Infrarot Heizungen im gesamten Haus?

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kati1337

kati1337

... die Heizenergie wird ja mit der Photovoltaik erreicht.
Wie das Brauchwasser erhitzt wird, hab ich leider vergessen (ich glaube, entweder rein elektrisch oder mit zusätzlicher Solarthermie).
...
Das klingt für mich unrealistisch für Deutschland. Wir haben aktuell tolle Werte mit der PV, allerdings läuft unsere LWWP jetzt im Sommerbetrieb und braucht kaum noch Strom.
Im Winter als die LWWP gerne mal ihre 40 kwh am Tag verzehrt hat kam vom Dach an schlechten Tagen unter 5kwh. Die restlichen 30-35 bezahlst du dann jeden Tag deinem Stromanbieter.

Daher rechne dir gut durch was das Heizen mit Infrarot via Strom den du aus dem Netz beziehst kosten würde und vergleiche das mit den Kosten anderer Wärmeerzeuger. Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass das günstig kommt. Zumindest auf die PV solltest du im Winter nicht zu stark bauen.
Elektrisch das Brauchwasser aufzuheizen ist auch kein Schnäppchen.

Wir haben auch den Traum von Synergie zwischen PV und restlicher Haustechnik. Wir erhoffen uns da aber mehr von der Klimaanlage. Wenn man die einschaltet brezelt bestimmt auch die Sonne auf's Dach. :) Die LWWP genießt das nur in den Übergangsmonaten wo man schon/noch heizt, aber auch schon mal die Sonne scheint. Der tiefe Winter ist PV-mäßig eher enttäuschend.
 
N

netuser

Aus meiner Sicht ist neben den finanziellen und technischen Aspekten an sich, der des "Wohlfühlfaktors" nicht zu unterschätzen!

Wie hier bereits 1-2 Hinweise aufkamen, empfindet bei weitem nicht jeder die Infrarotwärme als angenehm.
Ich hatte selbst ein paar Jahre die Infrarotheizung in nur einem Raum und empfand diese als unangenehm und störend. In dem Fall wurde der Raum nicht dauergenutzt bzw. nur kurzzeitig, ich persönlich würde diese als Hauptwärmequelle nicht haben wollen, selbst wenn sie nur halb so teuer im Unterhalt wäre.
 
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11ant

11ant

ich war letzte Woche bei einem Beratungsgespräch mit einem Fertighausanbieter.
Dabei ging es natürlich auch um die gewünsche Energieklasse im Haus.
KfW55 ist bei einem Fertighaus ja eigentlich schon Standard, KfW40 auch recht einfach zu erreichen. Klar, die Häuser bestehen ja im Prinzip auch nur aus ein paar Holzbalken und Dämmmaterial.

Da ich sowieso Photovoltaik auf das Dach machen möchte, kommt man ja schon schnell zur KfW40+.
Meine Überlegung war deshalb mit Solaranlage, LWWP und FBH in Richtung KFW40+ zu gehen.
Ein Sektkühler "gehört" in einen Maybach - einbauen können tut man ihn wohl auch in einen Dacia Logan, aber da ist er dann schon recht weit "off Standard". KfW40 ist ein "Feature" für eine Häuslebauer-Zielgruppe, die schon ein wenig arriviert ist. Hinsichtlich der Basics für das alltägliche Leben ist die Checkliste schon zur Zufriedenheit abgehakt, nun kommen die Kür-Extras wie sich auf bio, vegan oder dergleichen umzustellen. Solar und oder PV mag sich rentieren, ist aber eben etwas für Leute, die schon ans Investieren denken können. Ein Haus der Kategorie "Raumwunder & Co" hat als Zielgruppe aber junge Familien - die investieren nicht, die konsumieren (und zwar banalste Bedarfsgüter wie Babywindeln und dergleichen).

Entweder zu Dir "paßt" ein Jungfamilienhaus, ODER Du kannst Dich schon mit Avantgardetechnik beschäftigen. Ich kann und will Dir in einem freien Land nicht verbieten, diese beiden Welten zu vermengen - aber ich möchte Dir einen Denkanstoß mit auf den Weg geben, daß Du mit Avantgardetechnik in einem Jungfamilienhaus ein atypisches Gesamtprodukt erzeugst. Ich sehe sich daraus zwei Konsequenzen ergeben: im Wiederverkauf, daß Du den Mehrpreis der standardfremden Ausstattungsmerkmale wirst vollabschreiben müssen; und beim Bau, daß Du damit für die Ausführenden routinefremde Details erzeugst, die meist Komplikationen nach sich ziehen. Der Sektkühler ist beim Dacia Logan schon im Kabelbaum nicht vorgesehen, und so findest Du Häuser der Kategorie "Raumwunder & Co" eben auch nicht als Smart Home Edition. Wenn die Muttis den Platz im Kleiderschrank für Sabberlätzchen brauchen, ist für die Discomaus Highheels kein Platz mehr ;-)

Ich denke daher: mit KfW40+ und PV und Infrarotheizung bist Du in der aktuell von Dir angedachten Häusergrundmodelle-Range im falschen Film und solltest für Dich klären, ob die Hausklasse ODER die Ausstattungslinie zu Dir paßt - beides gleichzeitig wäre mindestens sehr, sehr ungewöhnlich. Wenn ein Häuservertriebsfuzzi über eine solche "quer durch den Baukasten" Kombination überhaupt mit Dir nachdenkt, erklärt sich das daraus, daß es in diesem Bereich von Typen wimmelt, die beruflich freundlich gesagt noch sehr in der Orientierungsphase sind. Da sind Anfänger und Umschüler leider sehr viel häufiger als Alte Hasen.
 
B

Bookstar

Wer richtig Komfort will, der ist mit Infrarot und Wärmepumpe auf Abwegen unterwegs. Beides Stromheizungen mit großen Einschränkungen.

Pellets oder Gas ist da viel besser :)
 
kati1337

kati1337

Hier wird schon wieder viel pauschalisiert. o_O
Wir sind auch eine junge Familie, haben trotzdem in PV "investiert" und finden das für unsere 150m² Butze auch nicht außergewöhnlich als Ausstattungsmerkmal. Wir haben auch Raum für Lätzchen UND High Heels im Haus, Stauraum ist eine Frage von Organisationstalent, nicht von m².

Ich würde auch nicht pauschal sagen, dass eine LWWP eine "Stromheizung mit großen Einschränkungen" ist und Gas pauschal besser sei. Wir haben den ersten Winter hinter uns und fühlten uns in keinster Weise eingeschränkt, eher im Gegenteil. Es waren immer wohlig warme 24°C im Haus. Das lief auch alles über den Inverter, Heizstab haben wir nicht gebraucht. :)
 
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