Baum auf Nachbargrundstück - Handlungsbedarf und -möglichkeiten?

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ypg

ypg

Wenn man danach geht, dann dürfte man wohl gar nichts mehr bauen. ;)
Naja, es sind DEINE Argumente. Wenn Du das so siehst, solltest Du nicht bauen. So viele Ängste… puuh. Mit Natur hattest Du jetzt nur etwas durch Dein Parkverhalten zu tun?
Ein besseres Bild kann ich gerade noch nicht liefern. Auf der Zeichnung ist rechts die Linde, links ist mein Grundstück.
Rechts, links… zumindest mal die Ausrichtung muss man doch mitteilen können, wenn man sich vor Schatten fürchtet. Auf dem Boden der Tatsachen gibt es Nord, Ost, Süd und West ;)
Das Haus soll 3m an die eingezeichnete Linie aufgestellt werden.
Warum? Ich dachte, es war gerade erst der Vermesser da? Ich rate ja immer, sich nicht so festzulegen, WÄHREND der Planung. Planungen sind da zu da, sie auch mal zu verwerfen.
Bessere Bilder kann ich erst später nachliefern.
Ich rate so oft hier und auch anderswo, sich mit dem Grundstück und nicht mit dem Linienführungsprogramm im PC zu beschäftigen.
Wenn man mal kariertes Papier und Stifte in die Hand nimmt. sich mal alles so aufzeichnet inkl der Windrichtung, Nachbarn, Nordpfeil etc, dann erst begreift man, was drei Meter so sind.
Dann auch entdeckt man Möglichkeiten und Optionen, wie man ein Problem umgeht.
Dass man sich vor Ort mal auf das Grundstück setzt, setze ich voraus.

Wenn man mal @Oakland googelt, dann findet man jmd, der mutig um eine Eiche gebaut hat. Da wurde nie das Problem des unkompostierbaren Laubes diskutiert, sondern nach Lösungen gesucht, wie man Haus und Baum vereint.
 
H

haydee

Die Linden auf dem Friedhof hinterlassen nichts klebriges. Zumindest ist mir jahrlang nichts aufgefallen, beim Grabsteinputzen.
Vielleicht gibt es genug Fressfeinde bei uns.

Ein gesunder Baum verliert nicht einfach Äste die gefährlich werden.
 
J

Joedreck

Also ich bin aktuell Laternenparker in einer Straße voller Linden. Vermutlich kommt daher auch meine Lindenabneigung. Die Linden produzieren so unfassbar viel klebrigen Dreck, das ist wirklich nicht schön. Ich muss das Zeug vom kompletten Auto kratzen. Auf dem ganzen Auto sitzen Wespen. Das fühlt vielleicht nur jemand, der auch diese Erfahrung sammeln konnte. ;) Um das Auto geht es mir aber gar nicht so sehr, das würde unter dem Carport stehen.

Ich habe dahingehend aber auch mehr Angst um die Photovoltaikanlage und Fassade des Hauses. Das Zeug wird doch mit Sicherheit auch die ganzen PV-Panele vollschmieren und vollkleben. Da geht es dann nicht nur um die nervige Optik, sondern auch um Einbußen bei der Produktivität. Der Fassadenputz wird darunter sicher auch leiden, ebenfalls lockt das massig Wespen an. Und: Bei starkem Wind sehe ich weiterhin mein Haus möglichen Beschädigungen ausgesetzt. Herabfallende Äste, die ganze Krone, die sich in Hausrichtung biegt. Aber das ist natürlich erstmal nur eine hypothetische Gefahr, keine Ahnung, ob das am Ende zutreffend ist.
Bäume abholzen, um grünen Strom zu produzieren, dürfte ökologisch mit großer Wahrscheinlichkeit sogar Sinn machen. Einfach mal gegenrechnen, wie viel Kohleverstromung man sparen kann, wenn die PV-Anlage mit hohem Wirkungsgrad zur Selbstversorgung beiträgt. Eine Ersatz- bzw Ausgleichsbepflanzung dürfte ohnehin immer vorgeschrieben werden. Und naja, wer war zuerst da... Wenn man danach geht, dann dürfte man wohl gar nichts mehr bauen. ;)
Ein besseres Bild kann ich gerade noch nicht liefern. Auf der Zeichnung ist rechts die Linde, links ist mein Grundstück. Die Grenze ist die eingezeichnete Linie. Das Haus soll 3m an die eingezeichnete Linie aufgestellt werden. Bessere Bilder kann ich erst später nachliefern.

Wie gesagt, ich bin jetzt auch noch nicht wild entschlossen, dass der Baum weg muss. Ich möchte erstmal nur sehen, ob meine Gedanken völlig abwegig sind und ob ich überhaupt Handhabe hätte.

Viele Grüße!
Ich wüsste jetzt nicht, warum Wespen deiner Fassade schaden sollte.
Bei dem grünen Strom dürfte auch gern die Herstellung der Paneele berücksichtigt werden inkl. Verschiffung etc. Glaube nicht, dass dort so viel eingespart werden kann.
Sofern was bei Sturm kaputt geht, übernimmt das die Versicherung. Auch wenn es von einem Ast kommt.

Handhaben hat man erst, wenn es wirklich gefährlich wird. Also Baum tot oder so.

Deine Argumente sind für mich fadenscheinig, um den unliebsamen, störenden Baum loszuwerden. Schäden sind nicht zu erwarten.
 
D

Durran

Auf einem Grundstück von mir stand auch eine Linde, ca. 10m hoch und 4m vom nachbarlichen Grundstück entfernt. Irgendwann kam dann die Nachbarin und verklagte mich, die wurzeln der Linde habe ihre Terrasse angehoben. 7000€ Schaden. Ging dann vor Gericht mit einer gütlichen Einigung. Der Baum hatte aber auch Überhang und überragte das andere Grundstück.

Ich hatte vom Amtsgericht ein Urteil, über meine Verpflichtung bis zum 01.03.2020 den Baum zu entfernen. Ich habe die Linde dann entsprechend dem Urteil auch fristgerecht gefällt. Ich war jedoch der Meinung, auch aufgrund der Tatsache, dass meine Haftpflichtversicherung keine weiteren Schäden der Linde bezahlen wird, die Fällung auch durchführen zu dürfen. Es war ein Urteil eines deutschen Gerichts!

Nein, entsprechend der Baumschutzsatzung der Gemeinde darf ich nicht einfach fällen. Daher musste ich noch 168,50 Euro Strafe für die Fällung ohne Genehmigung bezahlen. Deutschland halt. Egal, die Fällgenehmigung hätte genauso viel gekostet.

Hier sieht man allerdings deutlich wie bescheuert die deutsche Bürokratie arbeitet. Was wenn nicht ein Urteil des Amtsgerichtes berechtigt mich denn mehr.
 
Zuletzt aktualisiert 06.12.2021
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