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Mobrendon30.05.15 19:27Hallo zusammen,
Ich habe seit einiger Zeit ein Malm Bett von IKEA, das grundsätzlich funktionell und ansprechend ist, aber beim Drehen im Schlaf macht es leider ziemlich störende Geräusche. Es quietscht und knarrt, was nicht nur mich, sondern auch meine Partnerin aufweckt.
Ich vermute, dass das Geräusch vor allem von den Verbindungspunkten zwischen den Seitenteilen und der Rückenlehne kommt, aber sicher bin ich mir nicht. Gibt es bewährte Maßnahmen, die ich ergreifen kann, um das Bett ruhiger zu bekommen? Ich hatte schon überlegt, alle Schrauben nachzuziehen, aber vielleicht gibt es noch andere Tricks, z.B. spezielle Schmiermittel oder kleine Dämpfer?
Für Tipps bin ich sehr dankbar, besonders wenn jemand schon dieselbe Erfahrung mit dem MALM gemacht hat und weiß, wie man das Problem langfristig lösen kann.
Ich habe seit einiger Zeit ein Malm Bett von IKEA, das grundsätzlich funktionell und ansprechend ist, aber beim Drehen im Schlaf macht es leider ziemlich störende Geräusche. Es quietscht und knarrt, was nicht nur mich, sondern auch meine Partnerin aufweckt.
Ich vermute, dass das Geräusch vor allem von den Verbindungspunkten zwischen den Seitenteilen und der Rückenlehne kommt, aber sicher bin ich mir nicht. Gibt es bewährte Maßnahmen, die ich ergreifen kann, um das Bett ruhiger zu bekommen? Ich hatte schon überlegt, alle Schrauben nachzuziehen, aber vielleicht gibt es noch andere Tricks, z.B. spezielle Schmiermittel oder kleine Dämpfer?
Für Tipps bin ich sehr dankbar, besonders wenn jemand schon dieselbe Erfahrung mit dem MALM gemacht hat und weiß, wie man das Problem langfristig lösen kann.
Hallo Mobrendon,
Deine Vermutung bezüglich der Verbindungspunkte ist ein sehr guter Ansatz. Das MALM Bett ist ja relativ simpel konstruiert und gerade die Holzteile können durch Spannungen und geringe Materialnachgaben schnell zu Knarrgeräuschen neigen. Ich kann dir einen mehrstufigen Ansatz empfehlen:
1. Alle Schrauben und Verbindungsstücke nochmal sorgfältig prüfen und mit einem passenden Schraubendreher oder Inbus nachziehen. Dabei ist wichtig, nicht zu viel Kraft aufzuwenden, um das Material nicht zu beschädigen.
2. Als nächstes würde ich an allen Kontaktstellen etwas Teflonband oder selbstklebende Moosgummi-Pads anbringen, um Holz-auf-Holz Reibungen zu vermeiden.
3. Für bewegliche Bereiche und Schraubverbindungen bietet sich Silikonspray oder ein spezielles Möbelwachs an – kein WD-40, das kann Holz aufweichen.
4. Falls du das Gefühl hast, dass die Bettstütze auf den Lattenrost drückt, könnten auch hier kleine Kantenschutz-Pads helfen.
Eine Rückfrage noch: Hast du das Bett auf einem Holzboden, Teppich oder Fliesen? Manchmal überträgt sich das Geräusch auch verstärkt durch den Untergrund.
Gerne mehr Infos oder genaue Details, dann kann ich noch spezifischer helfen.
Deine Vermutung bezüglich der Verbindungspunkte ist ein sehr guter Ansatz. Das MALM Bett ist ja relativ simpel konstruiert und gerade die Holzteile können durch Spannungen und geringe Materialnachgaben schnell zu Knarrgeräuschen neigen. Ich kann dir einen mehrstufigen Ansatz empfehlen:
1. Alle Schrauben und Verbindungsstücke nochmal sorgfältig prüfen und mit einem passenden Schraubendreher oder Inbus nachziehen. Dabei ist wichtig, nicht zu viel Kraft aufzuwenden, um das Material nicht zu beschädigen.
2. Als nächstes würde ich an allen Kontaktstellen etwas Teflonband oder selbstklebende Moosgummi-Pads anbringen, um Holz-auf-Holz Reibungen zu vermeiden.
3. Für bewegliche Bereiche und Schraubverbindungen bietet sich Silikonspray oder ein spezielles Möbelwachs an – kein WD-40, das kann Holz aufweichen.
4. Falls du das Gefühl hast, dass die Bettstütze auf den Lattenrost drückt, könnten auch hier kleine Kantenschutz-Pads helfen.
Eine Rückfrage noch: Hast du das Bett auf einem Holzboden, Teppich oder Fliesen? Manchmal überträgt sich das Geräusch auch verstärkt durch den Untergrund.
Gerne mehr Infos oder genaue Details, dann kann ich noch spezifischer helfen.
chentan schrieb:
Ich kann dir einen mehrstufigen Ansatz empfehlenDas klingt erstmal schlüssig, aber ich stelle hier mal grundsätzlich die Frage, ob das Problem nicht eher konstruktionsbedingt ist. Ich kenne MALM-Betten und die zerlegen sich ja in einfache Teile, was die Stabilität sowie die Geräuschentwicklung unter Belastung vielleicht fördert.
Ist es also wirklich produktiv, das Bett mit allerlei Tricks und Gummi-Pads zu „verbessern“, oder sollte man sich nicht lieber direkt überlegen, ob ein anderes Modell oder eine andere Konstruktion besser geeignet ist, wenn man Wert auf geräuschlose Funktion legt?
Außerdem:
Hat jemand hier schon mal Langzeit-Erfahrung mit solchen Nachbesserungen? Ist das wirklich nachhaltig oder werden da nur Symptome bekämpft?
Würde gerne ein bisschen kontrovers diskutieren, weil ich bei MALM-Betten nicht den Eindruck habe, dass man auf Dauer störfreies Liegen garantieren kann, gerade bei intensiver Nutzung.
Hallo zusammen,
Ich schließe mich größtenteils @chentan an und möchte als Ergänzung noch einen praktischen Leitfaden geben, wie man das Quietschen beim MALM-Bett möglichst effizient in den Griff bekommt:
1. Vorbereitung: Bett komplett ausräumen und auseinanderbauen (zumindest die Seitenteile von der Rückenlehne lösen) - so siehst du alle Verbindungsstellen genau.
2. Sichtkontrolle: Schaue genau nach Holzplatzausbrüchen, Rissen oder verzogenem Material, denn beschädigte Oberflächen sind oft die Ursache für Geräusche.
3. Reinigung: Alte Staub- oder Schmutzreste an den Verbindungsstellen sorgfältig entfernen – speziell zwischen Holz und Metall (Schrauben), da diese sonst Improvisierte Reibegeräusche erzeugen können.
4. Schraubverbindungen: Diese leicht lösen, dann alle Schrauben neu eindrehen und gleichmäßig anziehen, wobei du am besten einen Drehmomentschlüssel verwendest, um Überdrehungen zu vermeiden.
5. Schmierung: Hier empfehle ich speziell Möbelwachs oder Paraffin – du kannst es mit einem weichen Tuch dünn auftragen.
6. Dämpfung: An den Kontaktpunkten, zum Beispiel dort, wo das Lattenrost aufliegt oder an den Ecken, kann man Filzgleiter kleben – diese verringern die Reibung oftmals hervorragend.
Zusammenfassend: Nach meiner Erfahrung hilft das sorgfältige Auseinandernehmen und Reinigen plus gezieltes Nachjustieren am besten.
@Tause, das Bett darf durchaus gewisse Nachbesserungen vertragen, wenn man den Geräuschkomfort erhöhen möchte. Natürlich ersetzt das keinen vollmassiven Rahmen, aber das muss ja auch nicht immer sein.
Ich hoffe, das hilft weiter!
Ich schließe mich größtenteils @chentan an und möchte als Ergänzung noch einen praktischen Leitfaden geben, wie man das Quietschen beim MALM-Bett möglichst effizient in den Griff bekommt:
1. Vorbereitung: Bett komplett ausräumen und auseinanderbauen (zumindest die Seitenteile von der Rückenlehne lösen) - so siehst du alle Verbindungsstellen genau.
2. Sichtkontrolle: Schaue genau nach Holzplatzausbrüchen, Rissen oder verzogenem Material, denn beschädigte Oberflächen sind oft die Ursache für Geräusche.
3. Reinigung: Alte Staub- oder Schmutzreste an den Verbindungsstellen sorgfältig entfernen – speziell zwischen Holz und Metall (Schrauben), da diese sonst Improvisierte Reibegeräusche erzeugen können.
4. Schraubverbindungen: Diese leicht lösen, dann alle Schrauben neu eindrehen und gleichmäßig anziehen, wobei du am besten einen Drehmomentschlüssel verwendest, um Überdrehungen zu vermeiden.
5. Schmierung: Hier empfehle ich speziell Möbelwachs oder Paraffin – du kannst es mit einem weichen Tuch dünn auftragen.
6. Dämpfung: An den Kontaktpunkten, zum Beispiel dort, wo das Lattenrost aufliegt oder an den Ecken, kann man Filzgleiter kleben – diese verringern die Reibung oftmals hervorragend.
Zusammenfassend: Nach meiner Erfahrung hilft das sorgfältige Auseinandernehmen und Reinigen plus gezieltes Nachjustieren am besten.
@Tause, das Bett darf durchaus gewisse Nachbesserungen vertragen, wenn man den Geräuschkomfort erhöhen möchte. Natürlich ersetzt das keinen vollmassiven Rahmen, aber das muss ja auch nicht immer sein.
Ich hoffe, das hilft weiter!
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Mobrendon31.05.15 09:24chentan schrieb:
Hast du das Bett auf einem Holzboden, Teppich oder Fliesen?Das Bett steht auf einem Holzboden, auf dem aber ein dünner Teppich liegt.
Tause schrieb:
Ist es wirklich produktiv, das Bett mit allerlei Tricks und Gummi-Pads zu „verbessern“Ich verstehe deinen Punkt, aber für mich wäre es erstmal eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Ein neues Bett kommt für mich derzeit nicht in Frage, da ich das MALM vom Design und Größe für meine Zimmerverhältnisse perfekt finde.
BauSimon schrieb:
Dort, wo das Lattenrost aufliegt oder an den Ecken, kann man Filzgleiter klebenDas werde ich definitiv versuchen, klingt einleuchtend.
Ich werde dann die letzten Tage mal alle Schrauben checken und etwas Möbelwachs besorgen. Falls ich dazu noch Fragen habe, melde ich mich wieder. Danke für die schnellen Tipps schon mal!
Kurz noch ein technisches Detail, das vielleicht sonst zu kurz kommt:
Beim MALM-Bett liegen ja viele Holzteile aufeinander, zum Beispiel die Seitenteile auf den Hauptstützen, oder auch die Lattenroste auf der Holzauflage. Holz arbeitet mit Feuchtigkeit und Temperatur, was zu minimalen Bewegungen führen kann. Diese Mikro-Bewegungen erzeugen dann das Knarren und Quietschen.
Folgender Tipp: Man kann zwischen die Kontaktflächen auch ganz dünne PTFE-Folien (zum Beispiel von technischen Verpackungen) einlegen. Diese reduzieren die Reibung nahezu vollständig, da PTFE sehr niedrige Gleitreibung besitzt. Wenn du das einmal ausprobierst, bekommst du eventuell zusätzliche Ruhe.
Vorsicht: Die Folien sollten wirklich dünn sein, sonst könnte der Halt der Lattenroste beeinträchtigt werden.
Ich frage mich auch, ob jemand hier schon Erfahrungen mit trockenen Schmiermitteln wie Graphitpulver bei solchen Mechaniken gemacht hat? Manche Möbelbauer schwören darauf, da damit keine Schmutzanhaftung wie bei Öl entsteht.
Vielleicht interessant für alle, die es wirklich leise und dauerhaft wollen.
Beim MALM-Bett liegen ja viele Holzteile aufeinander, zum Beispiel die Seitenteile auf den Hauptstützen, oder auch die Lattenroste auf der Holzauflage. Holz arbeitet mit Feuchtigkeit und Temperatur, was zu minimalen Bewegungen führen kann. Diese Mikro-Bewegungen erzeugen dann das Knarren und Quietschen.
Folgender Tipp: Man kann zwischen die Kontaktflächen auch ganz dünne PTFE-Folien (zum Beispiel von technischen Verpackungen) einlegen. Diese reduzieren die Reibung nahezu vollständig, da PTFE sehr niedrige Gleitreibung besitzt. Wenn du das einmal ausprobierst, bekommst du eventuell zusätzliche Ruhe.
Vorsicht: Die Folien sollten wirklich dünn sein, sonst könnte der Halt der Lattenroste beeinträchtigt werden.
Ich frage mich auch, ob jemand hier schon Erfahrungen mit trockenen Schmiermitteln wie Graphitpulver bei solchen Mechaniken gemacht hat? Manche Möbelbauer schwören darauf, da damit keine Schmutzanhaftung wie bei Öl entsteht.
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