Photovoltaik Anlage - grober Kostenrahmen

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Zuletzt aktualisiert 27.05.2024
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N

nordanney

Bei einer nicht finanzierten Anlage musst du aber noch die Zinsen gegenrechnen, die du sonst auf das angelegte Geld bekommen würdest.
Und bei einer finanzierten Anlage die Zinsen für die Finanzierung dazurechnen.
Jep. Deshalb ja auch 10 Jahre. Bei Finanzierung dauert es eher länger, da Kreditkosten die Kosten für eine Geldanlage i.d.R. übersteigen (Aktienzockereien etc. mal ausgenommen).
 
L

leschaf

Ich würde mir bei 4 kWp nicht zu viel Hoffnung für Wärmepumpe + E-Auto machen.

Mal ein Beispiel. Wir haben 12 kWp ohne Speicher, Anlage ist neu und ab dem 8. Februar hab ich die Peformance getracked.

Da stehen für Februar 400 kWh Produktion, davon 170 kWh Eigenverbrauch, 230 kWh eingespeist. Von den 400 kWh wurden 150 an drei sonnigen Tagen produziert. Der Februar war hier extrem düster und sehr wenig Sonne, aber trotzdem ist das für die Wärmepumpe (Stromverbrauch im gleichen Zeitraum 600 kWh) nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt haben wir aktuell 28% Eigenverbrauch. Seit März ist hier deutlich mehr Sonne, was den Eigenverbrauch runterdrückt, an guten Tagen haben wir 70 kWh Produktion und 6 kWh Verbrauch insgesamt.

Aus wirtschaftlicher Sicht muss die Devise sein: €/kWp runter (geht meistens über Vollbelegung des Dachs) und dann mit der Einspeisevergütung rechnen.

Unsere Anlage hat uns 1350€/kWp gekostet.
 
Tolentino

Tolentino

Wir haben mal ganz grob gerechnet und kamen darauf, dass man mit realistischen Eigenverbrauchsquoten (die man erreicht ohne absurden Aufwand in die Erhöhung der EVQ zu stecken also 20-30%) bei derzeitigen Strompreisen eigentlich immer mit Volleinspeisung besser fährt (Bei 10kWp 8,11 vs 12,87 Cent / kWp).
Das ändert sich wenn man von einer moderaten Erhöhung der Strompreise ausgeht (z.B. wie die letzten 20 Jahre, ca. 4%/a) oder die Eigenverbrauchsquote irgendwie höher kriegt. Es gibt aber auch ein Argument, das gegen eine Erhöhung der Strompreise spricht: Die Energiewende: Wenn die gelingt, wird Strom potentiell eher nicht teurer. Denn die Erzeugung würde immer günstiger, nur die Netzentgelte würden steigen. CO2 auch, aber wenn er die CO2 kann ja nicht auf regenerative Energien draufgeschlagen werden.
Also bis 2025 warten. Wenn CDU nächstes Jahr gewinnt und es nach Großer Koalition aussieht, lieber auf Eigenverbrauch setzen. Wenn Grüne es doch wieder irgendwie schaffen, dann eher Volleinspeisung - sofern es unbedingt darum geht einen Businesscase draus zu machen.

Wenn man viele verschieden ausgerichtete Dachflächen hat, könnte man ja auch mehrere Anlagen anmelden. Z.B. Eine Ost-West als Eigenverbrauchsanlage und den Rest (vor allem Süd) als Volleinspeisung.
 
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