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Fernwärme oder eine andere Heizungstechnologie?

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Hallo zusammen,

wir planen aktuell den Bau eines KFW55 Haus in Bayern.

Beheizte Wohnfläche (Fußbodenheizung) wären 160qm. Dazu gibt es noch einen unbeheizten Keller.
Am geplanten Bauort gibt es einen privaten Fernwärmeanbieter, welche einen 10 Jahres-Vertrag anbietet. Anschluss sowie Übergabestation würden vom Erzeuger der Fernwärme gestellt. Die kWh Wärme kostet 8,33 Cent. Eigentlich finde ich dieses Lösung sehr attraktiv, jedoch liest man soviel schlechtes über die Fernwärme.

Eine Wirtschaftsklausel ist im Vertrag enthalten. Diese beunruhigt mich, da ich bei eventuellen Preiserhöhungen somit 10 Jahre an den Vertrag gebunden bin. Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit solchen Fenrwärmeverträgen?
Andere Heizlösungen (möglich sind Wärmepumpe und Pelletheizung, Öl & Vergaserkessel möchte ich nicht, Gasanschluss nicht gegeben) bieten zwar einen geringeren kWh-Preis, jedoch werden hier ja hohe Anfangsinvestitionen fällig. Diese Anfangsinvestitionen schätze ich im Bereich 15.000 - 25.000€. Stimmen diese Beträge circa oder habt ihr bessere Einschätzungen?


Grüße aus Bayern!
 
Mach das. Das ist super. Rechne es mal aus. 15 Ersparnis ist realistisch.
 
Plane die Fußbodenheizung unbedingt so, dass auch eine Wärmepumpe optimal läuft falls Du doch mal umsteigen willst. D.h. auf maximal 30 Grad Vorlauf.

Zu Fernwärme liest man von übermäßig steigenden Preisen.
Grundgebühren fallen nicht an?
Investition wird vermutlich auch nicht bei 0€ sein.

Ansonsten passen Deine Kostenannahmen für die Heizung inkl. Hydraulik für die Warmwasserbereitung und ohne FBH. Wobei es auch für gut unter 10t€ machbar ist für eine effiziente Heizung - falls man bereit ist selber etwas in die Planung einzusteigen.
 
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Vielen Dank soweit für die Antworten!

Die Fußbodenheizung wird auf jeden Fall so geplant, dass ein späterer Wechsel, z.B. auf Wärmepumpe, kein Problem bereitet.

Ja, die Artikel mit den ständig steigenden Preisen habe ich gelesen. Allerdings denke ich, dass es auch Verbraucher geben muss, die keinerlei Probleme mit den steigenden Preisen haben.
Grundgebühren fallen nicht an. Allerdings besteht eine Mindestabnahmemenge von 10.000kWh. Da muss ich mich noch mal genauer informieren sobald die Planung final ist.
Ein Pufferspeicher etc. ist ja bei dieser Lösung auch notwendig, aber Kosten welche bei allen Lösungen anfallen, habe ich nicht mit eingerechnet.

Was genau meinst du mit "in die Planung" einsteigt? Wenn ich dieses Gewerk vergebe, dann wird sich die zuständige Sanitärfirma nicht gerne reinreden lassen.
 
Was genau meinst du mit "in die Planung" einsteigt? Wenn ich dieses Gewerk vergebe, dann wird sich die zuständige Sanitärfirma nicht gerne reinreden lassen.
Das ist der Punkt ;-)
Unsere Sanitärfirma z.B. hat "nur" FBH und Hydraulik nach unseren Vorgaben installiert. Also im Prinzip alles. Nur die LW-Wärmepumpe (kein Split!) haben wir selber gekauft und hingestellt, eigenes Risiko. Es waren nur noch zwei Rohre anzuschrauben, fertig. Und das könnte man auch wieder an einen Dritten vergeben.

Alternative Sole-WP: ist nach Förderung kaum teurer wenn man den Kollektor selber irgendwie günstig als RGK verlegen kann.

Frühe Planung und eigenes Verständnis bei der Heizung helfen da sehr, aber es kostet erst mal eigene Zeit. Hat man die nicht, fände ich das mit der Fernwärme zunächst auch attraktiv, trotz 833€ Fixkosten im Jahr. Aber das ist heute schon nicht wenig und bei Preiserhöhungen hast Du schnell einen Klotz am Bein. Die Frage ist, ob man später wirklich den Energieträger wechseln würde, sobald es teurer wird als Alternativen. Der Pufferspeicher sollte dann z.B. unbedingt wieder rausfliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
15-25 k€ halte ich für etwas sehr hoch gegriffen.
20 k€ kostet dich die gesamte Heizung inkl FBH, Warmwasserspeicher usw. Das hast du aber bei deiner Variante auch.
Nur die reine LWP bekommst du für 4000-7000 Euro, also sagen wir mal fertig installiert so um die 10.000. Mehr sollte das nicht sein.

Bei 160 qm kannst du durchaus auch mal 12-15.000 kWh Heizungsenergie durchjagen, je nachdem, wie muckelig warm ihr es mögt.

8,33 Cent wären etwa 3 Cent mehr, als dich Gas kosten würde. Wären bei 13500 kWh im Jahr gute 400 € Mehrkosten. Das klingt für 10000 Euro Investeinsparung doch recht gut.

Gas und Strom wird auch teurer werden.

Steht in dem Vertrag etwas drin, wie stark der die Preise anheben darf? Wenn nächstes Jahr aus den 8,33 Cent 15 Cent werden, wird es natürlich bitter...

Gruß,

Andreas
 

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