Eigenleistung - Was lässt sich bei der Bank gut verkaufen?

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Zuletzt aktualisiert 02.03.2024
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oleda222

  • Estrichdämmung (hab ich da schon Bock darauf...)
Für ca. 180 qm haben wir damit ca. 110 Stunden in Eigenleistung zugebracht. Oben 4 Lagen Dämmung (je 3 cm) und viel Schnitzen wg. Kabeln und Lüftungsrohren und unten 3 Lagen (4, 4 + 5 cm).

Gibt wahrscheinlich keine bessere Arbeit die man auf Knien machen kann, warm und relativ weich, nicht anstrengend aber sehr zeit intensiv...

Und jeder Bauherr macht das besser als der Estrichleger oder der Azubi vom Klempner.
 
G

Grym

Für ca. 180 qm haben wir damit ca. 110 Stunden in Eigenleistung zugebracht. Oben 4 Lagen Dämmung (je 3 cm) und viel Schnitzen wg. Kabeln und Lüftungsrohren und unten 3 Lagen (4, 4 + 5 cm).

Gibt wahrscheinlich keine bessere Arbeit die man auf Knien machen kann, warm und relativ weich, nicht anstrengend aber sehr zeit intensiv...

Und jeder Bauherr macht das besser als der Estrichleger oder der Azubi vom Klempner.
Und wie viel habt ihr gespart (ggü. Einzelauschreibung bzw. was hat der GÜ gutgeschrieben) nach Verrechnung von Material und evtl. Werkzeug?

Edit: Noch eine andere Frage: Was haltet ihr von der Eigenleistung Filigrandecken verspachteln? Oder kostet das nur so wenig, dass es nicht der Rede Wert ist bzw. ist es, warum auch immer, zu schwierig?
 
L

lalala21

Also Estrichdämmung war eine der wenigen schönen und nicht wirklich anstrengenden arbeiten. Das habe dann sogar ich allein hin bekommen
Wir haben bei der Bank 30t€ angegeben. Wurde anstandslos akzeptiert. Allerdings hatte mein Mann relativ viel Freizeit und es war der Bank bekannt, dass es egal ist wie lange wir brauchen.
Aber so viel Betrag an Eigenleistung rein zu bekommen, da braucht man echt viel Freizeit und muss wirklich Handwerklich geschickt sein. Und am besten noch Freunde/Familie die handwerkliche Berufe haben.
 
A

angoletti1

Hallo,

interessante Diskussion hier!
Ich bin mittlerweile komplett durch und kann vielleicht ein paar Denkanregungen bringen.
Habe massiv gebaut und das Ganze erst mal so gerechnet, dass ich kaum etwas selber mache. Da ich keine zwei linken Hände habe, wurde dann einiges an Eigenleistung eingeplant und alles was ich "spare" direkt wieder in Schnickschnack rund ums Haus investiert.
Rückblickend kann ich sagen, dass fast alles länger dauert als man denkt und das obwohl mein Team (Eltern & Freunde) und ich keine "Anfänger" sind. Man muss dazu sagen, dass die Ausführung (bestätigt durch die Bauleitung und andere Handwerker) ziemlich genau und akribisch erfolgte, teilweise auch genauer als das mancher Handwerker tut.

Ich könnte jetzt sicherlich 20 Seiten lang darüber schreiben, aber um es kurz zu halten:

- ich hatte im Prinzip 2,5 Jahre lang kein Leben, also 11 Stunden am Tag durch meinen Job und Anfahrtszeiten beschäftigt, zudem dann mindestens 7 Stunden täglich auf der Baustelle, an den Wochenende und freien Tagen zwischen 13 und 17 Stunden.
- es gab einige wenige Tage an denen Folgegewerke auf die Fertigstellung einer bestimmten Eigenleistung gewartet haben, da bin ich von der Baustelle unter die Dusche und direkt wieder ins Büro gefahren.
- ich hatte 3 absolut verlässliche Leute, die Unsummen an Stunden auf meiner Baustelle verbracht haben, bei denen ich jetzt irgendwie in der Schuld stehe. Wenn die anfangen zu bauen ist klar, dass ich da auch was zurück geben muss.

Gesund war das Ganze was ich meinem Körper da angetan habe mit Sicherheit nicht. Soll bitte auch niemanden ermuntern das nach zu machen. Durch den wenigen Schlaf über die lange Zeit war ich auch nicht immer top fit, die Folge war ein Abflug von der Leiter, glücklicherweise nichts ernstes, 15min später gings wieder weiter. Über eine Beziehung egal welcher Art braucht man bei sowas natürlich auch nicht nachzudenken, ich war Single und wäre ich zu der Zeit vergeben gewesen, so hätte dies die Bauzeit sicherlich nicht überstanden.

Tja, was kann man als Bürohengst mit handwerklicher Ader und gleichgesinnten Freunden so machen?
- Helfer für die Maurer und Kanalanschlussarbeiten gestellt
- komplette Elektroarbeiten (ziemlich Umfangreich, über 5km Kabel) Schrank, Verlegung, Verklemmung, SAT, Netzwerk, alles. Elektriker war nur 2h zur Abnahme da
- Betonspezialbau (Dinge die einem keine Firma baut, benötigt viel Schalung und Material)
- Verlegung Lüftungsanlage, Kernbohrungen
- sämtliche vorbereitende Arbeiten für andere Gewerke, schlitzen, grundieren, ...
- Einbau Granit an vielen Stellen des Hauses
- Bau Zisterne, Garage
- Dämmung unter Estrich
- Trockenbau, Verstachteln
- Tapezieren / Malerarbeiten (alle Wände und Decken 10x! behandelt) Spezialfarbe
- Alle Baggerarbeiten außer Ausschachten der Kellergrube
- Einbau Schotter, Geländemodellierung
- Außenanlagen, Mauerbau, Zaunbau, Randsteine, Verlegung Pflaster (200m² großformatig), Garten anlegen
- Fliesen Keller und Garage
- Aufwändige Treppe mit 22 lfm Stufen
- Verlegung Bodenbeläge
- Edelputz in Bädern, Keller, Garage, Ofen
- und nach ganz viel mehr, woran ich gar nicht mehr denken will...

Wenn ich so zurück denke haben wir schon krass viel gemacht. Man muss dazu sagen, dass ich jede Maschine bediene/fahre und wir eine Menge an Werkzeug bzw. günstigen Zugriff darauf haben. Ohne diese Möglichkeiten wäre das meiste gar nicht zu machen, da wohl kaum einer Schalmaterial für 40 lfm Mauer hat und solche Dinge.

Was ich gespart habe weiß ich nicht genau, da pendeln sich die verschiedenen Meinungen der beteiligten zwischen 30.000 bis 50.000 (Außenanlagen waren sehr aufwendig) oder sogar mehr ein.

Ich kann nur jedem raten es nicht dermaßen zu übertreiben. Ich bin jetzt zwar froh es so gemacht zu haben, aber noch mal würde ich mir das jetzt auch nicht antun wollen.

PS: Irgendwo hat jemand geschrieben, dass es bei hochpreisigen Häusern Unsinn wäre Eigenleistung (von wegen der jenige hat ja genug Kohle) zu erbringen. Die Meinung kann ich nicht teilen. Ich habe jetzt nicht gerade die Sparvariante gewählt, was aber nur durch die Eigenleistung möglich war...
 
Kisska86

Kisska86

Ich kann nur sagen, wir haben es eins zu eins so gemacht wie angoletti1. Auch ca. die gleichen Arbeiten ausgeführt und ebenfalls alle Maschinen und Gerätschaften vorhanden bzw. günstigen Zugriff darauf. Wir sind jedoch verheiratet und haben zwei Kinder unser zweiter Sohn kam zur Welt als dir Bodenplatte gegossen wurde. Mein Mann hat mit Eigenleistungen angefangen als der Rohbau stand und hatte ebenfalls 1Jahr lang kein wirkliches Leben. Von 6-16Uhr im Büro und von 17-mind.00uhr am Haus plus jeweils 60min. Fahrt in eine Richtung zum Büro. Am Samstag ebenfalls den ganzen Tag. Lediglich Sonntag haben wir uns die ganze Bauphase über als Familientag beibehalten und das war gut so. Und jetzt sind wir mega stolz in unserem Haus zu wohnen und es zum großen Teil mit gebaut zu haben. Wir bauen zwar noch dran rum und der Garten ist auch noch nicht fertig, aber ich kann sicher sagen wir haben einiges am Euronen gespart. Wir haben 170qm Wohnfläche und 100qm Nutzfläche. Ein Haus am Hang mit Wohnkeller, Satteldach und Klinker, eine Erdwärmepumpe, im ganzen Haus Fußbodenheizung, überall bodentiefe Fenster, und, und, und... In Summe hat das Haus bisher 265T Euro gekostet und ich bin mir sicher, für das Geld hätte es uns ein BU oder GU niemals hinstellen können.
 
Zuletzt aktualisiert 02.03.2024
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