ᐅ Architektin wird emotional und will nicht weiter machen. Wie mache ich nun weiter?
Erstellt am: 11.03.26 17:41
O
OhropaxN
nordanney16.03.26 19:41Ohropax schrieb:
Vom Gästezimmer zum Gästebad musste man über den Flur/Schmutzbereich laufen. Ich haben dann darum gebeten das Gästezimmer und Gästebad in die selbe "Ecke" zusammen zu setzen, damit die Gäste nicht durch den Flur/Schmutzbereich müssen und so eventuell durch andere Menschen im Haus "halb-nackt" gesehen werden können. Du weißt was ich meine? Solche grundlegenden Praktikabilitätserwägungen wurden nicht angestellt.Sehe ich tatsächlich nicht als "grundlegend" an. Würde auch nie das Gästebad nach dem Gästezimmer ausrichten (Schmutzbereich = Hauseingangsflur?). Außer, die Hütte ist so groß, dass man tatsächlich solche Konstrukte wählen kann. Aber das ist bei dem "begrenzten" Budget ja nicht zu erwarten. Also normales Haus mit normalem Grundriss an den Bewohnern ausgerichtet.
Tatsächlich kann man Deine gefundenen "Makel" am Grundriss fast durchgehend nicht nachvollziehen, da wir den Grundriss nicht kennen. Auf den ersten Blick sind es keine "Makel", sondern die Architektin konnte Deine Gedanken nicht lesen und/oder Du hast Deine Gedanken nicht kommuniziert. Ich bleibe beim Kommunikationsproblem, wovon immer mehr (mMn) von Dir ausgeht.
Würde mich freuen, wenn Ihr zu einer gütlichen Einigung kommt und wir im Nachgang eine Auflösung der Situation mit dem schlechten Grundriss der Architektin und dem Endergebnis nach Deinen Wünschen sehen können.
ypg schrieb:
Vielleicht hat ja anfangs schon das ganze Raumanforderungsprofil nicht wirklich gepasst, dass die Dame bewusst diese Anzahlung genommen hat 8-)Die Anzahlung hatte sie sogar noch davor. Sie hatte wohl von Anfang an wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeit ;-)
ypg schrieb:
Wahrscheinlich resultiert auf einer Priorisierung auch Dein zu schmaler Flur.Dann muss man als Architekt eben auf so etwas hinweisen und nicht blind einen Entwurf erstellen der "Murks" ist. Man kann ja sagen, kann ich so machen. Das Haus wird aber 20cm breiter. Dass kostet dann XYZ. Wollen Sie das so? Das erwarte ich als Bauherr.
Die Architektin hat sich übrigens nie über die Baukosten für das Haus geäußert. Es wurde hin und her geplant und der GU sagte mir dann jeweils, was das kosten soll. Ist das "normal"?
Ohropax schrieb:
"Ungewöhnlich" ist aber nicht der Maßstab. Gut- oder Schlechtleistung, darum geht es hier.Ich habe lediglich hergeleitet, warum die Schlechtleistung nicht besser sein kann, wenn man eine unerfahrene Architektin wählt ...
Ohropax schrieb:
Die Architektin hat sich übrigens nie über die Baukosten für das Haus geäußert. Es wurde hin und her geplant und der GU sagte mir dann jeweils, was das kosten soll. Ist das "normal"?... und dann ist es eben "normal" weil "kausal". Die Architektin wird geträumt haben, daß ihr Entwurf im Budget realisierbar wäre. Woher soll sie es auch besser wissen, wenn ihre Aufgabe regelmäßig vor dem Punkt der Wahrheit endet ?
Deshalb sage ich ja immer: selbst falls man nach dem "Modul A" nicht miteinander weitermacht, der Architekt muß immer beide Halbzeiten drauf haben.
Man sollte sich vom Architekten immer Referenzen zeigen lassen, die aussagekräftig sind, nicht nur ansehnlich gewordene Häuser.
Mit Ausnahme von Rockefeller oder Onassis hat man ja schließlich endliches Geld. Damit muß der Architekt nachweislich haushalten können, sonst kann man gleich nur einen Grafiker beauftragen.
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K
k-man202116.03.26 20:35Ich lese hier schon seit Anbeginn mit, weil es uns auch gerade so ähnlich ging - wir haben einem Architekten ein Budget vorgegeben, eine grobe Indikation von gewünschten Räumen, etwas von unserer Lebensweise erzählt und natürlich das Grundstück gezeigt. Er hat einen wunderbaren Entwurf gemacht, den wir mit minimalen Änderungen sofort akzeptiert haben - nur die Kostenschätzung ließ auf sich warten. Dann die Überraschung: mehr als 50% teurer als Budget - ok, insgesamt sprechen wir über ein höheres Budget als bei @Ohropax, aber der Effekt ist der gleiche.
Wir haben aber nicht angefangen, die Flächen zusammenzustreichen oder Wände zu verschieben etc., sondern haben gemeinsam überlegt, was besonders teuer am Entwurf ist und auf was wir verzichten können. Daraufhin hat der Architekt die Pläne nochmal überarbeitet und was heraus gekommen ist war so, dass wir uns alle gefragt haben, warum wir nicht gleich auf die günstigeren Lösungen gekommen sind. Wir sind zwar immer noch etwas über Budget, aber das können wir jetzt verkraften. Außerdem hat der Architekt vorgeschlagen, Richtpreise für die teuersten Gewerke einzuholen, um seine Kalkulation abzusichern, was wir eine gute Idee finden und was die Kostenrechnung absichert (mit einem GU wollen wir nicht bauen, so haben wir die Kosten viel besser in der Hand).
Was wäre unsere Not-Lösung gewesen: Wir hätten den gleichen Architekten um einen neuen Entwurf gebeten, der das Budget komplett einhält und dafür unsere Anforderungen und Ideen hinten anstellt. Immerhin hat er den ersten Entwurf geliefert, der uns super gefallen hat, d. h. er hat uns verstanden. Wir hätten und haben ihn nicht zum Zeichenknecht degradiert, sondern auf gleicher Augenhöhe nach einer Lösung gesucht, auch weil wir eben keine Architekten sind, und nicht abschätzen können, wie ein enger Flur, eine niedrigere Decke etc, wirkt - so wie @ypg geschrieben hat. Die Zusammenarbeit hat ihn Lehrgeld gekostet und wird uns Reserven kosten, aber sie ist immer noch top. Wir haben übrigens einen Vertrag nach HOAI, keinen Festpreis. Unsere "Not-Not-Lösung" wäre ein Fertighaus von der Stange gewesen.
In deiner Situation würden wir entweder prüfen, ob ihr mit der Architektin weiter machen wollt und vielleicht doch noch auf einen gemeinsamen Nenner kommt oder das Lehrgeld bezahlen (auch wenn es worst case die volle Summe sein sollte) und mit einem neuen Architekten neu starten. Wer weiß, ob ein neuer Entwurf nicht noch viel besser als der jetzige wird - und ich hätte große Bedenken, ob aus einem lustlosen Entwurf mit verschobenen Wänden ein Haus entsteht, in man gern die nächsten 30 Jahre leben will.
Wir haben aber nicht angefangen, die Flächen zusammenzustreichen oder Wände zu verschieben etc., sondern haben gemeinsam überlegt, was besonders teuer am Entwurf ist und auf was wir verzichten können. Daraufhin hat der Architekt die Pläne nochmal überarbeitet und was heraus gekommen ist war so, dass wir uns alle gefragt haben, warum wir nicht gleich auf die günstigeren Lösungen gekommen sind. Wir sind zwar immer noch etwas über Budget, aber das können wir jetzt verkraften. Außerdem hat der Architekt vorgeschlagen, Richtpreise für die teuersten Gewerke einzuholen, um seine Kalkulation abzusichern, was wir eine gute Idee finden und was die Kostenrechnung absichert (mit einem GU wollen wir nicht bauen, so haben wir die Kosten viel besser in der Hand).
Was wäre unsere Not-Lösung gewesen: Wir hätten den gleichen Architekten um einen neuen Entwurf gebeten, der das Budget komplett einhält und dafür unsere Anforderungen und Ideen hinten anstellt. Immerhin hat er den ersten Entwurf geliefert, der uns super gefallen hat, d. h. er hat uns verstanden. Wir hätten und haben ihn nicht zum Zeichenknecht degradiert, sondern auf gleicher Augenhöhe nach einer Lösung gesucht, auch weil wir eben keine Architekten sind, und nicht abschätzen können, wie ein enger Flur, eine niedrigere Decke etc, wirkt - so wie @ypg geschrieben hat. Die Zusammenarbeit hat ihn Lehrgeld gekostet und wird uns Reserven kosten, aber sie ist immer noch top. Wir haben übrigens einen Vertrag nach HOAI, keinen Festpreis. Unsere "Not-Not-Lösung" wäre ein Fertighaus von der Stange gewesen.
In deiner Situation würden wir entweder prüfen, ob ihr mit der Architektin weiter machen wollt und vielleicht doch noch auf einen gemeinsamen Nenner kommt oder das Lehrgeld bezahlen (auch wenn es worst case die volle Summe sein sollte) und mit einem neuen Architekten neu starten. Wer weiß, ob ein neuer Entwurf nicht noch viel besser als der jetzige wird - und ich hätte große Bedenken, ob aus einem lustlosen Entwurf mit verschobenen Wänden ein Haus entsteht, in man gern die nächsten 30 Jahre leben will.
Schau mal hier, @Ohropax
https://www.hausbau-forum.de/threads/grundrissplanung-fuer-Einfamilienhaus-inkl-keller-und-doppelgarage.p4x2g5/#j9t4n4
Genau das Gleiche: 750000€ zur Verfügung, davon müssen allerdings alle Nebenkosten noch abgezogen werden - und geplant wird ein Mio-Projekt.
https://www.hausbau-forum.de/threads/grundrissplanung-fuer-Einfamilienhaus-inkl-keller-und-doppelgarage.p4x2g5/#j9t4n4
Genau das Gleiche: 750000€ zur Verfügung, davon müssen allerdings alle Nebenkosten noch abgezogen werden - und geplant wird ein Mio-Projekt.
11ant schrieb:
Damit muß der Architekt nachweislich haushalten können, sonst kann man gleich nur einen Grafiker beauftragen.Das ist eine sehr schöne Formulierung! So ist es!!
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