KfW55: Gas oder Luft-Wasser-Wärmepumpe mit/ohne Photovoltaik

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B

bvlgari

Hallo,

bin selber von den ganzen Kürzel im Betreff erschlagen Habe ähnliche Frage an einer anderen Stelle gestellt, die war wohl falsch war, da ich keine guten Antworten bekommen habe.

Wir wollen in NRW (Dortmund) bauen und haben uns noch nicht für die Heiztechnik entschieden (Einfamilienhaus, 150qm, massive Bauweise, Fußbodenheizung). Laut Kfw55 kommen diese zwei Ansätze für uns in Frage:

  1. Brennwertkessel, solare Trinkwarmwasser-Bereitung (Standardwerte nach DIN V 4701-10), zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad> 80%)
  2. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80%)
Anschaffungskosten: Variante 1 ist billiger, obwohl wir bei Variante 2 auf den Gasanschluss verzichten können
Betriebskosten: kann man sagen gleich?

Variante 1 und 2: Ich muss Löcher in der Wand bohren um an die frische Luft zu kommen, für beide Varianten. Wann muss vor dem Haus so ein hässliches Kasten stehen (Lüfter)

Variante 2: es wurde uns THZ304 empfohlen (Integralsystem) . Passt das für unser Haus und den normalen Verbrauch? Es gibt auch eine THZ304 SOL Variante des System.

Variante 2: würde es sich lohnen noch zusätzlich Photovoltaik zu installieren, damit man in den kalten Monaten mit keinen zu hohen Stromkosten rechnen muss (Heizstab)? Aber im Winter hat man sowieso wenig Sonne, dann hilft auch die Photovoltaik nicht (viel).

Wir müssen uns einfach entweder für 1 oder 2 entscheiden und da bin ich für jede kompetente Antwort dankbar. Hauptsache kein Lüfterkasten am Haus

Beste Grüße
Marko
 
T21150

T21150

  1. Brennwertkessel, solare Trinkwarmwasser-Bereitung (Standardwerte nach DIN V 4701-10), zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad> 80%)
  2. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80%)
Anschaffungskosten: Variante 1 ist billiger, obwohl wir bei Variante 2 auf den Gasanschluss verzichten können
Betriebskosten: kann man sagen gleich?

Variante 1 und 2: Ich muss Löcher in der Wand bohren um an die frische Luft zu kommen, für beide Varianten. Wann muss vor dem Haus so ein hässliches Kasten stehen (Lüfter)
Ich würde an Deiner Stelle bei einem KFW 55 mit Fußbodenheizung die Luft-Wasser-Wärmepumpe nehmen + Kontrollierte-Wohnraumlüftung/Wärmerückgewinnung.

Betriebskosten: Durchaus vergleichbare Höhe, tut sich nicht viel. +/- 10 Euro pro Monat hin oder her. Thermisch Solar rechnet sich nicht sinnvoll.

Der Kasten: ist der Wärmetauscher der Luft-Wasser-Wärmepumpe, der bei einer Split Anlage vor dem Haus stehen muss oder im Garten. Es gibt auch integrierte Anlagen, dort steht der WT im Haus. Lasse Dich von Deinem Heizungsbauer beraten, was bei Dir im konkreten Fall sinnvoll ist (Wünsche, bauliche Gegebenheiten, Heizlast, Warmwasser-Vorrat Geräuschentwicklung,....).

Die Kontrollierte-Wohnraumlüftung / Wärmerückgewinnung benötigt eine oder zwei Kernbohrungen, je nach Ausführung und Modell. Einen Kasten mit Ventilator hast Du nicht am Haus damit. Meist sind es zwei Lüftungsöffnungen in wählbarer Form und Gestaltung in unterschiedlicher Höhe.

Eine Photovoltaik Anlage erzeugt auch im Winter meist etwas Strom, aber Faustregel: 3 Monate im Jahr wenig bis fast nichts. Die Photovoltaik nur zu installieren, um damit im Winter die Wärmepumpe zu unterstützen, ist nicht sinnvoll, wenngleich denke ich mehr sinnvoll, als eine thermische Solar Anlage, die gar nichts tut im Winter.
Die Photovoltaik, gerade mit einem kleinen Speicher, hilft Dir, Deine Stromkosten zu senken und amortisiert sich - richtig dimensioniert - auch in sinnvollen Zeiträumen. Du solltest die Fragestellungen entkoppeln. Und Dich im Fall Pro-Photovoltaik darüber freuen, dass Du einen gewissen Nutz-Anteil auch im Winter haben wirst. In Übergangszeiträumen sowieso. Von März bis Oktober läuft viel über so eine Anlage.

LG
Thorsten
 
Zuletzt bearbeitet:
ares83

ares83

Wir stehen vor der gleichen Wahl und tendieren Richtung Variante 2. Auch weil man einen deutlich aufgeräumteren Hauswirtschaftsraum hat ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung Anlage an der Wand, den großen Puffer plus drei Ausdehnungsgefäße und die Therme selbst. Stattdessen halt diesen massiven schrank. Allerdings hieß es bei uns auch das bei V. 1 noch etwas mehr Dämmung verbaut werden muss und das insgesamt etwas teurer.

Die Tecalor die euch angeboten wurde ist eine Anlage ohne den Kasten vorm Haus. Bin mir aber gerade nicht sicher ob bei ca. 150 oder 160qm nicht die Grenze zur stärkeren 404 ist. Dadurch das ihr dann den Lärmkasten nicht vor dem Haus habt habt ihr allerdings im Hauswirtschaftsraum etwas Action.
 
B

bvlgari

Wir stehen vor der gleichen Wahl und tendieren Richtung Variante 2. Auch weil man einen deutlich aufgeräumteren Hauswirtschaftsraum hat ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung Anlage an der Wand, den großen Puffer plus drei Ausdehnungsgefäße und die Therme selbst. Stattdessen halt diesen massiven Schrank. Allerdings hieß es bei uns auch das bei V. 1 noch etwas mehr Dämmung verbaut werden muss und das insgesamt etwas teurer.

Die Tecalor die euch angeboten wurde ist eine Anlage ohne den Kasten vorm Haus. Bin mir aber gerade nicht sicher ob bei ca. 150 oder 160qm nicht die Grenze zur stärkeren 404 ist. Dadurch das ihr dann den Lärmkasten nicht vor dem Haus habt habt ihr allerdings im Hauswirtschaftsraum etwas Action.
Also bis 150qm soll die THZ304 ausreichen.
Was Lärm angeht, man hat uns gesagt, bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, isoliert man den Hauswirtschaftsraum zusätzlich.

Für die THZ304 ist als Schallleistungspegel ein Wert von 56dB eingetragen. Keine Ahnung ob das viel ist oder nicht.
 
Zuletzt aktualisiert 23.06.2024
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