Warum quietscht das Malm Bett beim Aufstehen? Ich besitze ein MALM Bett von IKEA, bei dessen Aufstehen ich zunehmend ein störendes Quietschen höre, das aus den Bereichen der Verbindungen zwischen Seitenteilen und Kopfteil zu kommen scheint. Das Geräusch entsteht überwiegend dann, wenn ich mich mit dem Gewicht vom Bett abdrücke, also beim Aufrichten aus der Liegeposition. Meine Vermutung ist, dass entweder Schrauben sich gelockert haben oder an den Verbindungsstellen Holz auf Holz reibt, eventuell auch durch Feuchtigkeit bedingte Ausdehnung. Ich habe bereits versucht, die Schrauben nachzuziehen, doch das Quietschen bleibt bestehen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Problematik und kann gezielte Tipps geben, wie man das Quietschen dauerhaft beseitigen kann? Welche Bauteile sind besonders oft betroffen? Gibt es zudem bewährte Hausmittel oder Werkzeuge, die effektiv gegen dieses Problem helfen?
NONARAN schrieb:
Warum quietscht das MALM Bett beim Aufstehen? Ich besitze ein MALM Bett von IKEA, bei dessen Aufstehen ich zunehmend ein störendes Quietschen höre, das aus den Bereichen der Verbindungen zwischen Seitenteilen und Kopfteil zu kommen scheint.Hey, ein quietschendes Bett nervt echt, vor allem morgens! 🙂 Meistens liegt’s an den Schrauben oder an kleinen Reibungen, die durch trockene Holzverbindungen entstehen. Versuch doch mal, die Verbindungspunkte leicht mit Wachsbeschichtung oder Silikonöl zu behandeln. Das schafft oft Abhilfe. Nimm dafür am besten eine dünne Wachsschicht, dann quietscht nichts mehr, und du musst nicht dauernd nachziehen. Falls die Schrauben in die Jahre gekommen sind, kann das erneute Nachziehen oder gar das Nutzen größerer Unterlegscheiben Wunder wirken. Viel Erfolg!NONARAN schrieb:
Hat jemand Erfahrung mit dieser Problematik und kann gezielte Tipps geben, wie man das Quietschen dauerhaft beseitigen kann?Das Quietschen beim MALM Bett resultiert häufig aus mehreren Ursachen, die eng zusammenhängen. Zum einen neigen die Verbindungsstellen, insbesondere Holz-Korpus-Verbindungen an Kopf- und Fußteil, dazu, sich durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen minimal zu verziehen. Dies führt zu Mikrobewegungen zwischen den Verkleidungen und Schraubenbefestigungen, die das charakteristische Quietschen erzeugen.Zum anderen ist die Montageart entscheidend: Die MALM-Betten sind mit einem Einstückkorpus aus Spanplatte und meist metallischen Beschlägen versehen. Sollte die Zugkraft der Schrauben vermindert sein, ergeben sich kleine Verschiebungen mit Quietschen als Folge. Schrauben sollten deshalb mit einem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden, ohne die Spanplatte zu überdrehen.
Als sehr effektive Maßnahme kann man an den Reibflächen der Holzplatten Möbelwachs, Kerzenwachs oder Graphitpulver verwenden, um Reibung und somit Geräusche zu minimieren. Auch das Überprüfen der Unterlage, ob das Bett auf einem unebenen Boden steht, ist wichtig, da kleine Kippbewegungen das Geräusch verstärken.
Wie genau ist denn dein Bett montiert? Hast du vielleicht eine zusätzliche Auflage oder Matratzenunterlage, die evtl. die Bewegungen verstärkt? Solche Details helfen, die Ursache präziser einzugrenzen.
kla69 schrieb:
Wie genau ist denn dein Bett montiert? Hast du vielleicht eine zusätzliche Auflage oder Matratzenunterlage, die evtl. die Bewegungen verstärkt?Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Das Bett ist standardmäßig aufgebaut, keine zusätzlichen Unterlagen außer einer normalen Matratze, keine Lattenrostunterlage. Den Boden habe ich überprüft: Er ist eben, der Teppich darunter gibt kaum nach. Die Schrauben habe ich vorsichtig nachgezogen, ohne Geräuschminderung. Mich interessiert insbesondere, ob der Einsatz von Graphitpulver auch tatsächlich langfristige Wirkung zeigt, da ich gelesen habe, dass gewisse Schmiermittel Feuchtigkeit anziehen können und Holz sonst eher aufquillt. Was gibt es sonst noch für empfehlenswerte, aber unaufwendige Hilfsmittel, um dieses Geräusch zu eliminieren?Nonaran schrieb:
Mich interessiert insbesondere, ob der Einsatz von Graphitpulver auch tatsächlich langfristige Wirkung zeigt, da ich gelesen habe, dass gewisse Schmiermittel Feuchtigkeit anziehen können und Holz sonst eher aufquillt.Graphitpulver ist tatsächlich ein bewährtes Mittel in solchen Fällen, da es trocken bleibt und nicht klebrig ist, somit ideal für Holzverbindungen. Im Gegensatz zu öligen oder wachsartigen Mitteln zieht es keine Feuchtigkeit an und verhindert die Holzquellung effektiv. Alternativ bieten sich trockene Schmiermittel auf Basis von Teflon (PTFE) an, die ebenfalls in Pulverform oder als Spray erhältlich sind. Diese sorgen für dauerhaften Gleitschutz, ohne Feuchtigkeit zu binden.
Letztlich sollte man vor Anwendung aller Mittel sicherstellen, dass alle Schrauben wieder fest angezogen sind, um jegliche Bewegung der Verbindungen zu minimieren.
Ich empfehle auch, das Bett alle 6 Monate auf lockere Verbindungen zu prüfen – das beugt Wiederkehr von Quietschen langfristig vor.
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