Resthofsanierung - on a budget

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Warum eigentlich "on a budget". Das ist glaube ich in meinem Ausgangspost nicht so wirklich rüber gekommen. Bzw. habe ich schlicht falsch geschrieben.

Wir haben 340 TEUR zzgl. laufender Ausgaben.

Die teilen sich wie folgt auf:
200 TEUR für unseren Anteil am Grundstück/Haus inkl. aller NK
140 TEUR für die Modernisierung im DG und die Sanierung im EG

Davon haben wir nun gute 35 TEUR bereits ausgegeben.

Im OG fehlt noch:
Anheben der Geschossdecke EG (ca. 20 m²) da diese zu niedrig ist im Bereich der Küche (hier sind alle Geschossdecken lustig kunterbunt unterschiedlich hoch [...]), einziehen von Leichtbauwänden um oben zwei Kinderzimmer zu schaffen bzw. zunächst nur eines, der übrige Teil wird zunächst Galerie/Bibliothek

Im EG:
fehlt noch alles, bis auf die Entkernung. Ähem. Es war zwar Wohnfläche aber die Bodenplatte ist zu dünn und nicht gegen aufsteigende Feuchte abgedichtet, es gibt keine horizontale Sperre im Bereich der Außenmauer. Die Innendämmung erfolgte so: zwei Reihen Ziegel, Silofolie (!) und dann Porenbeton. Autsch. Also auch neue Innendämmung. Neue Fenster im EG braucht es ebenfalls.
Der Grundriss bleibt dafür relativ gleich. Es bedarf nur ein-zwei neuer Innenwände und die Treppe kommt auf die andere Seite der tragenden Wand. Wasseranschlüsse sind quasi bereits dort, wo wir sie brauchen in den richtigen Dimensionen. Elektrik machen wir neu.

Was unangetastet bleibt: Dach ist gut im Schuss, ebenso die Dachdämmung, die Gasheizung aus 2005, der Warmwasserspeicher ist ausreichend dimensioniert und zusätzlich hilft eine Solaranlage das Wasser zu erhitzen. Die Fenster im OG reichen zurzeit ebenfalls aus (2-fach Isolierverglasung, tlw. Holz, tlw. Kunststoff). Das OG wird bereits von uns bewohnt (ein offener Wohn-Essbereich mit Küche, Schlafzimmer, Büro, zwei Vollbadezimmer, zwei Abstellräume)

Die teuersten Punkte sind vergeben nach Plätzen: 1. neue Fenster, 2. Badezimmer renovieren und 3. Küche gemeinsam mit der Bodenplatte.
Immerhin ist das Badezimmer fertig und die Küche ist auch bezahlt.

Eigentlich ein Ding zum wegrennen und ich bin mir sicher, der ein oder andere sieht uns schon bei "Die Schnäppchenhäuser", gefolgt von Peter Zwegat auf unserem Sofa sitzend. Ich kann den Gedankengang gut nachvollziehen. Aber wir sind guter Dinge das Projekt zu wuppen - wir wissen was uns die Bodenplatte, die Dämmung und die neuen Fenster kosten werden. Gute Freunde von uns haben ein ähnliches Projekt bereits hinter sich mit 110 TEUR für den kompletten Umbau/Ausbau und wesentlich mehr Fläche. Dafür aber wenig Änderungen am eigentlichen Grundriss selbst. Es blieb sogar genügend Geld für eine neue Terrasse übrig
Auch hier standen die Menschen aber quasi jeden Tag auf der Baustelle und wichtige Gewerke waren in der Familie vertreten (Zimmermannsmeister, Elektriker, Sanitär). Und es kostet wirklich viel Kraft und Zeit. Das sollte niemand unterschätzen. Als ich neben dem Hausprojekt, dem 39-Std. Job auch noch eine recht lernintensive Fortbildung laufen hatte, war ich um die Prüfungszeit echt auf. Im Dezember 2021 wollen wir fertig sein. Dann sehen wir, ob wir Traumtänzer waren

Edit: noch ein paar Bilder von der Dusche.
 

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Es klingt nicht nach Traumtänzer. Klar Geld ist nicht unendlich wie bei fast allen. Jedoch schlagt ihr hier nicht mit einen 6stelligen Delta zwischen Wunsch und Budget
Auch seit ihr euch im Klaren dass das „bisschen“ Eigenleistung nicht mit ein paar Wochenenden abgeleistet ist.
Freue mich auf weitere Bilder.
 
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@haydee Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Ich könnte aber gut nachvollziehen, wenn das jemand anders sehen würde. Ich muss gestehen, in manchem (schwachem) Moment habe ich selber gedacht, dass wir doch etwas naiv sind

@Climbee Ja, eigentlich kann ich dir nur beipflichten. Das würde kein normaler Mensch machen. Aber ich komme leider nicht gegen meinen inneren Monk an, der eben lange Dielenoptik vieeel besser fand, als das kleinteilige Stabparkett. Auch aus Kosten und Zeitersparnisgründen wäre das wesentlich sinniger werden. Nun ja.

Es gibt aktuell leider nichts wahnsinnig Aufregendes zu berichten. Wir haben draußen die einer Kraterlandschaft ähnelnden Rasenfläche neu angelegt. Eine Freundin, die im Consulting für Landwirte unterwegs ist, hat uns im Großhandel den von ihr empfohlenen Rasen besorgt und uns beruhigt, dass wenn wir keinen englischen Rasen haben möchten, die alte Grasnarbe nicht vorher komplett abtragen müssen. Erde haben wir liefern lassen und mein Cousin hat es mit dem- O-Ton "kleinsten Bagger den wir haben "verteilt und tlw. bereits glatt gezogen. Aufgrund zweier bereits etwas größerer Apfelbäume kam er leider nicht überall an. Daher haben wir ordentlich geschippt und geharkt. Dann Bodenaktivator eingearbeitet, Rasen ausgesät und gewalzt und demnächst folgt der Rasendünger.

Und eine Menge Müll haben wir weggebracht und müssen wir noch - unglaublich wie viel Baumüll zusammen kommt. Ökologisch wertvoll ist das sicher nicht. In Kürze starten wir dann mit dem wohl wichtigsten Projekt: der Bodenplatte. Hier werden wir von einer Architektin und einer Statikerin begleitet, die wir auf Stundenbasis bezahlen. Der Aufbau erfolgt wie auf dem Bild, welcher so grob zu erahnen ist

1. Geotextil auf dem Boden, entlang des Fundaments der Mauern, und oben eingeklappt
2. dazwischen Schaumglasschotter, verdichtet, nach oben hin dichter
3. Schutzfolie
4. Betonplatte mit Bewährung (Matte, Rundstahl)
5. Dämmung

Aufgrund der Statik müssen wir Abschnittsweise arbeiten. Insgesamt 5 Abschnitte, der vorherige Abschnitt sollte vor dem nächsten soweit trocken und stabil sein. Was das ganze ziemlich die Länge zieht und die Miete des Minibaggers nicht gerade vergünstigt. Aber gut, sei es drum.

Schönen Abend euch

Achso falls es für Verwirrung sorgt: Mein Cousin hat dort grade die Wurzel eines alten Lebensbaumes entfernt, keine Erde verteilt
 

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Ja, in zwei-drei Wochen gibt es gerne einen neuen, etwas umfangreicheren Post. Tatsache ist, dass wir derzeit dem Zeitplan "etwas" hinterher hinken und wir daher gar nicht so viel neues zu berichten haben. Aber vllt. ist gerade das die wichtige Kernaussage: Es kommt doch gerne anders als gewollt :D

Wir haben uns für die Auskofferung und das Gießen der Bodenplatte nun doch eine Firma geholt. Das wird uns tatsächlich gar nicht so viel mehr Kosten (voraussichtlich!), als wenn wir die notwendigen Baumaschinen (Bagger etc.) immer selbst wieder selbst ausgeliehen und transportiert hätten. Leider hat sich der Starttermin seitens der Firma (angebl. durch Coronafälle) deutlich nach hinten verschoben (ca. 1,5 Monate) und wir haben rund 1 Monat gebraucht um jemanden zu finden der Bock darauf hat die Bodenplatte in rund 8 (früher geplant 5) Abschnitten zu errichten. Da leckt sich derzeit leider keiner die Finger nach. Selbst werden bzw. haben wir zum Großteil den Beton entfernt, Geotextil verlegt und mit Glasschotter aufgefüllt und verdichtet. Nachdem der nächste Abschnitt fertig ist werden wir die alte Treppe versetzen. Danach werde ich ein paar Bilder posten und von 1-2 Sachen im Detail berichten. :)

Grundsätzlich hoffen wir insgesamt aber im Zeitplan zu bleiben. Da sich auch noch Nachwuchs angekündigt hat, ist der Plan bis Mitte Juni die Bodenplatte, Innendämmung und Maurerarbeiten erledigt zu haben als auch das die neuen Fenster eingesetzt sind. Idealerweise ist die Elektrik bis dahin unten auch erledigt. Mal schauen wie sich das entwickelt.
 
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