knutgi schrieb:
Man kann ja sogar optisch relativ unauffällige Winkel nehmen, die den Gesamtlook nicht versauen.Diese Idee finde ich ehrlich gesagt ein bisschen zu simpel. Malm-Betten sind nicht unbedingt dafür bekannt, robust zu sein.
Ich behaupte: Die Konstruktion ist nicht dafür ausgelegt, Reparaturwinkel dranzuschrauben – das behebt allenfalls Symptome an der Oberfläche. Wenn da schon die Querstrebe bricht, dann hast du ein grundsätzliches Problem mit der Belastbarkeit oder dem Material selbst.
Wer Wert auf ein langlebiges Bett legt, sollte nicht kleckern, sondern klotzen: Massives Holz, neue Profile – oder gleich ein anderes Bett. Wenn der Aufwand steigt, ist eine Reparatur mit Metallwinkeln nur Flickwerk und nicht die ultimative Lösung.
likuken schrieb:
Wenn der Aufwand steigt, ist eine Reparatur mit Metallwinkeln nur Flickwerk und nicht die ultimative Lösung.Das ist ein valider Punkt. Ich möchte aber erst mal pragmatisch vorgehen, weil das Bett ansonsten gut in die Einrichtung passt und ich das Gestell noch relativ neu anmuten möchte.
Zum Thema Material: Würde sich dann ein Austausch der Spanplattenquerstrebe durch Massivholz lohnen, auch wenn das an der Optik etwas ändert? Oder lieber Multiplex?
Wie komplex ist denn so eine Umrüstung, wenn man original Schraublöcher wiederverwenden will? Was muss man da beachten, um keine neuen Spannungen ins Gestell zu bringen?
dulupar schrieb:
Zum Thema Material: Würde sich dann ein Austausch der Spanplattenquerstrebe durch Massivholz lohnen, auch wenn das an der Optik etwas ändert? Oder lieber Multiplex?Beide Optionen haben Vor- und Nachteile: Massivholz ist schön, zeigt aber eventuell nachträglich die Feuchtigkeitsaufnahme und kann arbeitsintensiver sein, wenn es nicht bereits fertig zugeschnitten ist. Multiplex ist formstabil, hat meist eine höhere Festigkeit bei gleichem Querschnitt und ist für den Zweck meistens die bessere Wahl.
Für die Umrüstung würde ich wie folgt vorgehen:
1. Maß nehmen und ein Ersatzteil anfertigen oder fertigen lassen, möglichst genau passend oder minimal dünner (0,5 mm) im Querschnitt.
2. Schraublöcher vorsichtig bohren – wenn möglich die bestehenden anzeichnen, aber in Massivholz oder Multiplex neue Löcher etwas versetzt ansetzen (1-2 mm), um nicht das Material zu schwächen.
3. Vorbohren mit einem Holzbohrer, der zur Schraubendicke passt, um Risse zu verhindern.
4. Schrauben langsam eindrehen, damit keine Spannung ins Korpus kommt.
5. Optional: Kleine Metallwinkel an den Enden befestigen, die das Gestell stabilisieren, ohne das Holz zu überfordern.
Die Gefahr bei Originallöchern aus Spanplatte ist, dass diese oft ausgefranst sind und Schrauben kaum greifen. Neue Löcher in Massivholz oder Multiplex beugen dem vor.
Reicht diese Erklärung, oder soll ich noch auf Werkzeuge und Arten von Schrauben und Leimen eingehen?
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