Untergrund Vorbereitung Klick Vinyl

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S

Sven v.

Guten Tag. Ich möchte klick Vinyl mit hdf Trägerplatte der Marke Coretec auf einen alten Holzdielen Untergrund verlegen, unter den Dielen befindet sich Lehm. Was sollte ich beachten bezüglich Dampfsperre und sollte ich trotz hdf Trägerplatte eine Trittschalldämmung verwenden ? Um Unebenheiten zusätzlich auszugleich ?Wenn ja welche? untergrund-vorbereitung-klick-vinyl-389653-1.jpg untergrund-vorbereitung-klick-vinyl-389653-2.jpg untergrund-vorbereitung-klick-vinyl-389653-2.jpg
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G

Georgie

Kommt darauf an wie uneben der alte Dielenboden ist.
Mit Ausgleichsmasse bekommst du einen absolut ebenen Untergrund.
Alles andere "schwimmt" und gibt mehr oder weniger nach.
Schon mal daran gedacht den Vinyl zu kleben?!
Boden mit Armierungsgewebe einspachteln, vorher grob abschleifen und grundieren nicht vergessen. Ist zwar ein Mehraufwand, der sich aber wirklich lohnt.
 
KlaRa

KlaRa

Moderator
Hallo Sven.
Was sich wirklich lohnt, ist: nachzudenken!!
Nach Deinen Angaben befindet sich unterhalb einer alten Holzdielung (gemäß Fotos) ein Lehmuntergrund.
Das bedeutet, zwischen dem Lehm und den Holzdielen herrrscht eine Luftfeuchte um die 100% (da bedarf es keiner Berechnungen oder Tabellenwerke).
Derzeit nimmt die alte Dielung die Feuchtigkeit auf und transportiert sie über ihren Querschnitt an die Raumluft. Ohne dass jemand davon etwas merkt.
Nun kommt die Idee mit einem Klick-Vinyl.
Vollkommen unabhängig davon, ob Du hier einen dampfdiffusionsdichten Bodenbelag auf Trägerplatte aufbringst oder eine Bahnenware: Der Wasserdampftransport aus dem Lehmuntergrund und der Raumluft wird durch diese Dampfsperre gestört, behindert.
Das bedeutet, dass -recht zügig zudem- eine Auffeuchtung der Holzdielen über ihren gesamten Querschnitt eintreten wird. Mit dem Ergebnis, dass die Dielung innerhalb der nächsten Jahre wegfaulen wird.
Nein, kein unnötiges Horrorszenario, sondern gelebte Baupraxis!
Es gibt nun drei Möglichkeiten, wie man vorgehen könnte:
a) Holzdielung zurückbauen, die Lehmebene ausgleichen und hierauf eine Abdichtungsebene,
b) alte Holzdielen aufbereiten oder zurückbauen und durch neue Dielen ersetzen oder
c) alte Dielen schleifen, mit geeigneter (!) Ausgleichsmasse egalisieren und einen dampfdiffusionsoffenen Belag verlegen.
--------------------------------------------
Alles andere wird eher früher als später zu einem kapitalen Bauschaden führen.
Gruß und gutes Gelingen:
KlaRa (vom Fach)
 
bauenmk2020

bauenmk2020

@KlaRa
was ist mit einem "normalen" Estrich unter dem Klick-Vinyl? Muss man da auch auf Feuchtigkeit im Fußboden achten?
 
KlaRa

KlaRa

Moderator
@ "bauenMK":
Wenn wir von einem schwimmend auf Dämmschicht eingebauten Estrich ausgehen und von einem sogenannten "Klick-System" sprechen sollte auch bei heterogenem Aufbau zumindest eine PE-Folie als Trennschicht eingebaut werden.
PVC selbst ist feuchteresistent und -beständig. Und wenn es nicht auf dem Untergrund verklebt wird benötigten wir wegen Feuchte keine Zwischenlage, aber als Gleit- bzw. Trennschicht kann ich diese nur empfehlen.
Gruß: KlaRa
 
B

bazinga

Wir bauen ein Reihenmittelhaus von einem Bauträger. Im gesamten Haus (Keller, Erd-, Ober- und Dachgeschoss) wird ein schwimmender Estrich bestehend aus Wärmedämmung, Trennlage und Zementestrich hergestellt. Baubeginn ist in Kürze und nach Schlüsselübergabe erfolgen die Bodenarbeiten in Eigenleistung. Wir wollen ebenfalls Klick-Vinyl auf den Estrich verlegen.

Im Kaufvertrag / Baubeschreibung steht, dass “das Ausgleichen des Estrichs mit entsprechendem Ausgleichsmaterial und Spachtelmasse nicht zu den Bodenbelagsarbeiten gehört. Es ist die standardmäßig vorgesehene Aufbauhöhe von ca. 10mm zu beachten”.

Was bedeutet das konkret am Ende für folgendes Szenario in der Zukunft? Wenn ich am Ende zwischen oder in den einzelnen Räume bspw. 2 cm Unterschied habe, muss ich das hinnehmen? Wird bei den Estricharbeiten nicht darauf geachtet?
Unabhängig davon wollen wir, dass ein Baugutachter den Neubau begleitet. Könnte er da auch nochmals mehr Druck ausüben im Hinblick auf die Mängelbeseitigung? Würden uns gerne die Ausgleichsarbeiten im Estrich sparen...
 
Zuletzt aktualisiert 17.06.2024
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