Schallschutz: Dicke d. Hohlraumdämmung Innenwand?

"Innenausbau / Holzbau / Schreiner" erstellt 9. 07. 2018.

Schallschutz: Dicke d. Hohlraumdämmung Innenwand? 4.6 5 5votes
4.6/5, 5 Bewertungen

  1. Don_Mikele87

    Don_Mikele87

    15. 08. 2017
    26
    7
    Frage / Anliegen:

    Sollte die Dicke der Dämmung der Ständerdicke entsprechen oder kleiner sein?

    Hallo Zusammen,

    heute bin ich in Sachen Schallschutz unterwegs. Wir bauen aktuell die Wände für unser EFH in Zusammenarbeit mit einem lokalen Zimmerer. Speziell bei der Ausführung der Dämmung der Innenwände gibt es Abweichungen / Meinungsdifferenzen zwischen Architektin u. Handwerker:

    Der Wandaufbau ist wie folgt (von links nach rechts):

    12,5 mm Gipskarton
    15 mm OSB
    120 mm Holzständer inkl. Hohlraumdämmung
    15 mm OSB
    12,5 mm Gipskarton

    Als Dämmung wird Mineralwolle genutzt.

    Das Problem:
    Der Zimmerer möchte den Hohlraum mit 120mm breiter Dämmung füllen, also die komplette Ständertiefe ausfüllen. Lt. Architektin ist zwecks Schalloptimierung aber eine Füllung mit nur 40-60 max. besser.

    Nun stehe ich als Laie dazwischen und versuche Licht ins Dunkel zu bringen. Fragt man in einschlägigen Suchmaschinen nach, so bekommt man verschiedene Argumentationen:

    1. Pro 40-60 mm: Dämmung verbindet beide Wände nicht, Luftraum absorbiert etc. ->Schalltechnisch besser
    2. Pro 120 mm: Mehr Dämmung = mehr Masse; -> Mehr Masse absorbiert Schall besser.

    Gibt es hier Expertenmeinungen die entweder das eine oder das andere bestätigen / widerlegen können? Eigene Erfahrungen? Es geht erstmal nur um die Dicke der Hohlraumdämmung, nicht um sonstige Schallschutzaspekte wie schwingungsfreie Aufhängung etc.

    Vielen Dank vorab!
     
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  3. world-e

    world-e

    5. 10. 2015
    420
    37
    Ein Zimmerer der Mineralwolle in Wände einbaut? Unserer Zimmerer wurde das nie machen, sondern nur Holzfaserdämmung verbauen. Im "STEICO Konstruktionsheft Innenwand" wird geschrieben, dass eine 80% Füllung für den Schallschutz empfehlenswert ist. Ob das für Mineralwolle auch zutrifft weiß ich allerdings nicht.
     
  4. Don_Mikele87

    Don_Mikele87

    15. 08. 2017
    26
    7
    super, danke für das Feedback. dann habe ich einen weiteren Recherche-Ansatzpunkt :)

    letztlich verbaut er das, was der Bauherr bestellt hat. Und das ist wiederum abhängig vom Budget ;-) Ihm wäre einblasen wahrscheinlich auch lieber gewesen...
     
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  5. Knallkörper

    Knallkörper

    19. 07. 2016
    1.831
    457
    Aus meiner Sicht ist beides irreführend.

    1. Die Verbindung der Wände durch die Dämmung ist für die Schallübertragung nicht relevant, dafür ist die Dämmung nicht steif genug. Wenn überhaupt dürfte es einen positiven Effekt haben, dass die Dämmung anliegt: Dann sind beide Wandscheiben etwas stärker bedampft, d.h. können nicht frei schwingen. Die Übertragung von Schall von einer Wand zur anderen wird allerdings durch die Holzkonstruktion "übernommen".
    2. Mehr Masse ist ein schwaches Argument, das sind wohl nicht mehr als 5 kg pro Quadratmeter?

    Viel wichtiger ist, dass die flankierenden Teile gut entkoppelt werden, also z.B. auch der Estrich, und dass du dir keine Schallbrücken einbaust.
     
  6. Don_Mikele87

    Don_Mikele87

    15. 08. 2017
    26
    7
    vielen Dank, das beruhigt schon mal etwas.

    Bzgl. Schallbrücken: Der Estrich wird selbstverständlich mit Fugenband entkoppelt. Ansonsten bauen wir ja auch die Innenwände in Holzständerweise, darauf aufliegend dann die Deckenbalken. Die Hohlräume werden auch hier wieder entsprechend gedämmt und die Rigipsbeplankung der Wand auch bis zur OK der Deckenbalken durchgezogen - also wie eine Art Burgmauer. Erst dann erfolgt die Beplankung der Decke und der Stoß an die Wand. Ich hoffe man versteht was ich hier laienhaft versuche zu sagen ^^

    ist es notwendig, dass die Deckenbalken auf einer Art Dichtband liegen, um diese zu entkoppeln? Wie sieht das aus bei der abschließenden Beplankung der Decke, also an den Stellen wo wie oben beschrieben die Deckenbeplankung an die Wand stößt? Habe ich sonst noch größere Punkte vergessen? (Evtl.Nutzung von schallabsorbierenden Spezialplatten, zumindest für die Schlafzimmer und den Technikraum).
     
  7. D.S._

    D.S._

    12. 07. 2018
    2
    1
    Wie sieht denn der Deckenaufbau aus ? Zwischen der Wand und der Decke sollte auf jeden Fall entkoppelt werden.
    Teildämmung der Wände ist sinnvoller als Volldämmung. Um den Schallschutz zwischen zwei Räumen zu verbessern, kann es auch schon helfen Wände doppelt zu beplanken, um so die Masse zu erhöhen.
    (Und zum Beispiel Gipsfaserplatten anstelle von Gipskartonplatten zu verwenden)
     
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