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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

Y
ypg
02.04.26 21:35
MachsSelbst schrieb:
Abgesehen davon ist das doch hier ein Thread um über die hohen Baupreise zu diskutieren und kein "Ich bin so toll, mir kann das alles egal sein"-Laufsteg, oder?

Ich kann mich sehr gut erinnern, wie hier letztes oder vorletztes Jahr ebenso angegeben wurde (in diesem Thread), dass „man selbst“ sich ja ein Haus bauen konnte und sich immer noch ein Steak zum WE leisten kann. Ja, was das Steak damals mit Baukosten zu tun hatte… ? …aber man selbst ist ja nur hier, um durch Kritik an andere ein Selbstwertgefühl zu bekommen, was das Steak wohl nicht mehr erreicht. Bei einem selbst ist natürlich immer etwas anderes 😉
O
Oetti
03.04.26 08:04
Einen Gedanken habe ich noch zur aktuellen Entwicklung und den Baupreisen:

Bauen wird hierdurch noch schwieriger, der Wohnungsmangel noch größer, Bestandsimmobilien als vermeintlich günstiger Einstieg ins Eigenheim attraktiver. Und damit wird das in den nächsten Jahren zu erwartende Erbe größer  - yippie!

M
MachsSelbst
03.04.26 23:47
Sich auf den Tod naher Angehöriger freuen, weil ein Erbe winkt. Ein neuer Tiefpunkt...
S
Schmirgel
04.04.26 10:28
Ich denke, die Preise ziehen ordentlich an, sehr schnell schon wegen steigender Transportkosten.
Gleichzeitig sehe ich den Fachkräftemangel als bauhinderlich - Unternehmen haben immer mehr Probleme, Zeitpläne einzuhalten. Unser Dachdecker kommt nun Mittwoch, nachdem ich das bestimmt 4 mal angerufen habe. Im letzten Gespräch, habe ich drum gebeten, mir doch ggf einfach ehrlich abzusagen, wenn unser Auftrag zu unrentabel ist (Schieferreperatur). Da hieß es nur, das sei es nicht, man habe einfach zu viel zu tun und die Konkurrenz besetze aus gutem Grund gerade nicht einmal den Telefonposten. Man wüsste nicht wohin. 

Ich erwarte Preissteigerungen für Plastik und auch bei asiatischen Importen. Die trifft die Blockade der Straße von Hormus noch viel mehr. 
Gleichzeitig gehe ich stark davon aus, dass zwar ein Reformenpaket kommt, aber in der Tu-mir-nicht-weh -Edition. Und deshalb begleitet von einer Erhöhung der Umsatzsteuer - damit bleibt einfach weniger Spielraum zu finanzieren. Hier würde ich jetzt schon überlegen, wieviel Rate ich mir dann noch leisten will. 

Was kann man tun? Sich einschränken beim Fahren, tendenziell nicht noch einmal Verbrenner kaufen, aber diese noch zu Ende fahren. Jetzt auf Vorrat einkaufen, soweit sinnvoll. Größere Investitionen jetzt. Aktien sind gerade auch nicht uninteressant.

Wir fahren auf jeden Fall seit Jahren nur noch sehr bewusst in den Urlaub. Alle 2-3 Jahre erfüllen wir uns einen Traum, ansonsten ist es halt auch einfach die Nordsee oder Bayern. Das funktioniert wunderbar und ist wettertechnisch auch wunderbar. Wir investieren die Zeit und das Geld teilweise in Haus und Garten: wir wollen die Zeit hier genießen.
Wir reduzieren Restaurantgänge auf Berufliche Events, meine wöchentlichen Kinobesuche sind ersetzt durch 2 streaming Abos. Wir fahren ältere Autos, als unsere Jobs vermuten lassen, weil wir bei E-Autos unschlüssig sind.


Unsere Situation ist okay, aber auch nicht zum prahlen geeignet: keine Finanzierung, Eigenheim, 2 Verbrenner, keine PV, ländlich, schlechter ÖPNV, Beamte, Elternzeit, 1 Vollgehalt,
M
moHouse
04.04.26 18:32
Oetti schrieb:
sodass sich die Wohnung immer mehr über die Inflation einfach selbst zahlt.


Die Wohnung zahlt sich über die Inflation selbst. Aha...interessant. Ich weiß was du sagen willst. Hohe Inflation gepaart mit gleichbleibendem Reallohn aufgrund von Lohnanpassung ist für Schuldner immer ein Traum. Aber von "selbst zahlen" weit entfernt. Dafür müsste die Wohnung Einkünfte erzielen.

Oetti schrieb:
Kaum vorstellbar, aber zumindest mein Job ist (kein Beamter) auf Grund der Tätigkeit, Position und Arbeitgeber unkündbar. Auch das entspannt unglaublich.


Ich bin Beamter und in dieser Absolutheit würde ich das nie formulieren. Würde mich wundern, wenn ich Dir in Deinem Job keine Konstellationen für eine Kündigung aufzeigen könnte...

Oetti schrieb:
bauen wird hierdurch noch schwieriger, der Wohnungsmangel noch größer, Bestandsimmobilien als vermeintlich günstiger Einstieg ins Eigenheim attraktiver. Und damit wird das in den nächsten Jahren zu erwartende Erbe größer  - yippie!


Naja. Auch das ist keine Gottgegebene Kausalkette für jede Immobilie. Wir reden ja gern Krisen auf der einen Seite herbei, machen auf der anderen Seite aber Schlussfolgerungen die genau in die andere Richtung gehen.
Sollte Deutschland als Wirtschaftsstandort immer unattraktiver werden, werden wir neben dem demographischen Faktor des Bevölkerungsschrumpfens auch verminderten Zuzug haben. In Summe wird die Nachfrage nach Wohnungen schrumpfen. 
Hier wird natürlich der Standort eine immense Rolle spielen. Aber auch hier darf man nicht in den heutigen Maßstäben rechnen. Mit sich ändernder Industrie werden sich auch nachgefragte Gegenden ändern.

Alte Häuser mit schlechter Energiebilanz können richtige Ladenhüter werden. Wie wird sich die Nachfrage zwischen Wohnungen und Häusern verteilen, wenn massig Häuser der Boomer auf den Markt kommen? 
Alles Fragen, die man heute nicht mit absoluter Sicherheit beantworten kann.