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Grundstück in Hochwasserschutzgebiet - Nicht empfehlenswert?

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Guten Morgen zusammen,

leider sind wir immer noch auf der Suche nach einem Grundstück, da es beim letzten doch nicht geklappt hat. Wir haben ein Neues gefunden, dass von vielen Randbedingungen her günstig sind und wir uns deshalb überlegen uns zu bewerben. Der "Haken" ist aber, dass es im Hochwasserschutzgebiet liegt (Schutz bis HQ100) und für HQextrem liegt es theoretisch im Überflutungsbereich. Jedoch wird im Rahmen der Erschließung wie ich es verstanden habe bereits so aufgeschüttet, dass man auch mit dem EG über der prognostizierten Überflutungshöhe liegt. Jedoch muss zur Bestandsbebauung eine 0,5 m hohe Stützwand errichtet werden und die weitere Höhendifferenz angeböscht werden soll. Da stellen sich neben dem Hochwasser natürlich gleich wieder die Nackenhaare auf, wenn ich an den Erdbau denke. Kann jemand berichten was das kostentechnisch für Auswirkungen hat? Hat jemand auch in einem ähnlichen Gebiet schon gebaut? Ich mein der Einfluss auf die Kosten dürfte schon signifikant sein, wenn man Erdbau für Böschung und Stützwand, Ausführung eines wasserdichten Kellers etc. denkt? Der B-Plan legt auch sogar fest:

Zu nennen ist hier der Ausschluss von bestimmten Nutzungen in gefährdeten Geschossen und die Wahl geeigneter Baumaterialien. Auch eine hochwasserangepasste Gründung und Gebäudeausstattung, die
Abdichtung von Ver- und Entsorgungswegen und – ganz entscheidend – die Sicherung der Installationen für Strom, Gas oder von Öltanks sollen dazu beitragen, spätere Schäden und Gefahren zu vermeiden.
Heißt das a) ich darf auf keinen Fall den Keller ausbauen als "Wohnraum" (nur mal so in der Theorie) b) ich muss in jedem Fall den Keller/Bodenplatte gegen Auftrieb sichern und gründen?

Soweit ich das beurteilen kann, muss man wenn man die 0,5 m hohe Stützmauer berücksichtigt, noch eine 1,35 m hohe und 4,4 m tiefe Böschung über ca. 34 laufende Meter erstellen. Demnach, auch wenn schon bei der Erschließung die finale Höhe erreicht wird noch mehr als 200m³ Erde "anfassen".

Sollte man in Anbetracht der Tatsachen die Finger von so etwas lassen?

Grüße
 
Die nächsten Kosten sind dann die exorbitant hohe Wohngebäudeversicherung, wenn man denn eine findet die gegen Hochwasser dann überhaupt versichert...

Ich würds nicht tun - und sicherlich nur ohne Keller.
 
Ich könnte mir schon vorstellen, dort zu bauen. Dabei ist der Preis des Landes doch hoffentlich so günstig, dass er die Kosten für die Spezialgründung ausgleicht?
Keller käme nicht in Frage. Im Gegenteil, hoch hinaus wäre die Devise. Haus anheben und am besten noch auf Stützen stellen.

Wenn man sich die alten Häuser entlang der Elbe ansieht in DD (Heimat), die wurden gleich so gebaut, dass das Erdgeschoss notfalls mit dem Schlauch ausgespült werden kann. Wichtige Sachen werden dann flux ins OG getragen und nach der Flut das EG einmal durchgespült, neu gestrichen und wieder eingeräumt. Naja fast. ;)
 
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Die nächsten Kosten sind dann die exorbitant hohe Wohngebäudeversicherung, wenn man denn eine findet die gegen Hochwasser dann überhaupt versichert...

Ich würds nicht tun - und sicherlich nur ohne Keller.
Hast du konkret Erfahrung mit der Versicherung wie da die Mehrkosten ausfallen können? Nur um ein Gefühl zu bekommen ...

Ich könnte mir schon vorstellen, dort zu bauen. Dabei ist der Preis des Landes doch hoffentlich so günstig, dass er die Kosten für die Spezialgründung ausgleicht?
Keller käme nicht in Frage. Im Gegenteil, hoch hinaus wäre die Devise. Haus anheben und am besten noch auf Stützen stellen.

Wenn man sich die alten Häuser entlang der Elbe ansieht in DD (Heimat), die wurden gleich so gebaut, dass das Erdgeschoss notfalls mit dem Schlauch ausgespült werden kann. Wichtige Sachen werden dann flux ins OG getragen und nach der Flut das EG einmal durchgespült, neu gestrichen und wieder eingeräumt. Naja fast. ;)
Naja, ich würde nicht behaupten, dass das Land deswegen besonders günstig ist ... Um wie viel sollte es günstiger sein um den "Spezialtiefbau" zu berücksichtigen? Ich denke wir reden hier schon von 100.000 Mehrkosten? Oder liege ich komplett falsch?
 
Würde ohne Keller bauen.
Sprich doch mal mit Nachbarn oder anderen Anwohnern in dem Gebiet. Die wissen was sie für Maßnahmen ergriffen haben und was noch nachgebessert wurde. Und vor allem wie oft und wie hoch tatsächlich das Wasser ging
 
Um wie viel sollte es günstiger sein um den "Spezialtiefbau" zu berücksichtigen? Ich denke wir reden hier schon von 100.000 Mehrkosten? Oder liege ich komplett falsch?
Das kommt natürlich auf die Größe an. Wir können nicht wissen, wie die Lage vor Ort ist und wie groß und Lang die Böschungen ect. sind. 100 Riesen scheint mir pauschal viel. Ich hätte jetzt eher was um die 40 bis 50 erwartet. Aber das kann derart verschieden sein. Da braucht es einen Fachmann vor Ort, der die Lage einschätzt.
 

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