Kostenplanung - Kernsanierung Resthof / Bauernhaus

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kati1337

kati1337

ja. je höher um so besser. Vor Jahren hatte ein Bekannter das alte Haus von seinem Uropa übernommen, der konnte nichtmal die schiefen Böden richtig ausgleichen. Raumhöhe war meist unter 2 m.

Hier im Dorf haben Bekannte saniert, fast alles in Eigenleistung. Braucht Kompromissbereitschaft. Haus so BJ 1900. Backsteine. Stein für Stein selber hergestellt damals. Also nach Innen aufgebaut Isolierung und Installationsebene. Führt zu kleinen Räumen. Fenster gab es nicht von der Stange, Treppe eng und steil für heutige Verhältnisse, FBH ging nicht, dafür normale Deckenhöhe. Es ist gelungen, richtig kuschelig und Fassade erhalten, entspricht außer der ENEV eigentlich nicht dem was als Must-Have heute gilt.

Schau auf die Lage, für den Rest findet sich was. Nimm Abstand von den modernen Must-Have‘s.
Ruhe oder Klimaanlage?
Ja da müssen wir uns auch noch mal besinnen. Am liebsten alles, aber wir sind halt nicht bei "wünsch dir was". ;)

Die Raumhöhe werden wir aber auf jeden Fall betrachten dann, wenn wir was suchen. Das ist ein guter Punkt. Gerade mit der Lüftungsanlage bin ich nicht sicher, wie sich das mit Sanierung Altbau kombinieren lässt. Wir hatten da in der Betondecke die angeliefert wurde schon die ganzen löcher für die Lüftungsanlage drin . die Rohre laufen ja da durch die Decke mostly.
Die Kombination Lüftung / Klima ist schon einer der großen Pro-Faktoren die für Neubau-Schnickschnack sprechen. Ich bräuchte nicht alles neu und aalglatt, aber der Komfort immer angenehm temperierte Räume zu haben, auch mit angenehmer Luftfeuchte, das ist schon ein Traum. Man merkt das erst so richtig, wenn man mal wieder in Häuser kommt wo's nicht so ist. Es ist nicht nur warm im Haus, es ist einfach angenehm warm. Im ganzen Haus gleichmäßig. Man macht nicht mehr irgendwo ne Tür auf und läuft in einen kalten Flur.
Das würde ich, wenn es sich mit Geld kaufen lässt, gerne "mitnehmen" falls wir nochmal umziehen.
 
H

haydee

Vielleicht brauchst du gar keine Klimaanlage.
In der Zeitspanne wo du suchst kann dir alles mögliche passieren. Dicke Steinwände, großer Hausbaum im Süden, dünnes Fachwerk, Baumaterial der 40er oder ein 60er Jahre Steinhaus.
 
OWLer

OWLer

Beim Thema Pellet bin ich "Team Kachelmann". Holz gehört in den Wald und nicht gepresst und verfeuert. Die Zeiten, wo die Pellets aus Holzabfällen der Industrie gepresst wurden, sind ja anscheinend vorbei. Heute gibt es häufig 1a rumänischen Wald in Tank.

Wandheizung könnte man definitiv in Betracht zeihen, wenn die Raumhöhe keinen Puffer für FBH hat. Hat den Vorteil, dass man auch Hochwassergeeigneter ist, wenn ich die Ahrtal-Berichterstattung korrekt in Erinnerung habe. Ich hätte große Sorgen, dass man keinen echten Fachmann für die Sanierung findet und sich danach mit Wärmebrücken rumschlagen muss.
 
H

hampshire

In den vielen supergedämmten Häusern von heute bekommt man sie warme Luft abends nicht mehr raus. In alten Häusern kann man noch viel besser mit dem Lüften kühlen. Auch hier würde ich in der Tat die Entscheidung für eine Klimaanlage vom Haus abhängig machen. Würde ich einen Altbau zum Bewohnen sichen, würde ich wohl nach einer Fabrikhalle mit sehr dicken Ziegelwänden oder nach einem Hofgebäude suchen.
 
H

haydee

Auch in gedämmten Häusern kann man seht gut lüften. Klar sind die aufgeheizt, was ohne Verschattung, schnell geht werden sie nicht kalt.
Wir haben ein hoch gedämmtes Haus, mehr geht nicht, eine Klimaanlage steht nicht auf unserer Wunschliste. Dazu wird es nicht warm genug.

Vielleicht sollten die Außenanlagen bei Neubauten nicht nur aus Doppelstabzaun und Rasen bestehen
 
Y

ypg

Vorab: der Thread ist mir neu, hab mal alles gelesen…
Ich muss das hier noch mal aus der Versenkung holen.
Und mir das hier angeschaut
Wie wäre es damit: Objekt-Nr.: 123869632#yI9nQL | Scout-ID: 128836000
(Wo die Frösche einem nicht schlafen lassen ;))
Grundstück ist nett, aber ansonsten eignet sich das nur zum Abreißen und neu bauen,
Mit diesem Satz bin ich etwas schockiert/geschockt worden. Und daher, auch mit dem Satz des ersten Postes aus September und den darauffolgenden Aussagen bin ich der Meinung, dass Dir gar nicht im Klaren ist, was „Altbau“bedeutet bzw. was es bedeutet, in einem sanierten Altbau zu leben.
Im Anschluss hätte ich gerne wieder die Annehmlichkeiten die ich hier gewohnt bin,
Ein altes Haus wird trotz aufwändiger Sanierung immer ein Altbau bleiben. Zwar ein komfortableres, aber ich denke nicht (bei Euren Prios und Anforderungen), dass es Euch „genügt“.
Ist sowas machbar?
Budgetschätzung wären so 200-300k für die Instandsetzung bei Kaufkosten von roundabout 200-250k.
Dass die Wände und das Hausklima „besser“ im Altbau sind, wurde genannt. Ich würde mal sagen: anders. Denn auch mit dichten aktuellen Wänden würde ich das Leben in unserer Komfortzone als sehr komfortabler nennen als in älteren Häusern, wo sich das Klima schneller „reguliert“.

Für mich passen so manche Aussagen von Dir/Euch zu dem Thema Sanierung bzw. Altbestand nicht zusammen.

Wenn man liest, dass (zwar scherzhaft ) ohne Klimaanlage nichts mehr läuft, dann muss man daraus schließen, dass Euch eine Kontrolle der Temperatur im Haus sehr wichtig ist.
Die hat man aber nicht im Altbau - teure Sanierung plus Hightech müssen verbaut werden. Und Du hast ja schon gelesen: eine Sanierung ist quasi teurer als ein Neubau mit einem GU - da versenkt man schon in den Architekten ein kleines WE-Häuschen.

Zu den Preisen: hier gab es letztens einen Thread über eine Badsanierung, die 39000 oder so kosten sollte. …

Letztendlich ist nicht nur die Sanierung, sondern auch der Komfort und das Leben in einem sanierten Altbau ein Kompromiss.
Und das kann ich bei Deiner Nennung von Euren Ansprüchen nicht erkennen.

Dennoch spiegelt die neue Situation natürlich neue Möglichkeiten, die Ihr aufgreifen solltet.
 
kati1337

kati1337

Ja ich muss zugeben, dass wir vom Leben in einem sanierten Altbau halt keinerlei Ahnung haben. Wir haben zuvor viele Jahre in einem unsanierten Mittelalt-Bau (1990 ca) gelebt, das war nicht unbedingt toll, aber auch kein Weltuntergang.

Ich stelle mir das aktuell (möglicherweise naiv) so vor, dass ich ein solches Neubau-Raumklima erreichen kann in einem alten Gebäude, wenn ich bis auf Rohbauzustand zurückbauen lasse, dann KWL, Klima, FBH und neue Heizung reinbaue, wie oben weitestgehend aufgelistet.
Ist das ein Irrglaube?
Die Klima steht übrigens tatsächlich fest. Mein Mann hat bei der Geschichte ja auch noch einWörtchen mitzureden, und der einzige Wunsch den er sehr konkret hegt ist eine Klimaanlage. Das war bei diesem Haus schon so, und wird beim nächsten vermutlich so bleiben, wenn man sieht wie häufig die dieses Jahr schon genutzt wurde.
Selbst wenn ein anderes Haus besser läge / nen großen Schattenbaum hätte o.ä., wir sind zwar hoffnungsvoll was die Klimakrisen-Abwendung angeht, aber wir sind da auch Realisten - 1,5 Grad werden wir höchstwahrscheinlich reißen, und dann kommen in den kommenden 10-20 Jahren halt auch andere Sommer auf uns zu als die, die wir kennen.
 
Zuletzt aktualisiert 26.06.2022
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