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Doppelhaus als WEH oder 2 "Halbhäuser" - Was muss man beachten?

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Hallo,

Im Rahmen der Grobplanung zur Bebauung eines Grundstücks mit (evtl.) einem Doppelhaus als Invest. Beide Hälften sollen zuerst vermietet werden, Eine Hälfte evtl. später (15-20 Jahre) Eigennutzung.

Für mich stellt sich die Frage ob als jeweils eigenständige Hälften oder als WEH gebaut werden sollte. Insbesondere, da ich mittlerweile auch bei Fertighausherstellern kombinierte Lösungen gesehen habe. Gerne würde ich Meinungen zu meinen Überlegungen hören ...

Getrenntes Doppelhaus:
- Kann nach möglicher Grundstücksteilung besser einzeln Verkauft werden
- Besserer Lärmschutz zwischen den Häusern
- Technik für jedes Haus Separat -> Redundanz und klare Kostenteilung
- Einfacherer Verkauf "einer Hälfte" im Notfall (wirklich?)

WEH:
- Haustechnik nur 1x (vermutlich günstiger)
- (Leicht) geringerer Platzbedarf der Trennwand
- Mehr Möglichkeiten einer "Asymmetrie"

Was meint ihr zu den Punkten? Gibt es zusätzliche zu beachten?

Vielen Dank
 
Als erstes, das heißt WEG und nicht WEH, aber egal.

Wenn es baurechtlich zulässig ist, würde ich real teilen. Gerade bei einer DHH ist WEG-Teilung eher kritisch und schreckt Kaufinteressenten ab.

Welchen Einfluss dies auf die Kommunwand haben soll, erschließt sich mir nicht. (Schallschutz, Platzbedarf)

Mit einmal Haustechnik brauchst du trotzdem die Abrechnung/Verteilung, also mehr Zähler, Eichaustausch und jährliche Ablesung mit Abrechnung. Was für ein Aufwand, Zeit ist auch Geld. Und wenn eine Heizung ausfällt ist das gesamte Haus kalt... bei Vermietung auch eher suboptimal.

Asymmetrie macht das Bauen tendenziell teurer. Bei Vermietung teuer bauen? Und die Eigennutzung in 20 Jahren würde ich jetzt auch nicht überbewerten.
 
Wie soll sich ein Doppelhausneubau bei den aktuellen Baupreisen überhaupt durch Vermietung rentieren?

Ich mein, wenn jemand bereit ist irgendwo 1500€ Kaltmiete zu zahlen, um in einem Haus zu wohnen, dann geht er zur Bank, holt sich einen entsprechenden Kredit und baut selbst nach eigenen Vorstellungen darauf los. D.h.: bei dir einziehen werden Leute, die
A) keinen Kredit bekommen, wie willst du dir aber sicher sein, dass genau diese Leute dauerhaft so viel Miete aufbringen können? ...hat ja einen Grund, dass die Bank zu denen NEIN gesagt hat
B) flexibel bleiben wollen - aus Vermietersicht auch doof, wenn ständig die Leute wieder ausziehen, vor allem in einem neugebauten Haus, wo sich durch ständige Mieterwechsel der höhere Standard schnell verlebt und Folgeinvestitionen fällig werden.

Auch die spätere Eigennutzung ist so eine Sache. Lass da mal ein Renternehepaar mit plötzlicher leichter Behinderung oder eine junge Familie mit einem kranken Kind drin wohnen... so Härtefälle bekommst da nie und nimmer raus.
 
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Was sagt denn die LBO oder B-Plan? Manche Grundstücke dürfen wegen der Größe nicht reell geteilt werden.
 
Beide Hälften sollen zuerst vermietet werden, Eine Hälfte evtl. später (15-20 Jahre) Eigennutzung.
Ein Haus zu bauen, 15 bis 20 Jahre bevor man es selbst bewohnen will - also auch entsprechend lange bevor man an anderer Stelle Miete spart - erscheint mir ökonomisch äußerst fragwürdig. Selbst bei pflegsamem Gebrauch hat man danach ja kein neues Haus mehr.

Als Vermieter Vermögen aufzubauen kann mit diesem Modell m.E. erst gelingen, wenn dasselbe Ding drei / vier / fünfmal hingestellt wird.

Bei einem Zweifamilienhaus sehe ich nicht, was daran hochkant wesentlich attraktiver sein soll als am klassischen Stapelkonzept mit "jede Etage eine Wohneinheit".
 

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