ᐅ Terrasse/Einfahrt pflastern Vorbereitung bei bindigem Boden
Erstellt am: 25.04.25 13:28
Moin, bei uns auf dem Grundstück haben wir etwa 0,7-0,9m Mutterboden und dann kommt bindiger Boden (Lehmboden).
Ich stelle mir aktuell zwei Fragen:
1. Ist es notwendig für die Planung der Terrasse und Einfahrt/Stellplätze den organischen Boden komplett zu entfernen? Oder reicht es wenn ich soweit auskoffere, dass ich eine vernünftige Frost und Tragschicht habe + Bettung und Pflaster. Das wäre schon echt viel Erde, welche ich wohl entsorgen lassen müsste.
2. Die Flächen sollen wasserdurchlässig werden mit Gefälle Richtung Rasenfläche. Der bindige Boden ist nur bedingt versickerungsfähig. Seht ihr da ein Problem und sollte ich für ein gezieltes Ableiten des Regenwasser sorgen? Unser Sickerwasserschacht ist nur für die Dachflächen ausgelegt.
Ich stelle mir aktuell zwei Fragen:
1. Ist es notwendig für die Planung der Terrasse und Einfahrt/Stellplätze den organischen Boden komplett zu entfernen? Oder reicht es wenn ich soweit auskoffere, dass ich eine vernünftige Frost und Tragschicht habe + Bettung und Pflaster. Das wäre schon echt viel Erde, welche ich wohl entsorgen lassen müsste.
2. Die Flächen sollen wasserdurchlässig werden mit Gefälle Richtung Rasenfläche. Der bindige Boden ist nur bedingt versickerungsfähig. Seht ihr da ein Problem und sollte ich für ein gezieltes Ableiten des Regenwasser sorgen? Unser Sickerwasserschacht ist nur für die Dachflächen ausgelegt.
M
MachsSelbst25.04.25 21:30Keine Ahnung, wie man da eine qualifizierte Antwort geben soll.
0,7m Mutterboden, ab wo? Ab OK Bodenplatte? Ab UK Bodenplatte? Ab Oberkante Fertigfußboden?
Allein zwischen Oberkante Fertigfußboden und UK Bodenplatte, liegen ja schon 30, 40cm. Und das Haus wird in aller Regel auf nem Schotterpolster gegründet, welches 1-2m über das Streifenfundament übersteht, und daher auf UK Bodenplatte endet...
Grundsätzlich sollte man frostfrei gründen, d.h. 60-100cm tief je nach Region, vor allem bei bindigem Boden. Das Wasser versickert nicht, es friert, dehnt sich aus. Blöd.
Für nen Briefkasten mag das übertrieben sein, für Randsteine auch. Aber für ne Terrasse und vor allem PKW-Stellplätze, wo man ein E-Auto mit, voll beladen, bis zu 3,5 Tonnen abstellt. Da würde ich schon einen vernünftigen Unterbau machen.
Das (sparsamer Unterbau mit 20-30cm Schotter) mag alles funktionieren, solange es nur leichten Frost gibt. Aber wehe wir erleben dann doch mal einen Winter mit 2-3 Wochen bei-10 oder -15°C. Dann ist alles hin.
0,7m Mutterboden, ab wo? Ab OK Bodenplatte? Ab UK Bodenplatte? Ab Oberkante Fertigfußboden?
Allein zwischen Oberkante Fertigfußboden und UK Bodenplatte, liegen ja schon 30, 40cm. Und das Haus wird in aller Regel auf nem Schotterpolster gegründet, welches 1-2m über das Streifenfundament übersteht, und daher auf UK Bodenplatte endet...
Grundsätzlich sollte man frostfrei gründen, d.h. 60-100cm tief je nach Region, vor allem bei bindigem Boden. Das Wasser versickert nicht, es friert, dehnt sich aus. Blöd.
Für nen Briefkasten mag das übertrieben sein, für Randsteine auch. Aber für ne Terrasse und vor allem PKW-Stellplätze, wo man ein E-Auto mit, voll beladen, bis zu 3,5 Tonnen abstellt. Da würde ich schon einen vernünftigen Unterbau machen.
Das (sparsamer Unterbau mit 20-30cm Schotter) mag alles funktionieren, solange es nur leichten Frost gibt. Aber wehe wir erleben dann doch mal einen Winter mit 2-3 Wochen bei-10 oder -15°C. Dann ist alles hin.
L
Lüftermax02.05.25 00:24Moin,
Zu 1: Wenn du auf 70–90 cm Mutterboden kommst, dann musst du bei tragenden oder dauerhaft belasteten Flächen (wie Einfahrt oder Stellplätzen) auf jeden Fall bis zum tragfähigen Boden auskoffern. Mutterboden ist halt humos, speichert viel Wasser und verändert bei Frost und Feuchtigkeit ständig seine Struktur, damit kann’s dir langfristig das Pflaster oder sogar die Einfahrt verhauen. Also ja, für PKW-Stellplätze sollte der komplette organische Boden raus, auch wenn’s echt nervt mit der Entsorgung. Für eine Terrasse, je nach Aufbau, kannst du vielleicht etwas „kulanter“ sein, aber auch da: Wenn’s auf Dauer stabil sein soll, lieber ordentlich machen.
Zu 2: Bindiger Boden und Versickerung ist eh so eine Sache. Der kann zwar was aufnehmen, aber nur sehr langsam und wenn’s einmal voll ist, ist’s halt voll. Gerade bei Starkregen kommt da nicht viel weg. Wenn du die Fläche wasserdurchlässig pflasterst und das mit Gefälle zur Wiese machst, ist das schon okay, solange deine Wiese das aufnehmen kann. Aber auf Dauer kann’s halt zu Staunässe oder Matschbereichen kommen. Ein gezieltes Ableiten, zum Beispiel über eine Mulde oder Rigole, kann da schon helfen, gerade wenn du merkst, dass der Boden nach starken Regenfällen nicht mehr hinterherkommt.
Kurz: Entweder „richtig machen“ und gleich vernünftig gründen plus Wasserführung, oder halt mit dem Risiko leben, dass du in ein paar Jahren vielleicht nacharbeiten musst. Kommt halt drauf an, wie dauerhaft und belastbar du das brauchst.
Zu 1: Wenn du auf 70–90 cm Mutterboden kommst, dann musst du bei tragenden oder dauerhaft belasteten Flächen (wie Einfahrt oder Stellplätzen) auf jeden Fall bis zum tragfähigen Boden auskoffern. Mutterboden ist halt humos, speichert viel Wasser und verändert bei Frost und Feuchtigkeit ständig seine Struktur, damit kann’s dir langfristig das Pflaster oder sogar die Einfahrt verhauen. Also ja, für PKW-Stellplätze sollte der komplette organische Boden raus, auch wenn’s echt nervt mit der Entsorgung. Für eine Terrasse, je nach Aufbau, kannst du vielleicht etwas „kulanter“ sein, aber auch da: Wenn’s auf Dauer stabil sein soll, lieber ordentlich machen.
Zu 2: Bindiger Boden und Versickerung ist eh so eine Sache. Der kann zwar was aufnehmen, aber nur sehr langsam und wenn’s einmal voll ist, ist’s halt voll. Gerade bei Starkregen kommt da nicht viel weg. Wenn du die Fläche wasserdurchlässig pflasterst und das mit Gefälle zur Wiese machst, ist das schon okay, solange deine Wiese das aufnehmen kann. Aber auf Dauer kann’s halt zu Staunässe oder Matschbereichen kommen. Ein gezieltes Ableiten, zum Beispiel über eine Mulde oder Rigole, kann da schon helfen, gerade wenn du merkst, dass der Boden nach starken Regenfällen nicht mehr hinterherkommt.
Kurz: Entweder „richtig machen“ und gleich vernünftig gründen plus Wasserführung, oder halt mit dem Risiko leben, dass du in ein paar Jahren vielleicht nacharbeiten musst. Kommt halt drauf an, wie dauerhaft und belastbar du das brauchst.
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