Poroton oder Ytong - Dämmwerte usw?

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Aufgrund des unterschiedlichen Verhaltens der Baustoffe (Setzen, pp.) würde ich persönlich zu einem einheitlichen Baustoff raten.
Ich selbst habe auch für die Innenwände Poroton vorgesehen.
 
Hallo,

Welchen Stein würdet Ihr empfehlen um gute Dämmwerte zu erzielen?
Da hier zu Poroton schon einiges geschrieben wurde, gehe ich nur näher auf den Baustoff Porenbeton ein.

Poroton

Mauerziegel (Handelsname: Poroton) bestehen aus Ton, Lehm, Sand und Porosierungsstoffen (z.B. Sägespäne). Die Ziegel werden zunächst bei Temperaturen unter 100°C getrocknet und anschließend bei ca. 1000°C gebrannt.
Poroton Ziegel können entweder als Blockziegel mit Leichtmörtel oder als Planziegel mit Dünnbettmörtel vermauert werden. Da das Dickbettverfahren mit Leichtmörtel einige Nachteile bietet, sollten heute nur noch Planziegel eingesetzt werden.
Seit einigen Jahren sind Poroton Ziegel mit Perlitfüllung auf dem Markt. Im Vergleich zu herkömmlichen Hochlochziegeln bieten diese eine bessere Wärmedämmung sowie einen höheren Brand- und Schallschutz.
Wände aus Hochlochziegeln ohne Füllung haben in vertikaler Richtung eine höhere Wärmeleitfähigkeit, insbesondere wenn sie mit herkömmlichem Dünnbettmörtel vermauert wurden, der die Löcher nicht zuverlässig verschließt (Konvektion!).

Porenbeton

Porenbeton wird aus Sand, Kalk, Zement, Wasser und Aluminiumpulver (Treibmittel) hergestellt. Nach dem Zuschnitt werden die Rohlinge unter Wasserdampf bei 200 °C gehärtet.
Porenbeton(plan)Steine werden ebenfalls mit Dünnbettmörtel verarbeitet. Die Steine lassen sich leicht bearbeiten (sägen) und werden von vielen Selbstbauern geschätzt.

Schon bei einer Wanddicke von 36,5 cm bestehen damit optimale Voraussetzungen für den Bau eines Energiesparhauses. Gleichzeitig können mit dem Baustoff zwei weitere Forderungen, die bei der Erstellung eines modernen Baukörpers neben der Wärmedämmung eine wichtige Rolle spielen, erfüllt werden: Luftdichtigkeit und Minimierung von Wärmebrücken.

Verantwortlich dafür ist die homogene Struktur des Baustoffs Porenbeton, der in allen Richtungen über die gleichen thermischen Eigenschaften verfügt. Stoffbedingte Wärmebrücken, die immer dann auftreten, wenn zwei in ihrem Wärmeverhalten unterschiedliche Materialien aneinander grenzen, werden damit leicht vermieden.

Hinzu kommt, dass die Einzelkomponenten des Bausystems, einheitlich aufeinander abgestimmt sind und über einfache, ausführungssichere Anschlussdetails verfügen. Dadurch wird die Entstehung ausführungsbedingter Wärmebrücken bereits im Vorfeld verhindert.

Die maßgenaue Fertigung der verschiedenen Bauteile ermöglicht zudem eine exakte Verarbeitung. Die einzelnen Komponenten des Bausystems können absolut Luft- und winddicht zusammengefügt werden. Damit ist gewährleistet, dass keine warme Raumluft über offene Fugen und Fehlstellen nach außen entweicht.

Neben hoher Wärmedämmung und einer luftundurchlässigen Gebäudehülle bietet der Baustoff Porenbeton auch eine gute Wärmespeicherung. So werden Wohnräume im Winter vor Auskühlung und im Sommer vor starker Aufwärmung geschützt. Das Ergebnis ist eine durchgängig angenehm warme Oberflächentemperatur, die das ganze Jahr über im Haus für ein gesundes und ausgeglichenes Raumklima sorgt.

Freundliche Grüße
 

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Am besten bei einem Baustoff bleiben, also in meinem Fall Porenbeton oder Poroton! Kalksandstein ist damit abgehackt!

Die Eigenschaften von Porenbeton wie die sehr wichtige Wärmedämmung sind wieder ein Punkt Richtung Ytong für mich!
 
Moin!

Was sollen die Wände denn können? Die Wärmedämmung übernimmt (außer bei monolithischer Bauweise) die Kerndämmung oder das WDVS.

Der Dämmwert der mineralischen Außenwände ist nachrangig, der der Innenwände noch wurschter!

Wichtig sind da Schallschutz, Statik und Befestigungsmöglichkeiten; also: Kalksandstein, zumindest für den gesamten Innenbereich!

Wer schon einmal etwas in Ziegeln oder Porenbeton befestigen wollte (Spanngardinen, Hängeschränke etc.) weiß auch warum.

Grüße,
Tom.
 
Das ist ja genau die Variante, die ich am Anfangspost schilderte, kamen aber gleich Einwände bezüglich der unterschiedlichen Wärmeausdehnung der verschiedenen Steinarten!
 

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