ᐅ MALM Bett quietscht bei veränderten Temperaturen – sollte ich was tun?
Erstellt am: 21.01.20 09:37
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Nonti5Hallo zusammen,
ich habe seit einiger Zeit ein Malm Bett von IKEA, das im normalen Gebrauch eigentlich sehr bequem ist. Allerdings hat sich bei mir inzwischen folgendes Problem eingestellt: Wenn sich die Raumtemperatur ändert – zum Beispiel von der warmen Heizungsluft am Tag zu kühleren Temperaturen nachts oder umgekehrt – dann beginnt das Bett zu quietschen. Das Geräusch entsteht meist beim Aufstehen oder Umdrehen und klingt, als ob Teile im Rahmen leicht aneinander reiben oder sich minimal verschieben.
Ich frage mich jetzt, ob ich da aktiv etwas tun sollte oder ob das „normal“ bei Holz- oder Pressspanmöbeln ist, gerade mit Temperaturwechseln? Gibt es eine Möglichkeit, das Quietschen zu verhindern oder wenigstens deutlich zu reduzieren, ohne das Bett auseinanderzunehmen?
Ich habe schon überlegt, ob es hilft, alle Schrauben nochmal festzuziehen oder vielleicht etwas reinzuschmieren, aber ich möchte auch nichts falsch machen und das Möbelstück beschädigen.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht Tipps, wie ich das Problem vernünftig angehen kann? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
ich habe seit einiger Zeit ein Malm Bett von IKEA, das im normalen Gebrauch eigentlich sehr bequem ist. Allerdings hat sich bei mir inzwischen folgendes Problem eingestellt: Wenn sich die Raumtemperatur ändert – zum Beispiel von der warmen Heizungsluft am Tag zu kühleren Temperaturen nachts oder umgekehrt – dann beginnt das Bett zu quietschen. Das Geräusch entsteht meist beim Aufstehen oder Umdrehen und klingt, als ob Teile im Rahmen leicht aneinander reiben oder sich minimal verschieben.
Ich frage mich jetzt, ob ich da aktiv etwas tun sollte oder ob das „normal“ bei Holz- oder Pressspanmöbeln ist, gerade mit Temperaturwechseln? Gibt es eine Möglichkeit, das Quietschen zu verhindern oder wenigstens deutlich zu reduzieren, ohne das Bett auseinanderzunehmen?
Ich habe schon überlegt, ob es hilft, alle Schrauben nochmal festzuziehen oder vielleicht etwas reinzuschmieren, aber ich möchte auch nichts falsch machen und das Möbelstück beschädigen.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht Tipps, wie ich das Problem vernünftig angehen kann? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
Hallo Nonti5,
erstmal danke für die genaue Beschreibung deines Problems, das hilft schon sehr bei der Einschätzung. Dass ein MALM Bett bei Temperaturschwankungen quietscht, ist tatsächlich keine völlig ungewöhnliche Sache. Holz und Holzwerkstoffe wie MDF oder Spanplatten reagieren auf Feuchtigkeit und Temperatur, indem sie sich minimal ausdehnen oder zusammenziehen. Wenn das Möbelstück dabei leicht schwergängig an Verbindungsstellen ist, kann das eben zu so einem Quietschen führen.
Ein guter erster Schritt ist tatsächlich, die Schrauben und Verbindungen zu prüfen und gegebenenfalls vorsichtig nachzuziehen, ohne zu überdrehen. Dadurch kannst du vermeiden, dass das Bett wackelt oder sich bewegt – solche kleinen Bewegungen fördern Geräusche.
Ein bewährter Tipp ist, die Metallverbindungen oder Schrauben mit etwas Schmiermittel, beispielsweise einem öligen Spray oder Wachs, zu behandeln. Dabei solltest du aber sorgfältig vorgehen und das Schmiermittel wirklich nur an den Kontaktstellen verwenden, um keine Flecken auf Holzoberflächen zu bekommen.
Zusätzlich kannst du versuchen, kleine Filz- oder Gummipuffer an den Stellen einzusetzen, wo Holz auf Holz oder Metall auf Holz trifft. Das dämpft Reibungen und kann das Quietschen effektiv reduzieren.
Falls das Bett Jahr älter ist, lohnt sich auch ein Blick auf eingelagerte Mulden, Risse oder beschädigte Verbindungen – wenn hier Feuchtigkeit eingedrungen ist, kann das vermehrtes Quietschen verursachen.
Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter! Falls du magst, kann ich dir auch ein paar Quellen oder IKEA-spezifische Hinweise schicken, die sich mit dem MALM Bett beschäftigen.
Viel Erfolg!
erstmal danke für die genaue Beschreibung deines Problems, das hilft schon sehr bei der Einschätzung. Dass ein MALM Bett bei Temperaturschwankungen quietscht, ist tatsächlich keine völlig ungewöhnliche Sache. Holz und Holzwerkstoffe wie MDF oder Spanplatten reagieren auf Feuchtigkeit und Temperatur, indem sie sich minimal ausdehnen oder zusammenziehen. Wenn das Möbelstück dabei leicht schwergängig an Verbindungsstellen ist, kann das eben zu so einem Quietschen führen.
Ein guter erster Schritt ist tatsächlich, die Schrauben und Verbindungen zu prüfen und gegebenenfalls vorsichtig nachzuziehen, ohne zu überdrehen. Dadurch kannst du vermeiden, dass das Bett wackelt oder sich bewegt – solche kleinen Bewegungen fördern Geräusche.
Ein bewährter Tipp ist, die Metallverbindungen oder Schrauben mit etwas Schmiermittel, beispielsweise einem öligen Spray oder Wachs, zu behandeln. Dabei solltest du aber sorgfältig vorgehen und das Schmiermittel wirklich nur an den Kontaktstellen verwenden, um keine Flecken auf Holzoberflächen zu bekommen.
Zusätzlich kannst du versuchen, kleine Filz- oder Gummipuffer an den Stellen einzusetzen, wo Holz auf Holz oder Metall auf Holz trifft. Das dämpft Reibungen und kann das Quietschen effektiv reduzieren.
Falls das Bett Jahr älter ist, lohnt sich auch ein Blick auf eingelagerte Mulden, Risse oder beschädigte Verbindungen – wenn hier Feuchtigkeit eingedrungen ist, kann das vermehrtes Quietschen verursachen.
Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter! Falls du magst, kann ich dir auch ein paar Quellen oder IKEA-spezifische Hinweise schicken, die sich mit dem MALM Bett beschäftigen.
Viel Erfolg!
Ianlau schrieb:
Ein guter erster Schritt ist tatsächlich, die Schrauben und Verbindungen zu prüfen und gegebenenfalls vorsichtig nachzuziehenIch möchte dem nur zustimmen und ergänzen, wie ich das üblicherweise angehe, wenn bei einem Möbelstück aus Holz oder Holzwerkstoffen kleinere Geräusche auftreten:
1. Reinigung der Verbindungen: Manchmal sammeln sich Staub oder kleine Holzpartikel zwischen Verbindungsstellen, die die Geräusche verstärken. Zuerst mit einem Staubsauger oder einem trockenen Tuch reinigen.
2. Schrauben überprüfen: Mit einem passenden Schraubendreher alle sichtbaren Schrauben und Verbindungsbeschläge leicht festziehen. Achtung: Nicht überdrehen, sonst beschädigt man das Gewinde oder das Material.
3. Gleitmittel verwenden: Wenn es zwischen Metallteilen oder zwischen Metall und Holz quietscht, helfen oft kleine Tropfen eines trockenen Schmiermittels (z.B. Silikonspray). Bei Holz auf Holz empfiehlt sich eher ein Wachsstift oder Möbelwachs, um Reibung zu minimieren.
4. Filz- oder Gummipuffer anbringen: An den Kontaktstellen Holz auf Holz direkt eine Schneide Filzgleiter oder dünne Gummistreifen kleben. Das dämpft Bewegungen und reduziert Geräusche deutlich.
Falls du das Bett öfter bewegt hast oder der Aufbau nicht 100%ig fest ist, kann auch eine erneute feste Verbindung Wunder wirken.
Wichtig: Schau auch mal in die Montageanleitung von IKEA – oft gibt es dort hilfreiche Tipps und Warnungen speziell für das Modell.
Falls du magst, kann ich dir auch eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammenstellen, die du praktisch abarbeiten kannst.
Hallo Nonti5,
ich kann das Thema aus einer technischen Sicht nochmal vertiefen, da ich schon einige Möbel von IKEA zerlegt, repariert und optimiert habe – und das Quietschen durch Temperaturschwankungen kenne ich auch gut.
Grundsätzlich ist es so: MALM-Betten bestehen aus Spanplatten und MDF, die beschichtet sind, und der Rahmen hat Metallverbindungen und Schrauben. Die betroffenen Materialien reagieren auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf unterschiedliche Weise:
- Spanplatten quellen etwas auf, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, und schrumpfen bei trockener Luft.
- Die Metallteile reagieren kaum auf Temperatur.
- Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten führen dazu, dass sich dabei kleine Spannungen aufbauen, die wiederum zu Bewegungen und den nervigen Quietschgeräuschen führen können.
Das Quietschen entsteht also oft an Verbindungsstellen, die nicht 100% fest sind oder wo Teile aneinander reiben.
Hier mein konkreter Vorschlag zum Vorgehen:
1. Sichtprüfung: Kontrolliere zuerst alle Verbindungen, um lockere Schrauben oder verbogene Winkel auszuschließen.
2. Nachziehen: Ziehe alle Schrauben mit dem passenden Werkzeug an. Ein Akkuschrauber mit Drehmomenteinstellung kann helfen, nicht zu viel Kraft auszuüben.
3. Reibflächen behandeln: Schrauben lösen, die Verbindungsflächen mit feinem Schleifpapier (Körnung 220-320) ganz leicht anschleifen, um alte Lackreste oder Schmutz zu entfernen. Das schafft einen glatten Untergrund.
4. Schmierstoffe: Zur Behandlung empfiehlt sich ein trockener Schmierstoff wie PTFE-Spray oder Möbelwachs (kein Öl!), um Staubanziehung zu minimieren und Reibung zu minimieren.
5. Gleitmaterialien: Dünne Lagen dünnen Zellstoff-Papiers (etwa wie Backpapier) oder Filz unter die Verbindungsstellen klemmen. Das nimmt Druck und wirkt dämpfend.
6. Montage: Alles wieder zusammenbauen und anschließend mindestens 24 Stunden ruhen lassen, damit sich das Material setzen kann.
Falls du das Bett oft verschiebst oder es stärker belastet wird (z.B. schlafen zu zweit mit hohem Gewicht), empfehle ich außerdem, die Tragfähigkeit zu prüfen und eventuell zusätzliche Stützen einzubauen.
Eine Frage noch: Wie alt ist dein Bett genau und wie intensiv wird es benutzt? Das kann nämlich die Abnutzung darstellen, die man anders behandeln müsste.
Viel Erfolg!
ich kann das Thema aus einer technischen Sicht nochmal vertiefen, da ich schon einige Möbel von IKEA zerlegt, repariert und optimiert habe – und das Quietschen durch Temperaturschwankungen kenne ich auch gut.
Grundsätzlich ist es so: MALM-Betten bestehen aus Spanplatten und MDF, die beschichtet sind, und der Rahmen hat Metallverbindungen und Schrauben. Die betroffenen Materialien reagieren auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf unterschiedliche Weise:
- Spanplatten quellen etwas auf, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, und schrumpfen bei trockener Luft.
- Die Metallteile reagieren kaum auf Temperatur.
- Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten führen dazu, dass sich dabei kleine Spannungen aufbauen, die wiederum zu Bewegungen und den nervigen Quietschgeräuschen führen können.
Das Quietschen entsteht also oft an Verbindungsstellen, die nicht 100% fest sind oder wo Teile aneinander reiben.
Hier mein konkreter Vorschlag zum Vorgehen:
1. Sichtprüfung: Kontrolliere zuerst alle Verbindungen, um lockere Schrauben oder verbogene Winkel auszuschließen.
2. Nachziehen: Ziehe alle Schrauben mit dem passenden Werkzeug an. Ein Akkuschrauber mit Drehmomenteinstellung kann helfen, nicht zu viel Kraft auszuüben.
3. Reibflächen behandeln: Schrauben lösen, die Verbindungsflächen mit feinem Schleifpapier (Körnung 220-320) ganz leicht anschleifen, um alte Lackreste oder Schmutz zu entfernen. Das schafft einen glatten Untergrund.
4. Schmierstoffe: Zur Behandlung empfiehlt sich ein trockener Schmierstoff wie PTFE-Spray oder Möbelwachs (kein Öl!), um Staubanziehung zu minimieren und Reibung zu minimieren.
5. Gleitmaterialien: Dünne Lagen dünnen Zellstoff-Papiers (etwa wie Backpapier) oder Filz unter die Verbindungsstellen klemmen. Das nimmt Druck und wirkt dämpfend.
6. Montage: Alles wieder zusammenbauen und anschließend mindestens 24 Stunden ruhen lassen, damit sich das Material setzen kann.
Falls du das Bett oft verschiebst oder es stärker belastet wird (z.B. schlafen zu zweit mit hohem Gewicht), empfehle ich außerdem, die Tragfähigkeit zu prüfen und eventuell zusätzliche Stützen einzubauen.
Eine Frage noch: Wie alt ist dein Bett genau und wie intensiv wird es benutzt? Das kann nämlich die Abnutzung darstellen, die man anders behandeln müsste.
Viel Erfolg!
kibutar schrieb:
Eine Frage noch: Wie alt ist dein Bett genau und wie intensiv wird es benutzt?Danke für die ausführliche Erklärung! Mein Bett ist jetzt etwa 1,5 Jahre alt, also noch relativ neu. Es wird täglich von mir alleine genutzt, ich schlafe meistens nachts darin und nutze es ansonsten eher normal als Ort zum Lesen oder gelegentlich zum Arbeiten mit Laptop.
Ziehen, Schieben oder größere Belastungen gibt es eigentlich nicht, ich achte schon darauf, dass die Haut immer gleichmäßig belastet wird. Das Quietschen ist vor allem an kühleren Morgenstunden zu hören, aber bei wärmeren Nachmittagen wenn die Temperatur wieder steigt, fällt es auch auf.
Den Tipp mit dem Schleifpapier und Möbelwachs habe ich verstanden, traue mir das aber im Moment nicht ganz zu, weil ich Sorge habe, dass ich etwas beschädigen könnte. Ich werde aber mal erstmal alle Schrauben kontrollieren und gegebenenfalls nachziehen.
Falls das Quietschen danach nicht weg ist, könnte ich mich nochmal melden und dann schauen wir, ob ich die Reibflächen behandle. Vielen Dank bis hierhin!
Super, dass du die Schrauben nochmal checkst! 🙂
Das Quietschen bei Temperaturwechseln kenne ich auch von meinem MALM Bett – echt nervig, wenn man gerade aufsteht und das Bett knarzt.
Kleiner Tipp von mir, was manchmal super hilft: Falls die Schrauben fest sind und trotzdem Geräusche bleiben, test mal, ob du bei den Berührungsflächen der Holzplatten ganz dünn etwas Kerzenwachs (so ein Bienenwachs) verteilen kannst. Das reduziert die Reibung und sorgt für leiseres Gelenkspiel.
Gar kein Stress! Schrauben nachziehen ist der beste erste Schritt, alles weitere kann man in Ruhe ausprobieren.
Und falls da doch mal was schief läuft, das Bett lässt sich ja meistens gut wieder auseinanderbauen und neu justieren – keine Panik :-)
Halt uns auf dem Laufenden, wie es bei dir weitergeht!
Das Quietschen bei Temperaturwechseln kenne ich auch von meinem MALM Bett – echt nervig, wenn man gerade aufsteht und das Bett knarzt.
Kleiner Tipp von mir, was manchmal super hilft: Falls die Schrauben fest sind und trotzdem Geräusche bleiben, test mal, ob du bei den Berührungsflächen der Holzplatten ganz dünn etwas Kerzenwachs (so ein Bienenwachs) verteilen kannst. Das reduziert die Reibung und sorgt für leiseres Gelenkspiel.
Nonti5 schrieb:
Den Tipp mit dem Schleifpapier und Möbelwachs habe ich verstanden, traue mir das aber im Moment nicht ganz zu, weil ich Sorge habe, dass ich etwas beschädigen könnte. Ich werde aber mal erstmal alle Schrauben kontrollieren und gegebenenfalls nachziehen.
Gar kein Stress! Schrauben nachziehen ist der beste erste Schritt, alles weitere kann man in Ruhe ausprobieren.
Und falls da doch mal was schief läuft, das Bett lässt sich ja meistens gut wieder auseinanderbauen und neu justieren – keine Panik :-)
Halt uns auf dem Laufenden, wie es bei dir weitergeht!
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