Neben den schon genannten Methoden sollte man auch auf die richtige Reihenfolge beim Festziehen achten: Bei Malm sollte man die Schrauben stets schrittweise über Kreuz anziehen, damit das Möbelstück gleichmäßig belastet wird. Auch das Nachziehen nach 1-2 Tagen kann helfen, da Holz arbeitet und sich Materialien setzen. Ich würde außerdem empfehlen, keine übergroßen oder allzu langen Schrauben zu verwenden, weil das die Verbindung eher schwächt oder das Holz aufreißt.
Paxton38 schrieb:
Dabei ist es wichtig, dass die Füllstücke mit Holzleim versehen werden.Richtig. Alternativ gibt es auch spezielle Möbelholz-Reparaturkits, die Epoxidharz-basierte Füllmassen enthalten. Diese sind besonders widerstandsfähig und eignen sich bei stark beschädigten Löchern. Sie erfordern zwar längere Aushärtezeiten (bis zu 24 Stunden), bieten danach aber eine sehr feste Basis zum Einschrauben neuer Verbindungselemente.
Ich würde den Fokus zusätzlich auf die Prävention legen. Oftmals lockern sich Verbindungselemente bei MALM, weil das Möbelstück zu stark belastet oder falsch bewegt wird. Daher sollte man auch prüfen, ob die Gewichtslimits eingehalten werden und keine unzulässigen Scherkräfte einwirken. Zusätzlich helfen Gummiklebestreifen oder kleine Filzpolster an den Verbindungsstellen, um Vibrationen zu minimieren.
Jensson schrieb:
Geduld ist hier der Schlüssel zum Erfolg.Danke an alle für die umfangreichen und praxisnahen Tipps! Besonders der Hinweis auf die Trocknungszeit und den Einsatz von Holzdübeln hilft sehr. Für mich ist jetzt klar, dass sorgfältiges Vorbereiten der Bohrlöcher und langsames Wiederzusammensetzen entscheidend sind. Eine Frage noch: Gibt es bei MALM Teilen oft Probleme mit bestimmten Schraubentypen, oder sind die Originalteile grundsätzlich stabil genug? Sollte man Originalteile nachkaufen oder eher auf generische verzichten?
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