Haus günstiger von Eltern kaufen und Ausgleich festhalten

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Hallo zusammen,


wir (mein Mann, unser Sohn und ich) planen, das Haus meiner Schwiegereltern zu kaufen.

Meine Schwiegereltern möchten für das Altern in eine ebenerdige Wohnung ziehen. Diese ist jetzt gefunden und nun geht es an die Details.

Kaufpreis der ETW inkl NK 500K
Wir würden meinen Schwiegereltern das Haus für 520K abkaufen. Damit wäre die Wohnung und die zu kaufende Küche bezahlt.
Das Haus ist allerdings mehr wert. Wir gehen von 600-650K aus. Als Richtwert nehmen wir aber 580K an, da dies der Kaufpreis der ETW + die noch offene Restschuld von 80K ist.

Ok, aufgeschrieben hört sich das kompliziert an.

Der Markt bei uns ist leer gefegt. Wir suchen selbst seit 4 Jahren aktiv ein Haus und finden einfach nichts. Es kommen 1-2 interessante Objekte pro Jahr auf den Markt und dann gibt es 100te Anfragen.

Das Haus der Schwiegereltern ist nicht unser perfektes Traumhaus, aber wir hätten so die Chance Eigentum zu erwerben. Die Hoffnung wäre aber schon, in ein paar Jahren nochmal in ein passenderes Haus zu ziehen.

Wir hatten gemeinsam mit den Schwiegereltern überlegt:

Im Falle des Verkaufs in der Zukunft:
Wir nehmen den Kaufpreis (520K) und rechnen da unsere Renovierungsarbeiten dazu (ca.20K) und ziehen das vom erzielten Kaufpreis ab und teilen den Gewinn (ob 50:50 oder auch 60:40 wird noch geklärt)

Uns ist nur keine wirklich sinnvolle Idee eingefallen, was wir machen wenn wir nicht nochmal umziehen. Meinen Schwiegereltern geht es um die Differenz von 500K zu 580K. Also geht es um 80K.
Habt ihr da eine Idee wie man das verwurschteln kann?

Meine Schwiegereltern benötigen das Geld nicht sofort und vielleicht benötigen Sie es auch nie. Die noch offenen Restschuld(80K) die auf Ihrem Haus drauf ist, wird dieses Jahr durch einen Sparvertrag bezahlt. Dazu sind wir alle noch recht jung und meine Schwiegereltern haben noch knapp 6 bzw 8 Jahre bis zur Rente.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee :)
 
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Das Problem für mich wäre:
Haus jetzt 600k wert.
Ihr verkauft in 10 Jahren:
Haus 800k wert (bei 3% Wertsteigerung)
Was passiert mit diesen 200k??

Also ich würde es so machen:
520k zahlen
80k als Darlehen von den Eltern ganz formal nehmen. Da kann man dann im Lauf der Jahre schauen, ob sie es zurück brauchen bzw wie viel.

Falls dein Mann Geschwister hat müsste das ja auch fair sein.
Und wenn ihr in 10 Jahren was neues sucht, helfen euch 800k deutlich mehr als 600k, weil alle anderen Objekte ja ähnlich steigen werden wie euer Haus.
 
Also ich würde es so machen:
520k zahlen
80k als Darlehen von den Eltern ganz formal nehmen. Da kann man dann im Lauf der Jahre schauen, ob sie es zurück brauchen bzw wie viel.
Solche Idee, also Privatdarlehen innerhalb Kinder/Eltern finde ich eigentlich immer ganz charmant und haben viele nicht auf dem Zettel, dass so etwas möglich ist.
Allerdings steht hier noch das aktive Alter der Eltern im Raum - auch oder gerade weil sie sich „verkleinern“, sich noch im Arbeitsleben befinden, unterstelle ich mal, dass sie immer noch oder gerade deshalb auch selbst Wünsche haben, wo Geld eine Rolle spielt (Reisen, Wohnmobil, Pkw) oder gerade auch der gedankliche Aspekt der Altersvorsorge eine große Rolle spielt (Frührente, was kann man sich da leisten?
Man vergisst als „Kind“ oft, dass Bedürfnisse nach Sicherheit und Versorgung, die sie selbst haben, auch eine Rolle bei den Eltern spielt. Dafür wurde sich ja eben das Haus angeschafft, dass man da auch bei Verkauf etwas herausholt, was dann ab 60+ verlebt werden kann.
 
Meinen Schwiegereltern geht es um die Differenz von 500K zu 580K. Also geht es um 80K.
Die Eltern haben also gerade Nichts zu verschenken, was absolut verständlich ist.
Diese 80k wurde ja mehr oder weniger beliebig erstellt durch einen "Richtwert", könnte wohl auch 20-40-60-80 mehr sein oder weniger?
Frage: Gibt es Geschwister? Das wurde bereits gefragt.
Etwas Ähnliches, aber nur ähnlich, hatten wir bei uns früher, einen identischen Paradefall gibt es leider nie.

Was bei mir aus heutiger Sicht klar wäre und eines der Dinge ist, über die ich rückwirkend immer froh war:
So etwas muss klar und abgeschlossen geregelt sein, d.h. wenn ihr irgendwann verkaufen wolltet dann macht ihr das frei und ohne moralische oder andere Verpflichtungen. Ansonsten ist das Thema immer belastet mit Wünschen oder Erwartungen von beiden Seiten.
Sie klnnten es jetzt bestmöglich verkaufen und aus diesem Ertrag heraus Euch Geld geben, wenn sie das möchten (Leihen oder schenken), manchmal ist auch das Thema Leibrente (bitte zum Notar) eine Idee, das gibt Sicherheit. Einen internen Kreditvertrag/Schuldschein kann man auch machen, das klappt aber eben nur gut, solange das Leben ok ist; was tun, wenn Jemand sein Geld schnell braucht.
Ich merke, ich mag solche verworrene bzw. miteinander verschlungene Lösungen nicht.
Nun in ein Haus einziehen, das Euch nur halbwegs passt, das evtl. aber schon bald wieder verkauft werden soll (hohe Nebenkosten) und dann einen eventuellen Gewinn wieder teilen........niemals, aus solchen Abhängigkeitslösungen entstehen oft familiäre Dramen.. 60:40 oder 50:50 für 80k ist dabei dann wohl kleinste Pronblem.
Ihr seid nicht wirklich frei in Eurer Entscheidung, das käme für mich nicht in Frage, egal wie gut das Verhältis mit den Eltern ist, ich glaube, es ist für beide Seiten nocht gut, da ja beide Seitren berechtigterweise noch Pläne für ihr Leben haben.
Ich würde meinen Eltern sagen, sie sollen ihr Haus bestmöglich verkaufen und wenn sie danach etwas haben, was sie mir geben können sollen sie es mir sagen, dann und erst dann beginne ich mit meiner konkreten Planung damit.
Oder sie sollen mir einen Preis sagen, wie sie mir ihr Haus verkaufen würden, ohne nachträgliches Hin oder Her, und ich entscheide dann, ob es für mich interessant ist oder nicht.
Ich kann beide Seiten verstehen, Jeder denkt an sein Leben und das ist auch gut so. Daher sollte man es mMn auch sauber trennen.
 
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