Massiv-Fertighaus oder Bauträger?

4,50 Stern(e) 6 Votes
A

AnNaHF79

Hallo,

wir stehen noch ganz am Anfang unseres Bauvorhabens, da aber eine solche Investition wohlüberlegt werden will wollen wir uns frühzeitig informieren und mit Experten austauschen. Hierzu haben wir schon viel im Netz gestöbert, v.a. auch hier im Forum und die ein oder andere Literatur die hier und anderswo empfohlen wird bestellt.

Eine Grundfrage die wir uns bezüglich Massiv-Fertighaus gerade stellen:
a) Fertighaus
b) Fertighaus in Massivbauweise
c) Massivbau (über Bauträger)

Wir wollen nicht billig bauen, sondern gut.
Nachhaltigkeit ist uns wichtig; was wir bauen soll lange bestand haben und auch in 100 Jahren noch stehen können (mE ein Punkt gegen ein Fertighaus alter Schule).
Wohnkomfort ist ebenso wichtig; dh ein gutes Raumklima, eine gute Schalldämmung, etc. (mE ebenfalls ein Punkt gegen ein Fertighaus). Energieeffizienz ist uns ebenso wichtig.
Gesundes wohnen ebenso.
V.a. aber geringe Risiken und Aufwände.

Was uns auf der anderen Seite gegen einen Massivbau über einen Bauträger abschreckt:
Der Aufwand; wir haben wenig Lust und v.a. keine Zeit uns ständig mit dem Bauträger und den Handwerkern herumzustreiten.
Wir möchten ein Projekt vergeben und hoffen, dass das ganze dann einfach läuft - einfach so wirds zwar vermutlich eh nicht laufen, gewisse Aufwände werden sich zwangsläufig ergeben, aber wir möchten diese zumindest gering halten. Eine überschaubare Bauzeit ohne große Risiken wären uns sehr genehm.
Die Tatsache dass Fertighäuser "erprobt" sind da schon mehrfach gebaut senken u.E. die Risiken dass etwas grundlegendes schief geht.

Basierend auf den vorherigen Ausführungen fragen wir uns ob ein Fertighaus in Massivbauweise vielleicht das richtige für uns sein könnte da es das Beste aus beiden Welten vereint?

- Schnelle Bauzeit
- Geringe Risiken da erprobter Bau (mit Abstimmung der Haustechnik wie bspw. Heizungsanlage etc.)
- Dennoch nachhaltig wenn die richtigen Materialien und Bauweisen gewählt werden
- Gute Dämmung
- Haus als Musterhaus vorher "anschaubar"
- Oft mir Versicherungen/Garantien erwerbbar für Max. Absicherung
- usw.

Wie seht Ihr das?

Falls das ein gangbarer Weg darstellen sollte, stellt sich die Frage was die richtigen Materialien und Bauweisen wären und welcher Anbieter vielleicht in Frage kommen würde...

Materialien:

- Ton (Blähton)
- Ziegel (Unipor/Poroton)
- Porenbeton (Ytong)
- Lehmsteine
- Kalksandstein
- "Spezialkram" wie Duotherm (Stahlbeton?), Klimapor, Ökodomo, etc.

Lehmsteine und Kalksandsteine scheinen eine eher schlechte Wärmedämmung zu haben.
Auch scheinen Lehmsteine gerne Wasser zu ziehen.
Ergo würde ich diese Optionen eher aussortieren.

Bauweise:
Hier favorisieren wir eine Stein auf Stein Bauweise vor Ort die es wohl auch bei Fertighäusern gibt (Hartl?) oder zumindest eine daran angelegte Bauweise die Nachhaltigkeit verspricht.

Tipps?

Danke.
 
N

nightdancer

Basierend auf den vorherigen Ausführungen fragen wir uns ob ein Fertighaus in Massivbauweise vielleicht das richtige für uns sein könnte da es das Beste aus beiden Welten vereint?

- Schnelle Bauzeit
- Geringe Risiken da erprobter Bau (mit Abstimmung der Haustechnik wie bspw. Heizungsanlage etc.)
- Dennoch nachhaltig wenn die richtigen Materialien und Bauweisen gewählt werden
- Gute Dämmung
- Haus als Musterhaus vorher "anschaubar"
- Oft mir Versicherungen/Garantien erwerbbar für Max. Absicherung
- usw.

Wie seht Ihr das?

.

Du hast zu viele Werbebroschüren gelesen und reimst dir irgendwas zusammen. Was ist denn bitte nachhaltiges Bauen? jeder versteht darunter etwas anderes. Ich persönlich würde immer nur mit Architekt bauen, weil ich dann volle Kosten- und Entscheidungskontrolle habe und was persönlich auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes bekomme. Mithin sind diese Versicherungen/Garantien oft wenig wert.
 
C

Curly

Was uns auf der anderen Seite gegen einen Massivbau über einen Bauträger abschreckt:
Der Aufwand; wir haben wenig Lust und v.a. keine Zeit uns ständig mit dem Bauträger und den Handwerkern herumzustreiten.
du meinst keinen Bauträger (der verkauft die Haus und Grundstück) sondern einen Generalübernehmer. Eine Fertighausfirma arbeitet auch mit einzelnen Handwerkerfirmen zusammen und mit denen musst du dich dann evtl. genauso auf der Baustelle herumärgern, wie mit den Handwerksfirmen deines Generalübernehmers.

LG
Sabine
 
A

AnNaHF79

du meinst keinen Bauträger (der verkauft die Haus und Grundstück) sondern einen Generalübernehmer. Eine Fertighausfirma arbeitet auch mit einzelnen Handwerkerfirmen zusammen und mit denen musst du dich dann evtl. genauso auf der Baustelle herumärgern, wie mit den Handwerksfirmen deines Generalübernehmers.
Wieder was gelernt, aber dass ich beim Fertighaus den gleichen Aufwand habe kann ich mir aus 2 Gründen nicht vorstellen:
Das Haus ist ja kein Unikat und wurde schon mehrfach gebaut; dh viele Aspekte sind bereits erprobt.
Es muss daher mE zwingend so sein dass ein Individualbau ein höheres Risiko für Probleme hat - was nat. nicht heißen soll dass welche auftreten müssen...

Und beim Fertighaus würde ich ja schon davon ausgehen, dass der Fertigbauer das meiste regelt und ich den Schlüssel in die Hand bekomme wenn das Ding ordnungsgemäß steht und ich das abnehme wenn ich das auch so sehe... irre ich?
 
N

nightdancer

Du irrst. Ein Fertighaus ist kein Produkt von der Stange wie ein Auto. Du kannst nicht einfach unterschreiben und in 10 Monaten bekommst du das Haus mängelfrei übergeben.

Auch verstehe ich nicht, was du mit erprobst meinst. Zudem muss dein Haus zum Grundstück passen, allein wegen der bodenbeschaffenheit kann Haus Erika von der Stange Probleme mache, da die Statik und Gründung auf 0815 ausgelegt ist. Willst du bauen, muss dir klar sein, du wirst hausbauunternehmer mit der entsprechenden Verantwortung für dein Projekt. Alles delegieren geht nicht.
 
C

Curly

beim Fertighaus wird der Grundriss normalerweise genauso individuell gestaltet wie beim Massivhaus (für das es aber oft auch Standardvarianten gibt). Der Unterschied beim Fertighaus ist eben, dass dieses aus vorgefertigten Wänden besteht und an einem Tag aufgebaut wird. Der Innenausbau erfolgt dann genauso wie beim Massivhaus von einzelnen Handwerksbetrieben. Man muss bei beiden Varianten oft auf der Baustelle sein und alles kontrollieren.

LG
Sabine
 
Zuletzt aktualisiert 24.06.2024
Im Forum Bauplanung gibt es 4865 Themen mit insgesamt 97418 Beiträgen


Ähnliche Themen zu Massiv-Fertighaus oder Bauträger?
Nr.ErgebnisBeiträge
1Fertighaus in Massivbauweise - Welche Baufirma 27
2Neubau mit Bauträger / Bauzeichnungen Unterlagen 23
3Muss Bauträger auf enorme Böschungshöhe/Kosten hinweisen? 12
4Grundbucheintrag vom Bauträger löschen 18
5Welche Versicherungen sind notwendig? 18
6Wichtige Versicherungen 12
7Bauträger in NRW. Kann jemand gute Bauträger empfehlen? 10
8Würdet ihr wieder ein Fertighaus bauen? 15
9Exklusive Grundstück Liste der Fertighaus-Anbieter? 17
10Fertighaus 1980 - Sehr gepflegter Zustand 16
11Bauträger will pauschalen Schadenersatz nicht mit Raten verrechnen 19
12Günstig ins Eigenheim: Kaufen oder Fertighaus? 31
13Fragen zu Bauherren-Versicherungen 31
14Bausachverständiger bei ETW vom Bauträger sinnvoll? 11
15Abriss Fertighaus - Wer hat Erfahrungen mit Haus abreissen? 24
16Welche Versicherungen brauch ein Hausbesitzer? 16
17Zahlungsbedingungen Fertighaus 75
18Bauträger baut nicht nach Plan 14
19KNX-Planung bei Bau mit Bauträger 23
20Gewerke liefern keine Mängelbeseitigung bei Bauträger 10

Oben