordnen würden wir unser Leben dem Haus definitiv nicht. Wir bauen, auch weil es unsere finanzielle Lage zulässt, ohne dass wir uns einschränken müssen. Einen günstigen Handyvertrag hatten wir schon vorher und auch unsere Telefon- und Internetrechnung wurde schon vor der Bauidee vom Arbeitgeber meiner Frau gezahlt etc. Nur so (weitere Punkte siehe oben) kamen wir auf eine Sparquote von knapp 2.000 Euro im Monat, weshalb 1.500 Euro Zins und Tilgung drin sind und dennoch etwas gespart werden kann. Ansonsten würden wir das nicht machen - wie gesagt, das Haus ist für uns, nicht wir arbeiten für das Haus.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Ein EFH zu bauen, muß Leben möglich sein lassen und zwar Leben, wie es sich der jeweils Einzelne vorstellt!
Das ist richtig!!!!!
Ist das aber nicht möglich sollte man das auch akzeptieren und es sein lassen. Wenn man dennoch am Eigenheim festhält, dann kommt dieser Thread zu Tage in dem gefragt wird, wie andere das können. ;)
Nie wieder in den Urlaub zu fahren wäre für mich keine Alternative! Aber man merkt bei solchen Diskussionen und auch im Freundeskreis schnell, dass andere Leute viel Geld für Dinge ausgeben die man selbst überhaupt nicht braucht. Das kann natürlich jeder gern tun, zeigt aber nur dass unterschiedliche Lebenseinstellungen auch zu unterschiedlichen finanziellen Situationen führen.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
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