Elektroleitungen nicht alle in Leerrohre verlegt! Was tun?

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Vicky Pedia

Vicky Pedia

Es ist ja mal ein unumstößlicher Fakt, dass die Installation anders als bestellt ausgeführt wurde. Insofern hat der TE einen Anpruch auf Erstattung der eingesparten Rohre. Zudem hat er Anspruch auf eine Wertminderung. Insofern hat @Mycraft vollumfänglich Recht, es wurde eben nicht nach DIN 18015 gebaut. Diese erfordert in der Tat eine Installation in einem Leerrohr. Dies aber nicht um Abel zu schützen, wie hier oft diskutiert (einen Schaden an einem eingeputzen Kabel ist auch bei noch so agilen Kindern nicht zu erwarten). sondern um die Anlage erweitern oder ändern zu können, wenn sich Technologien der Datentechnik ändern. Insofern ist abzuwägen, ob man es ändern lässt (das Recht hättet ihr) oder man sich den erheblichen Mangel auszahlen lässt.
 
N

nordanney

dazu fällt mir der Spruch ein: "Das machen wir schon immer so"

Macht es das besser?
In Bezug auf die bestellte Leistung? Nein.
In Bezug auf eine funktionsfähige Elektroinstallation? Jep, funktioniert schon immer problemlos. Die Probleme fangen frühestens dann an, wenn das Haus sowieso kernsaniert werden muss. Der normalsterbliche Häuslebauer erlebt das nicht.
Im Hinblick auf Datenkabel? Cat7 reicht doch mindestens bis 10 GBit/s. Auch hier ist selbst für die nächsten 30 Jahre Sicherheit gegeben. Es verbaut ja noch nicht einmal jemand Cat7 Dosen.

Deshalb wäre ich entspannt was die Leistungsfähigkeit der Installation für meine Lebenszyklus angeht. Allerdings möchte ich geliefert bekommen, was ich bestelle und bezahle.
 
Zuletzt aktualisiert 27.05.2022
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