Hallo ins Forum,
bei uns wird es ernst: Wir gehen in die konkrete Planung unseres Bauvorhabens. Und ich wäre froh und dankbar über euer Feedback zu unserer laienhaften Grundrissplanung. Wir bauen im Erzgebirge in Deutschlands höchstgelegener Stadt Oberwiesenthal. Hier gelten noch ostdeutsche Preise (ich habe verglichen und es ist ein signifikanter Preisunterschied auszumachen). Also los gehts...
Bebauungsplan/Einschränkungen




bei uns wird es ernst: Wir gehen in die konkrete Planung unseres Bauvorhabens. Und ich wäre froh und dankbar über euer Feedback zu unserer laienhaften Grundrissplanung. Wir bauen im Erzgebirge in Deutschlands höchstgelegener Stadt Oberwiesenthal. Hier gelten noch ostdeutsche Preise (ich habe verglichen und es ist ein signifikanter Preisunterschied auszumachen). Also los gehts...
Bebauungsplan/Einschränkungen
- Größe des Grundstücks: 1.200 qm
- Hang: Ausrichtung gen Süden
- Grundflächenzahl: k. A.
- Geschossflächenzahl: k. A.
- Baufenster, Baulinie und -grenze:
- 3 m zur Grundstücksgrenze
- das südlich & westlich angrenzende Grundstück gehört meinen Eltern
- Randbebauung: k. A.
- Anzahl Stellplatz: 2 (Carport auf der Ostseite des Hauses)
- Geschossigkeit: Keller, EG, OG, Dachgeschoss
- Dachform: Satteldach 35-38°
- Stilrichtung: bayerisches Landhaus
- Ausrichtung: Ost-West, d. h. Dachflächen N-S
- Maximale Höhen/Begrenzungen: muss sich der Bebauung in der Umgebung anpassen
- weitere Vorgaben: k. A.
- Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp:
- Land-/Holzhaus (Keller + EG außen weiß verputzt; OG + Dachstuhl Holzbohle mit Tiroler Schloss-Optik)
- Satteldach
- Keller, Geschosse
- Keller z. T. gewerblich genutzt (Naturheilpraxis meiner Frau und mein Büro mit Zutritt von Außen/Süden)
- EG + OG als Wohnbereich
- Dachgeschoss: zur Hälfte Lager, andere Hälfte Schlaf-/Chill-Area für unsere Kinder mit Freunden oder Freunde zu Besuch
- Anzahl der Personen, Alter
- Kati (40) & Philipp (39)
- Helene (10), Benedikt (8) und Valerie (6)
- Raumbedarf im EG, OG
- siehe Grundrisse (ca. 150 qm)
- Büro: gewerblich genutzt
- Schlafgäste pro Jahr: 20-30 Nächte
- offene oder geschlossene Architektur: geschlossen (Gebirge, kalte Winter, stetiger Wind)
- konservativ oder moderne Bauweise: konservativ
- offene Küche: ja; Kochinsel: nein
- Anzahl Essplätze
- standardmäßig: 5
- erweiterbar auf 10
- Kamin: Grundofen mit Sichtfenster (wasserführend)
- Musik/Stereowand: nein
- Balkon: EG gen Süden; Dachterrasse: nein
- Garage: nein; Carport: für 2 KFZ
- Nutzgarten: nein, Treib-/Gewächshaus: ja
- weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf
- wir haben in Oberwiesenthal noch richtige Winter
- die Kinder gehen i.d.R. täglich Skifahren
- sie kommen also mit nassen Klamotten in Skistiefeln mit dem Ski-Equipment nach Hause
- daher zweiter Eingang im Keller auf Westseite geplant inkl. einfacher Garderobe und Abstellraum für Ski bzw. Mountainbikes im Sommer bzw. Arbeitskleidung nach Gartenarbeit
- Wichtig: aktuell liegt in Oberwiesenthal enorm viel Schnee (ca. 150 cm)
- im Winter müssen die Wege/Zufahrten beräumt werden
- der Schnee muss clever "deponiert" werden (also "Schneelager" so fräsen, dass der Auswurf der Schneefräse nach 2 Monaten Winter den Schnee immer noch über die Schneewand geworfen bekommt)
- bzgl. Dach(-schrägen) und abrutschendem Schnee beachtenswert
- im Keller gibt es eine Vorküche für das Prijut12, welches ich ab 05/2020 betreiben werde (urige Holzblückhütte mit überschaubar großem Speiseangebot und tolle Ausgeh-Location für Drinks)
- in der Vorküche möchten wir vor der Hauptsaison im Winter a) Speisen vorproduzieren und einfrieren bzw. b) Speisen in Menge frisch zubereiten und gegenüber im Prijut12 (ca. 80 m entfernt) direkt verkaufen
- die Prijut12-Küche ist ganz einfach sehr klein
- Von wem stammt die Planung:
- Do-it-Yourself
- Was gefällt besonders? Warum?
- große Fenster/Schiebetür gen Süden & Westen
- die Sonne fällt ein (solare Energie kommt ins Haus)
- der Ausblick den Südwesten ist einfach atemberaubend (Skihang, Nachtski, Klínovec als höchster Gipfel des Erzgebirges)
- der Blick ist unverbaut und ohne Bäume
- offener Wohn-Küchenbereich
- Interaktion mit Kindern & Freunden wenn z. B. gekocht wird
- Musche-Pu-Pu-Ecke inkl. TV
- hat mein Vater in seinem Ferienhäuschen umgesetzt
- ist super kuschelig
- große Liegefläche
- Vorhänge verdecken den TV (er verschwindet also aus der tagtäglichen Wahrnehmung)
- zweites, kleines Bad im OG
- wenn die beiden Mädchen in die Pubertät kommen, haben sie ihren Hygienebereich für sich
- Preisschätzung lt Architekt/Planer: 480.000 €
- Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung: 500.000 €
- favorisierte Heiztechnik: da bin ich recht verunsichert und unentschlossen...
- Option-1:
- Solarthermie für WW-Aufbereitung
- Gasbrennwerttherme
- wasserführender Grundofen (ich habe 2 ha Land, damit Holz und möchte definitiv eine Feuerstelle im Haus)
- Option-2:
- wasserführender Grundofen
- Solewärmepumpe
- versorgt durch eine Photovoltaikanlage
- Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
- Gäste-/Arbeitszimmer im EG verkleinern
- Gäste-Bad im EG exkl. Dusche (also reines Gäste-WC)
- worauf könnt Ihr nicht verzichten:
- Wohnräume
- 2 Bäder
- Vorküche
- Praxisraum
- Büro
- Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist?
- weil wir uns viel Licht im Wohnbereich wünschen
- weil wir so einen großartigen Ausblick genießen können in einer super Lage
- weil ich persönlich so viel solare Energie nutzen möchte wie möglich
- weil wir im Sommer die große Schiebetür öffnen möchten, um direkt in den Garten heraus treten zu können, wo das Gewächshaus stehen wird und ich zu meinen Bienen komme (ich möchte mit Imkern beginnen)
- weil wir von den technischen Anforderungen allerdings keine Ahnung haben
- Standardentwurf vom Planer: gibt es noch nicht
- Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst
- Ergibt der Grundriss in dieser Form bzgl. der Haustechnik/Verlauf Rohrleitungen etc. Sinn und erkennt das Forum Schwächen für die tägliche Nutzung?
kaho674 schrieb:
Du hast ein schwieriges Hang-Grundstück und willst 3 Etagen bauen. Das ist nichts für einen Laien, glaub mir.
Einen Grundriss erstellt der Architekt, den Du so oder so bezahlen musst in Deutschland. Es ist daher gar nicht nötig, Dich selbst damit abzuquälen. Schreibe nur in Textform auf, was Du brauchst, nimm einen Flurplan von Deinem Grundstück mit (mit Höhenzahlen) und such Dir einen Fachmann Deines Vertrauens.
Mit dem Ergebnis komm wieder und dann optimieren wir gern mit Dir die Einzelheiten. Aber der grobe Plan muss vom Architekt kommen. Alles andere ist keiner Diskussion wert, bei der Baustellengröße.Alles klar. Ich gehe zum Planer ... ist eh angedacht. Nur denke ich mein eigenes Haus nur gern selbst vor. Und ich kann verstehen, dass sich das Forum nicht mit Laien-Entwürfen auseinander setzen mag. Also belasse ich es vorerst dabei.
Danke dennoch fürs Feedback bis hierher!
Zaba12 schrieb:
Ohne Maße wird die Beurteilung fast unmöglich. Die Qualität deiner Informationen ist echt dürftig. Sorry.
Ich sehe nur, dass das Gästebad furchtbar geschnitten ist.
Ich zähle mit Keller ohne DG 250qm. Bei Büroräumen und Küche gehe ich davon aus, dass Du hier leider die Preise für "normalen" Wohnraum ansetzen musst.
Dir ist es vielleicht noch nicht bewusst aber Die Architektenschätzung wird damit gesprengt und das nicht zu knapp.
Und auch wenn Du nur den Grundriss bewertet haben willst, macht es nur Sinn Grundrisse zu bewerten, wenn diese auch aus finanzieller Sicht zu realisieren sind.
Wenn ihr 100k€ zusätzlich zur Schätzung des Architekten über haben, dann machen viele gerne hier weiterOk, dann habe ich die Arbeit hier im Forum bisher falsch eingeschätzt. Sorry dafür!
Ich verstehe "100k€ zusätzlich zur Schätzung des Architekten über haben" nicht. Was meinst du damit?
philipok schrieb:
Und ich kann verstehen, dass sich das Forum nicht mit Laien-Entwürfen auseinander setzen mag. Also belasse ich es vorerst dabei.Doch das machen wir, sogar regelmäßig! Aber da muss mehr kommen als eine Zeichnung ala "Die SIM 4", was wir tatsächlich auch schon mal hatten Ich bin gespannt auf den Grundriss vom Planer.
EDIT:
Die 3 Grundriss KG, EG, OG haben zusammen 250qm Wohnfläche. Das DG lasse ich außen vor. Du hast gekonnt alle Flure nicht mitgezählt.
Außerdem hat der Keller Wohnraumqualität, spricht kostet soviel wie EG und OG.
Wir rechnen für Neubauten in 2019 mit 2000€ je QM Wohnfläche oder 400€ Kubatur (zumindest hat mein Architekt 2018 damit gerechnet).
Was bei vielen erstaunlich gut bei mittleren guten Standard hinhaut. Und das ohne Baunebenkosten (Hausanschlüsse, Tiefbau, Entwässerung, Gebühren, Architekt, Energieberater, etc.), Außenanlagen, Küche, Garage etc.
Ich glaube jetzt wird es verständlich! Ich baue auch gerade mit einem Architekten, mit Keller und Hang, daher weiß ich wovon ich spreche, wenn ich Dir sage, dass deine 480k€-500k€ nicht reichen werden. Es sei den es wird eine Ausbauhaus und Ihr macht alles aber auch alles andere selbst.
M
Mottenhausen08.02.19 13:08philipok schrieb:
Ich verstehe "100k€ zusätzlich zur Schätzung des Architekten über haben" nicht. Was meinst du damit?Ich fasse es noch mal zusammen:
- Aktuell planst du an einem Grundriss, den du dir eventuell (mutmaßlich) leider gar nicht leisten kannst.
- D.h. deine Mühe und die Ideen der Forumsmitglieder sind sowieso "vor'n Allerwertesten" (auf erzgebirgisch gesagt)
- Wenn du daher jetzt einen Architekt in die weitere Planung einbeziehst, wird er eine Kostenschätzung durchführen (müssen), die leider häufig daneben liegt, da er nur xx% genau schätzen muss. (die genaue Prozentzahl kenne ich grad nicht). Denn, er möchte das Projekt natürlich anstoßen, betreuen und Geld verdienen, daher wird er erst mal so günstig wie möglich schätzen, damit du es nicht vorher cancelst bzw. er noch mal kleiner Neuplanen muss.
- D.h. du benötigst also einen zusätzlichen Puffer, der von der Art des Projektes abhängt: neben den typischen Aufmusterungen usw. bietet eine Hanglage immer viel Potential für unvorhersehbare Erdarbeiten & Gründungskosten, d.h. 20% Puffer wären ganz am Anfang durchaus sinnvoll... was dann halt in deinem Fall bis zu 100000€ werden könnte.
- Fazit: Schätzung Architekt + 20%: --> Machbarkeit/Finanzierbarkeit prüfen bei der Bank. Sonst ist alles umsonst gewesen.
philipok schrieb:
Ok, dann habe ich die Arbeit hier im Forum bisher falsch eingeschätzt. Sorry dafür!Maße raten können wir noch nicht
Allerdings ist es eher so, dass _Du_ _Deine_ Arbeit falsch einschätzt.
Sollen wir Deinen Laiengrundriss, wo noch nicht einmal die Treppe von Dir grob durchdacht ist, loben, dass Du später zum Architekt sagst: genau so und nicht anders! Später ärgerst Du Dich.
Sei froh, dass wir so ehrlich mit Dir sind.
philipok schrieb:
dass sich das Forum nicht mit Laien-Entwürfen auseinander setzen mag... ist Unsinn. Das ist hier klar erkennbar ein Bauherrenforum und kein Architektenclub.Du fragtest, ob "man" erst das EG plane, bzw. was wir anrieten: im Normalfall (EG = Eingangs- und Wohngeschoss, OG/DG = Schlafgeschoss) rate ich zum Beginnen mit dem OG, weil es kleinteiliger ist. Außerdem "denkt" man als Laie die Fallrohre leichter "von oben".
Dann äußertest Du, die regionale Architektur sei ja eigentlich nur aus Nöten geboren. Ja, aber da liegt eigentlich die Wurzel aller regionalen Baukulturen. Und von der distanzierst Du nicht ja nicht gerade: ich sehe Deinen Entwurf sehr D / A / CH alpin, und in Grundzügen würde er vor 300 Jahren und aus Blockbohlen gebaut genauso aussehen. Bis auf Bäder statt des Waschens am Brunnen oder im Gebirgsbach quasi eine Original Almhütte bzw. ein Maiensäß. Wo eine Tolilette ist, neigst Du dazu, den Raum kegelbahnschmal zu machen. Schmale Treppen, kuschelige Enge, der Alkoven, die Durchgangs-Speisekammer, das hätte alles ein Senner damals sehr ähnlich gebaut. Wenn Du Touristen den Bären aufbändest, die Praxis sei früher der Schafstall gewesen, sie würden es glauben.
Bei allem Respekt davor, daß jede Familie ihre ganz persönliche Gemütlichkeitskultur haben mag, scheint mir das doch nur zu einem kleinen Teil die Eigenheiten Deines Planungsstiles zu erklären, und ein größerer Teil eben auf Ungelenkheiten zurückzuführen zu sein, die man als Laie ja auch haben darf.
Ein Fachmann, der ebenfalls "kein Städter" sein muß und Dich kulturell gut verstehen kann, wird nach meiner Erwartung zu "großzügigerer" Architektur finden. Gerade in Gebirgen - wie gesagt, in D / A / CH und auch I sehr ähnlich zueinander - wird viel Baukultur neu interpretiert, d.h. durchaus traditionsschätzend in die Jetztzeit übertragen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
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