Bauspezifische Versicherungen beim Hausbau
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Bauspezifische Versicherungen


Mein Baubetreuer möchte mich heute zu wichtigen bauspezifischen Versicherungen beraten – ich habe schon einen Ordner voll mit Versicherungen, bekommt der Provision, oder was? Nach der Besprechung ist mir aber klar, worum es meinem Baubetreuer geht. Auf der Baustelle hantieren Handwerker mit verschiedenen Maschinen, von der Säge bis zum Kran. Fremde könnten meine Baustelle betreten, verletzt werden oder gar etwas zerstören oder stehlen. Wenn etwas passiert, möchte ich zumindest nicht mit meinem Vermögen dafür gerade stehen müssen.

Für die Landesbauordnung bin ich die hauptverantwortliche Person im Bereich meines Bauvorhabens. Ich kenne mich zwar nicht fachspezifisch aus, aber einer muss ja schuld sein. Wer – nach dem bürgerlichen Gesetzbuch – für eine Gefahrenquelle verantwortlich ist, muss dafür sorgen, dass dadurch niemand verletzt und kein Gut beschädigt oder zerstört wird. Der Bauleiter und die Handwerker tragen auch ihren Teil der Verantwortung, hauptverantwortlich ist aber die Bauherrschaft.

Eine Baustelle ist ohne Frage eine erhebliche Gefahrenquelle. Zuerst denkt man an die am Bau Beteiligten, die sich täglich auf der Baustelle aufhalten – Gefahren verursachen könnten mit Maschinen, Geräten und Baustoffen und aus dem selben Grund Gefahren ausgesetzt sind. Zudem kann die Baustelle selbst auch Gefahren ausgesetzt sein; Gasflaschen könnten explodieren, es kann brennen. Auch schwere Wetterverhältnisse wirken auf die Baustelle und die hier gelagerten Baustoffe ein, bis hin zur Zerstörung.

Selbst am Bau Unbeteiligte können Probleme bereiten oder gefährdet werden. Für Kinder gibt es keinen abenteuerlicheren Spielplatz als eine Baustelle – bis mal ein Kind in die Baugrube oder durch ein ungesichertes Treppenloch fällt. Andere machen sich einen Spaß daraus, schon gemauerte Wände umzustoßen oder stehlen die eingebauten Heizkörper („Na und?, der Bauherr ist ja sowieso versichert...“). Ein Kran auf meinem Grundstück fällt um, die Nachbarbaustelle sieht nun aus wie ein Schuttplatz – den Kran habe nicht ich umgeworfen, egal, vorerst bin ich schuld.

Man möchte sich nicht ausmahlen, welche finanziellen Belastungen durch Baustellen-Unfälle auf die Bauherrschaft zukommen können. Das durch die Mauersteinlieferung zerdepperte Auto des Nachbarn – das bekäme man eventuell noch geregelt. Aber was, wenn ihn ein Stein auf den Kopf trifft, er bleibende Schäden erleidet, vielleicht den Rest seines Lebens zum Pflegefall wird?

Die Versicherer haben erkannt, dass die Bauherrschaft finanziell keine größeren Unfälle entschädigen kann. Für verschiedene bauspezifische Gefahren, Haftungsmöglichkeiten und Absicherungen werden die passenden Versicherungen angeboten. Man bindet sich nicht ewig, die Laufzeiten sind auf die Bauzeit abgestimmt. Sich eingehend über Versicherungsangebote zu informieren ist allemal besser, als die Gefahr einzugehen, mit Vermögen und persönlicher Zukunft haften zu müssen.


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