Infrarot Heizungen im gesamten Haus?

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Wandervogel85

Hallo zusammen,

ich war letzte Woche bei einem Beratungsgespräch mit einem Fertighausanbieter.
Dabei ging es natürlich auch um die gewünsche Energieklasse im Haus.
KfW55 ist bei einem Fertighaus ja eigentlich schon Standard, KfW40 auch recht einfach zu erreichen. Klar, die Häuser bestehen ja im Prinzip auch nur aus ein paar Holzbalken und Dämmmaterial.

Da ich sowieso Photovoltaik auf das Dach machen möchte, kommt man ja schon schnell zur KfW40+.
Meine Überlegung war deshalb mit Solaranlage, LWWP und FBH in Richtung KFW40+ zu gehen.

Mein Berater hat mir jetzt als Alternative vorgeschlagen, anstatt der LWWP und Fußbodenheizung im ganzen Haus Infrarotheizungen zu verbauen. Da könnte man sich die Kosten für die Wärmpumpe (inkl. Wartung) und die Fußbodenheizung sparen. KFW40+ wäre ja trotzdem erreichbar, denn die Dämmung bleibt die gleiche und die Heizenergie wird ja mit der Photovoltaik erreicht.
Wie das Brauchwasser erhitzt wird, hab ich leider vergessen (ich glaube, entweder rein elektrisch oder mit zusätzlicher Solarthermie).

Überschlägig berechnet würde bei den Gesamtkosten kein großer Unterschied darstellen. Allerdings würden bei der Infrarotheizung Wartungskosten und Verschleiß wegfallen.

Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht und das gesamte Haus mit Infrarotheizungen ausgestattet?
Ich kannte das bislang nämlich nur als Badspiegel.

Achja, mir wurde diese Hersteller empfohlen: Googled mal "Infrarot Riedlingen" :)
 
tomtom79

tomtom79

Abgesehen ob es funktioniert oder nicht, ich habe die Wärme von der infrarot Heizung als unangenehm empfunden. Punktuell sehr warm und auch Recht träge zum erwärmen eines Raumes.
 
N

nordanney

die Heizenergie wird ja mit der Photovoltaik erreicht.
Nachts und von Oktober bis März auch?
Wie das Brauchwasser erhitzt wird, hab ich leider vergessen (ich glaube, entweder rein elektrisch oder mit zusätzlicher Solarthermie).
Also auch aus der Steckdose - im Winter gibt die Solarthermie Dir auch kein warmes Wasser und die PV-Anlage keinen Strom für den Durchlauferhitzer. Brauchwasser-WP wäre eine vernünftige Lösung.

Insgesamt halte ich von dem Vorschlag absolut gar nicht.
 
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Mycraft

Mycraft

Moderator
Infrarotheizung funktioniert gut.....in Spanien.

Es tauchen auch immer wieder mal Berichte von Leidgeplagten auf die auf dieses Pferd gesetzt hatten. Eins der wichtigen Punkte die man noch bedenken sollte ist: Häuser mit Infrarotheizungen haben einen hohen Wertverlust.
 
H

haydee

Ich finde Infrarot ganz nett vor der Dusche oder am Sofa. Einfach da
wo man es schnell etwas wärmer möchte. Zum Heizen für einen ganzen Raum hat es etwas von Lagerfeuer. Grillfunktion im Gesicht, Rücken Erpelkombi
 
W

Wandervogel85

Abgesehen ob es funktioniert oder nicht, ich habe die Wärme von der infrarot Heizung als unangenehm empfunden. Punktuell sehr warm und auch Recht träge zum erwärmen eines Raumes.
Ich kenn das eben auch nur als Zusatzheizung fürs bad, damit die Spiegel nicht beschlagen oder als kleine Heizung für die Garage um darin zu werkeln.
Ich kann mir das Flächendeckend auch nicht ganz vorstellen.


Nachts und von Oktober bis März auch?

Also auch aus der Steckdose - im Winter gibt die Solarthermie Dir auch kein warmes Wasser und die PV-Anlage keinen Strom für den Durchlauferhitzer. Brauchwasser-WP wäre eine vernünftige Lösung.

Insgesamt halte ich von dem Vorschlag absolut gar nicht.
Das ist natülich immer das Problem, dass man in Zeiten des höchsten Energiebedarfs auch die wenigste Energieerzeugung hat. Und da hilft dann halt auch der Stromspeicher nicht lange über die Runden. Der ist ja auch nicht unendlich groß.


Infrarotheizung funktioniert gut.....in Spanien.

Es tauchen auch immer wieder mal Berichte von Leidgeplagten auf die auf dieses Pferd gesetzt hatten. Eins der wichtigen Punkte die man noch bedenken sollte ist: Häuser mit Infrarotheizungen haben einen hohen Wertverlust.
Das bestätigt vollkommen meine Vermutung. Es wird schon seinen Grund haben, warum das fast keiner macht. Und hier im Schwarzwald mit durchaus noch nennenswerten Wintern ist Heizen eben doch was wichtiges.
Darüber, dass das schon auch eine sehr exotische Lösung wäre, habe ich auch meine Gedanken gemacht. Gerade wenn man sich die Verrohrung für eine Fußbodenheizuung spart, hat man halt auch für ewig ein Problem, denn die ist fast nicht mehr nachrüstbar. Falls das System die Hoffnungen nicht erfüllt, ist man angeschmiert.
Auch hinsichtlich des Wiederverkaufswerts für das Haus ist ein klassisches System besser.

Meine Tendez war schon im Gespräch, dass ich allen vermeindlichen Vorteilen zum Trotz, beim herkömmlichen System (LWWP, Fotovoltaik mit Speicher und FBH) bleiben werde. Das ist auch später noch für fast alle Arten der Wärmeerzeugung nutzbar, falls es mal was anderes gibt und die Wärmepumpe raus fliegt.
 
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