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ᐅ Malm Bett quietscht auch nach Montageanleitung – was mache ich falsch?

Erstellt am: 04.11.21 08:32
K
KEKLO37
K
KEKLO37
04.11.21 08:32
Hallo zusammen,

ich habe kürzlich ein Malm Bett von IKEA zusammengebaut und dabei strikt die mitgelieferte Montageanleitung befolgt. Allerdings quietscht das Bett beim Liegen und bei jeder kleinen Bewegung ziemlich stark. Die Schrauben habe ich alle mehrfach überprüft und nachgezogen, dennoch besteht das Problem weiterhin.

Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache oder worauf ich noch achten könnte? Gibt es spezielle Tipps zur Vermeidung von Quietschgeräuschen bei dieser Art von Bettgestellen? Ich habe auch schon versucht, die Auflageflächen zu ölen, was aber die Geräusche nur kurzzeitig etwas reduziert hat.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
M
MUMENAR
04.11.21 09:45
Interessante Ausgangslage.

Ich frage mich jedoch, ob die Ursache für das Quietschen tatsächlich in der Montage selbst liegt oder ob möglicherweise das Material oder die Verbindungspunkte unzureichend behandelt wurden.
KEKLO37 schrieb:
Ich habe auch schon versucht, die Auflageflächen zu ölen, was aber die Geräusche nur kurzzeitig etwas reduziert hat.

Dies ist ein wichtiger Hinweis – denn wenn nur oberflächlich geölt wird, kann das durchaus nur eine temporäre Lösung sein. Du solltest prüfen, ob alle Verbindungspunkte korrekt festgezogen sind und ob Holzstellen eventuell durch Reibung aneinander quietschen.

Hast du spezifisch die Lattenrostauflagen überprüft? Manchmal sind es genau die kleinen Kunststoff- oder Gummielemente, die zu Probleme führen.
G
Garry
04.11.21 10:22
Aus meiner Erfahrung mit dem Malm Bett gibt es einige typische Problemquellen für Quietschgeräusche, auch wenn die Montageanleitung exakt befolgt wurde.

Zunächst sollte man sicherstellen, dass alle Schrauben nicht nur fest sind, sondern auch korrekt positioniert wurden, etwa die querliegenden Holzleisten, die manchmal falsch ausgerichtet sind und zu Spannungen führen können.

Zudem empfehle ich, die Kontaktpunkte zwischen Metall- und Holzteilen mit Filzgleitern zu versehen – diese dämpfen Reibung und verhindern das typische Quietschen.

Auch wichtig ist die Überprüfung des Lattenrosts: Bei einem verstellbaren oder minderwertigen Lattenrost sind Quietschgeräusche häufiger. Eventuell passt der Lattenrost nicht optimal zum Bettgestell.
L
liskar
04.11.21 12:05
Zur systematischen Problemanalyse:

1. Schrauben und Verbindungselemente: Mehrfaches Nachziehen ist gut, aber dabei auf gleichmäßige Spannung achten, da ungleiche Belastung zu Verformungen und dadurch Quietschen führen kann.

2. Kontaktflächen überprüfen: Insbesondere Holz-auf-Holz oder Holz-auf-Metall-Kontakte werden oft unterschätzt. Schleifende Flächen können mit dünnem Teflonband oder Gummi unterlegt werden.

3. Lattenrost prüfen: Hierzu gehört sowohl die Passgenauigkeit als auch der Zustand der Auflageleisten.

4. Holzfeuchte: Trockenes, sprödes Holz kann bei Belastung eher Geräusche erzeugen. Der Einsatz von Holzimprägnierung kann Abhilfe schaffen, wenn Feuchtigkeit nicht das Problem ist.

Detaillierte Kontrolle dieser Punkte sollte die Ursache eingrenzen.
A
ANMARCOS
04.11.21 16:17
Ich habe neulich mal darüber nachgedacht, ob das Quietschen des Malm Bettes nicht einfach ein kleiner Tribut für den Massenmarkt unter 200 Euro sein könnte.
Garry schrieb:
Zudem empfehle ich, die Kontaktpunkte zwischen Metall- und Holzteilen mit Filzgleitern zu versehen

Das ist genau der Punkt: Viele versuchen, Probleme mit kleinen Tricks zu lösen, obwohl das Grundmaterial schon Schwächen aufweist – in dem Fall sind es billige Pressspahnplatten, die sich durch Feuchtigkeit und Belastung verändern können.

Ich wette, selbst wenn man alle Schrauben zerlegt und wieder neu montiert, kommt das Quietschen zurück, weil das Material eben nicht dauerhaft stabil ist.
B
bupar
04.11.21 18:49
Die These von ANMARCOS bezüglich Material ist interessant, aber aus technischer Sicht halte ich es für sinnvoller, zunächst systematisch an den mechanischen Bauteilen anzusetzen.
KEKLO37 schrieb:
Ich habe auch schon versucht, die Auflageflächen zu ölen, was aber die Geräusche nur kurzzeitig etwas reduziert hat.

Öl ist keine optimale Wahl, da es durch Holzporen schnell absorbiert wird und somit die Schmierwirkung nachlässt. Besser sind feste Schmierstoffe wie Wachse oder Silikon-Sprays, die länger halten.

Außerdem sollte man die Montagemethode hinterfragen: Werden Holzteile ständig hin- und herbewegt, kann das Pressspan aufreißen. In dem Fall können kleine Holzklötze oder Gummipuffer an den Verbindungsstellen die Stabilität erhöhen und Reibung minimieren.
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