Eigentumswohnung für 460000 Euro und 37 Jahren Kredit-Laufzeit?

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A

apokolok

Jetzt macht mal piano Leute.
Die Finanzierung ist machbar, wenn auch nicht ohne.
Grund ist eben das ordentliche EK.
Dadurch ist der Druck raus, selbst wenn das Ding nach der Zinsbindung platzen sollte, na dann verkauft er die Butze und fertig.
Klar, es ist keine komfortable Finanzierung, aber die Miete einer Fünf-Zimmer Wohnung dürfte wohl auch keine echte Alternative sein.

Ich geh jetzt mal von nem Kreditbetrag von 360000€ aus.
Zwei Optionen
a) riskanter und günstiger:
15 Jahre Zinsbindung, 2,5% Tilgung, 1,6% Zins:
1221€ Rate, 207.891€ Restschuld, Zinskosten 67.671€.
b) sicherer und teurer:
30 Jahre Zinsbindung 2% Tilgung, 2,33% Zins:
1287€ Rate, Restschuld 49.852€, Zinskosten 153.172€.

Bei a) spekulierst du auf hohe Inflation und weiterhin niedrige Zinsen, bei b) bist du ziemlich Safe, die Restschuld lässt sich auch in 20 Jahren noch günstig über nen kleinen Bausparer absichern.

Wenn du a) machst und die Zinsen in 15 Jahren bei 8% liegen, na dann verkaufst du eben. Die Immobilienpreise werden mit Sicherheit mit steigenden Zinsen auch wieder sinken, allerdings nicht so niedrig, dass du nicht zumindest mit einer weißen Weste rauskommst, imho wahrscheinlicher ist ein Werterhalt / Zuwachs bei moderat gestiegenen Zinsen.

Interessant wäre evt. noch, wie die Einkommen aufgeteilt sind. Liegt ein Großteil bei dir oder bei deiner Frau?
Habt ihr noch Verwandtschaft, die im Fall der Fälle mal etwas helfen könnte?

Ich wiederhole mich: es ist nicht ohne Risiko und man muss ein gewisses Vertrauen in sich selbst und die zukünftige Entwicklung haben, aber machbar ist es.
Entscheidend ist im Endeffekt die eigene Risikofreudigkeit.
 
Z

Zaba12

Jetzt macht mal piano Leute.
Die Finanzierung ist machbar, wenn auch nicht ohne.
Grund ist eben das ordentliche EK.
Dadurch ist der Druck raus, selbst wenn das Ding nach der Zinsbindung platzen sollte, na dann verkauft er die Butze und fertig.
Klar, es ist keine komfortable Finanzierung, aber die Miete einer Fünf-Zimmer Wohnung dürfte wohl auch keine echte Alternative sein.

Ich geh jetzt mal von nem Kreditbetrag von 360000€ aus.
Zwei Optionen
a) riskanter und günstiger:
15 Jahre Zinsbindung, 2,5% Tilgung, 1,6% Zins:
1221€ Rate, 207.891€ Restschuld, Zinskosten 67.671€.
b) sicherer und teurer:
30 Jahre Zinsbindung 2% Tilgung, 2,33% Zins:
1287€ Rate, Restschuld 49.852€, Zinskosten 153.172€.

Bei a) spekulierst du auf hohe Inflation und weiterhin niedrige Zinsen, bei b) bist du ziemlich Safe, die Restschuld lässt sich auch in 20 Jahren noch günstig über nen kleinen Bausparer absichern.

Wenn du a) machst und die Zinsen in 15 Jahren bei 8% liegen, na dann verkaufst du eben. Die Immobilienpreise werden mit Sicherheit mit steigenden Zinsen auch wieder sinken, allerdings nicht so niedrig, dass du nicht zumindest mit einer weißen Weste rauskommst, imho wahrscheinlicher ist ein Werterhalt / Zuwachs bei moderat gestiegenen Zinsen.

Interessant wäre evt. noch, wie die Einkommen aufgeteilt sind. Liegt ein Großteil bei dir oder bei deiner Frau?
Habt ihr noch Verwandtschaft, die im Fall der Fälle mal etwas helfen könnte?

Ich wiederhole mich: es ist nicht ohne Risiko und man muss ein gewisses Vertrauen in sich selbst und die zukünftige Entwicklung haben, aber machbar ist es.
Entscheidend ist im Endeffekt die eigene Risikofreudigkeit.
Der TE will aber 460k€ finanzieren und die ersten Jahre mit 1,5% tilgen.

360k€ wären überhaupt kein Thema. Aber 460k€ mit 1,5% tilgen und das mindestens 1,5-2 Jahre mit einem Gehalt von 3700€, da Frau in Elternzeit ist, ist nicht schön.

Es sagt ja auch keiner das er keine Finanzierung bekommt. Die Frage ist macht es auf lange Sicht zufrieden so knapp zu leben!

Keiner von uns finanziert Eigenbedarf um bei Probleme mit einem blauen Auge davon zu kommen. Was ist denn das für ne Taktik?
 
Zuletzt bearbeitet:
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A

apokolok

Nein, die Wohnung kostet 460k inkl. Sanierung plus Nebenkosten, ergibt 520k Gesamtkosten.
Davon gehen die 160k EK ab.
Ergo 360k Finanzierung.

Deinen letzten Satz verstehe ich nicht ganz.
Natürlich macht das keiner geplant, aber es gibt jede Menge risikobehaftete Finanzierungen.
Ich wollte nur aufzeigen, dass das Risiko mit dem EK einfach überschaubar ist.
Ginge es hier um 100% Finanzierung und 10 Jahre Zinsbindung wäre der Fall Hütte weg / trotzdem Schulden sehr wahrscheinlich, das ist der worst case.
Aber bei einer unerwarteten Entwicklung (hier 8% Zinsen in 15 Jahren) schuldenfrei oder aber deutlich wahrscheinlicher mit dem eingezahlten EK wieder aus der Nummer raus zu kommen ist doch keine Katastrophe.
Deswegen gleich komplett auf den Kauf verzichten? Kann man machen, muss man aber nicht.
 
Z

Zaba12

Nein, die Wohnung kostet 460k inkl. Sanierung plus Nebenkosten, ergibt 520k Gesamtkosten.
Davon gehen die 160k EK ab.
Ergo 360k Finanzierung.

Deinen letzten Satz verstehe ich nicht ganz.
Natürlich macht das keiner geplant, aber es gibt jede Menge risikobehaftete Finanzierungen.
Ich wollte nur aufzeigen, dass das Risiko mit dem EK einfach überschaubar ist.
Ginge es hier um 100% Finanzierung und 10 Jahre Zinsbindung wäre der Fall Hütte weg / trotzdem Schulden sehr wahrscheinlich, das ist der worst case.
Aber bei einer unerwarteten Entwicklung (hier 8% Zinsen in 15 Jahren) schuldenfrei oder aber deutlich wahrscheinlicher mit dem eingezahlten EK wieder aus der Nummer raus zu kommen ist doch keine Katastrophe.
Deswegen gleich komplett auf den Kauf verzichten? Kann man machen, muss man aber nicht.
Ach nur 360k€. Bin bzgl. des Betreffs von 460k€ ausgegangen.

Das kann man finanzieren, solange es sicher ist, dass die Frau wieder arbeiten geht und nicht nach der Elternzeit alle Viere von sich streckt und zuhause bleibt.

Die Frau wird vermutlich mit zwei Kindern auf 50% gehen, damit bleibt die Frau mit Kindergeld auf dem Satz des Elterngeldes. Sprich Ihr werdet eher dauerhaft bei 3700€ hängen bleiben und Betreuung für ein zweites Kind zahlen.

Auch das geht...aber sorglos ist was anderes.
 
V

Vaido

Danke für euren ehrlichen Input.

Das Einkommen teilt sich momentan so auf:

- Frau: 65% / 1.800 Euro. Volle Stelle wären 2.700 Euro. Langfristig kein Steigerungspotential.
- Ich: 80% / 2.200 Euro. Volle Stelle wären ebenfalls 2.700 Euro. Langfristig Steigerungspotential.
- Kindergeld: 200 Euro
- Weitere Einnahmen: 100 Euro
==> macht wie erwähnt 4.300 Euro / Monat

Mit zweitem Kind geht meine Partnerin vermutlich wieder auf 50%; Einkommen reduziert sich dann um ca. 200 Euro. Ich könnte auch auf 100% gehen, aber das würde ich sehr ungern nur des Kredits wegen machen.

Unberücksichtigt sind noch Baukindergeld und Kindergeld-Erhöhung 2019 (um die 45 Euro).

Zum Thema lange Zinsbindung:Eine Finanzberaterin hat mir klar von einer 30-jährigen Zinsbindung abgeraten: "Sie sind niemand, der 30 Jahre zahlt". Sie glaubt offenbar mehr an meine berufliche Entwicklung als ich ( ), sowie an weiteres zur Verfügung stehendes Kapital in der Zukunft, Stichwort: Erbe. Sie ist also der Ansicht, dass deutlich vor den 30 Jahren mit der Bezahlung durch wäre.

Ich höre insgesamt heraus, dass das Vorhaben grundsätzlich machbar , aber nicht ganz ohne ist, also risikobehaftet, hauptsächlich, weil die Einkommen nicht hoch genug sind und demnach die Abzahlung ein hohes Maß an Disziplin erfordern würde (Ich bin grundsätzlich diszipliniert, aber ihr werdet mir recht geben, dass die Ausgaben in einer Familie sich nicht so gut kontrollieren und vorhersehen lassen wie als Single).

Eigentlich reichen mir eure Einschätzungen schon, um zu sagen, dann lass ich es besser.

Andererseits: Welche Alternativen haben wir momentan in Großstädten? Bei Mietpreisen um die 10 bis 12 Euro/qm kämen wir mit der Kaltmiete mindestens auf den gleichen Betrag wie für den Kredit (Klar, dafür sind die 160T € noch da). So gesehen, fällt es mir schon schwer, das Vorhaben auf die Schnelle aufzugeben.
 

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