Hallo zusammen, ich habe ein Malm Bett von IKEA, das im Sommer erfreulich geräuscharm war. Seit es aber kälter wird, fällt mir auf, dass es vermehrt quietscht, vor allem wenn ich mich umdrehe. Im Grunde handelt es sich um ein klassisches Holzrahmenbett mit Lattenrost und recht simplen Verbindungselementen. Meine Vermutung ist, dass das Quietschen durch die Temperatur bedingt ist, vielleicht ziehen sich die Holzverbindungen zusammen oder werden steifer, was die Reibung erhöht. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder effektive Tipps, um das Quietschen in der kalten Jahreszeit dauerhaft zu beheben? Vielleicht gibt es spezielle Schmiermittel, oder man muss etwas nachjustieren? Ich freue mich auf eure Hinweise, auch gerne mit Begründungen, warum das Problem überhaupt saisonal auftreten könnte.
Hallo dankau 🙂 Ich weiß genau, was du meinst! Mein MALM Bett hat im Winter auch immer diese nervigen Quietschgeräusche von sich gegeben, fast so, als würde es frösteln wollen 😂. Die Ursache ist eigentlich ganz simpel: Holz reagiert auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Herbst/Winter wird es trockener und kälter, was dazu führt, dass das Holz minimal schrumpft und sich die Verbindungen lockern. Mein Tipp: Versuche es mal mit etwas Graphitpulver oder einem Silikonspray auf den Metallverbindungen – das funktioniert super, weil es zwar schmiert, aber kein Fett hinterlässt, das Staub anzieht. Und dann kontrolliere nochmal alle Schrauben, ob sie fest sind, denn ein kleines Nachziehen kann Wunder wirken. Viel Erfolg! 🙂
KNUTGI schrieb:
Holz reagiert auf Temperatur und LuftfeuchtigkeitDas ist korrekt. Holz weist eine hygroskopische Eigenschaft auf, sodass es Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt oder abgibt und sich dadurch verformt. Die daraus resultierenden Spannungen an den Verbindungsstellen können zu mechanischen Reibungen führen, die das Quietschen verursachen. Daher empfehle ich eine systematische Vorgehensweise:
1. Alle Schrauben und Verbindungselemente auf festen Sitz überprüfen und gegebenenfalls nachziehen.
2. Kontaktstellen mit geeignetem Schmiermittel behandeln. Graphitpulver eignet sich besser als Öl, da es die Gefahr von Klebrigkeit oder Staubanhaftung minimiert.
3. Prüfen, ob die Lattenrostauflagen intakt sind, da hier oft die Geräusche entstehen.
Temperaturbedingte Veränderungen sind also physikalisch erklärbar und das saisonale Auftreten ist typisch. Alternativ kann ein Luftbefeuchter im Raum helfen, die Holzveränderungen zu minimieren.
bupar schrieb:
Graphitpulver eignet sich besser als ÖlIch würde diese Aussage hinterfragen. Zwar hat Graphit den Vorteil, dass es nicht klebrig ist, aber das reine Einbringen von Schmierstoffen an Holz-Metall-Verbindungen ist nicht immer optimal. Je nachdem, wo das Quietschen genau lokalisiert ist, kann ein Schmierstoff sogar kontraproduktiv sein. Dass die Verbindungen durch klimatische Einflüsse lockern, ist wahrscheinlich. Eine Alternative wäre, mechanisch für mehr Stabilität zu sorgen, zum Beispiel durch zusätzliche Unterlegscheiben oder Gummipuffer, um die Reibung zu dämpfen – also ohne Schmierung.
Zudem könnte es hilfreich sein, den konkreten Entstehungsort des Quietschens besser einzugrenzen, bevor man Maßnahmen ergreift. Sonst behelft man sich vielleicht mit einer Lösung, die wenig Effekt hat.
Zur Ergänzung und für alle, die ähnliche Probleme mit ihrem MALM Bett haben:
1. Schrauben systematisch lösen und dann wieder gleichmäßig festziehen, um Verspannungen zu vermeiden.
2. An den Berührungspunkten von Holz auf Holz mit Wachs (z. B. Bienenwachs) vorsichtig schmieren, das ist besonders bei Holzverbindungen sinnvoll, weil es die Reibung reduziert, ohne dass es klebrig wird.
3. Für Metallverbindungen wie Schrauben oder Metallleisten kann Graphitpulver oder Trocken-Schmiermittel verwendet werden, nicht aber fettbasierte Schmierstoffe.
4. Den Lattenrost prüfen: Manchmal schleift ein Lattenrost an der Seitenleiste und führt so zu Quietschen – hier kann das Anbringen von Filzgleitern helfen.
Zusammenfassung: Mechanik stabilisieren, Reibung mindern, keine öligen Schmierstoffe auf Holz und gezielt die Problemstellen angehen. Falls nötig, mit Feuchtigkeitsregulierung im Raum experimentieren, aber das ist eher sekundär.
1. Schrauben systematisch lösen und dann wieder gleichmäßig festziehen, um Verspannungen zu vermeiden.
2. An den Berührungspunkten von Holz auf Holz mit Wachs (z. B. Bienenwachs) vorsichtig schmieren, das ist besonders bei Holzverbindungen sinnvoll, weil es die Reibung reduziert, ohne dass es klebrig wird.
3. Für Metallverbindungen wie Schrauben oder Metallleisten kann Graphitpulver oder Trocken-Schmiermittel verwendet werden, nicht aber fettbasierte Schmierstoffe.
4. Den Lattenrost prüfen: Manchmal schleift ein Lattenrost an der Seitenleiste und führt so zu Quietschen – hier kann das Anbringen von Filzgleitern helfen.
Zusammenfassung: Mechanik stabilisieren, Reibung mindern, keine öligen Schmierstoffe auf Holz und gezielt die Problemstellen angehen. Falls nötig, mit Feuchtigkeitsregulierung im Raum experimentieren, aber das ist eher sekundär.
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