SAT- Erdung über ein 7x2,5mm2 möglich?

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Patricck

Patricck

Nein min 1x 10qmm starr ist Vorschrift, eigentlich darf man nicht mal ein 16qmm mit Einzeladern verwenden
 
D

*Dipol*

Nein min 1x 10qmm starr ist Vorschrift, eigentlich darf man nicht mal ein 16qmm mit Einzeladern verwenden
Diese angebliche Vorschrift existiert ausschießlich in deiner normfernen Fantasie. :mad:

Erdungsleiterquerschnitte von 10 mm² Cu und 16 mm² Alu sind Normenstand nach abgelöster nationaler VDE 0855 Teil 1/07-71. Seit VDE 0855 Teil 1/05-84, also mittlerweile 38 Jahren (!), sind als Erdungsleiter von Antennen 16 mm² Cu, 25 mm² Alu und wie schon zuvor 50 mm² St/tZn gefordert.

Du bist hoffentlich nicht gewerblich im Antennenbau unterwegs. Falls doch, zur überfälligen Fortbildung ein Zitat der aktuellen Norm:
DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2019-02 schrieb:
Als geeigneter Erdungsleiter gilt ein Draht mit einem Mindestquerschnitt von 16 mm² Cu, isoliert oder blank, 25 mm² Al, isoliert, oder 50 mm³ Stahl.
Ein schauerliches Deutsch, aber trotzdem Klartext, da ist nix mehr mit 10 mm² Cu.

Auf das zeitweilige Verbot mehrdrähtiger Leiter im Antennenbau, das noch in manchen Köpfen herumspukt und obwohl es nie für Blitzschutz- oder PV-Anlagen galt von Normunkundigen auch auf die übertragen wird, gehe ich nicht weiter ein. Im Blitzschutzbau übliche aber im Antennenbau früher strikt untersagte feindrähtige Leiter sind mittlerweile auch im Antennenbau vorbehaltlich spezieller Verbinder zulässig.
 
bauenmk2020

bauenmk2020

Ich möchte meine Schüssel demnächst montieren. Für die Erdung plane ich ein 16mm2 Erdungskabel zwischen Mast Haus.Pot.Schiene und für den Potenzialausgleich zwischen Mast, Erdungsblock mit Überspannungsschutz, Multischalter, Haus.Pot.Schiene ein 4mm2 Erdungskabel.

Jetzt habe ich zwei Leerrorhre vom Spitzboden zum HWR liegen. Kann ich da alle Kabel (Erdung+4xKoaxial) in ein Leerrohr legen? Geplant ist irgendwann mal PV Anlage. Da wird doch sicherlich auch Erdung benötigt. Wie sollte ich da die einzelnen Kabel aufteilen? Erdung alle in ein Leerrohr und rest in das andere?

Für meine Sicherheit möchte ich den Blitzschutz abnehmen lassen. Welche Messungen werden durchgeführt?

Wir haben einen Ringerder in die Erde gelegt und mit der Bodenplatte (Eisen) verbunden. Im HWR kommt die Fahne hoch, da wurde die Haus.Pot.Schiene angebracht.
Zusätzlich habe ich noch eine Fahne an einer Hausecke hochstehen. Dies dürfte ebenfalls mit dem Ringerder verbunden sein. Ich glaube das hat der Rohbauer dort platziert da in unserer BLB entsprechendes stand. Wäre dies als Erdung eines Blitzableiters geeignet oder eher nicht?
 
D

*Dipol*

Für die Erdung plane ich ein 16mm2 Erdungskabel zwischen Mast Haus.Pot.Schiene und für den Potenzialausgleich zwischen Mast, Erdungsblock mit Überspannungsschutz, Multischalter, Haus.Pot.Schiene ein 4mm2 Erdungskabel.
16 mm² Cu ist in massiver Ausführung und mehrdrähtig normkonform, die Antennenerdung aber nur mit nach Klasse H = 100 kA zertifizierten Verbindern einschließlich der HES funktionstüchtig.

Jetzt habe ich zwei Leerrorhre vom Spitzboden zum HWR liegen. Kann ich da alle Kabel (Erdung+4xKoaxial) in ein Leerrohr legen? Geplant ist irgendwann mal PV Anlage. Da wird doch sicherlich auch Erdung benötigt. Wie sollte ich da die einzelnen Kabel aufteilen? Erdung alle in ein Leerrohr und rest in das andere?
Erdungsleiter von Dachantennen wie auch PV-Leitungen oder Funktionserdungsleiter für die PV-Modulträger nach Empfehlung des Beiblatts 5 der DIN EN 62305-3 sind bei seltenen Direkteinschlägen Blitzautobahnen. Wenn die innen durchführt werden sind gefährliche Näherungen zwangsläufig, egal wie die Kabel und Leitungen auf zwei benachbarte Leerrohre aufgeteilt werden.

Für meine Sicherheit möchte ich den Blitzschutz abnehmen lassen.
Der einzige der etwas "abnimmt" ist der Auftraggeber, Auftragnehmer haben einen Anspruch darauf, dass ein mängelfreies Werk auch abgenommen wird. Da kein Blitzschutzsystem sondern nur eine konventionelle Erdung ausgeführt wird, muss nur die Erdungsanlage vor dem Betonieren gemäß DIN 18014:2014-03 durch eine konzessionierte Elektrofachkraft auf die Durchgangswiderstände zwischen den Anschlussfahnen gemessen und mit Plänen und Detailfotos dokumentiert werden, Wenn das so ausgeführt wurde, musst DU die Erdungsanlage abnehmen, selten genug ist sie normkonform ausgeführt.

Ohne Blitzschutzsystem ist bislang keine Messung des Erdausbreitungswiderstands gefordert.

Wir haben einen Ringerder in die Erde gelegt und mit der Bodenplatte (Eisen) verbunden. Im HWR kommt die Fahne hoch, da wurde die Haus.Pot.Schiene angebracht.
Zusätzlich habe ich noch eine Fahne an einer Hausecke hochstehen. Dies dürfte ebenfalls mit dem Ringerder verbunden sein. Ich glaube das hat der Rohbauer dort platziert da in unserer BLB entsprechendes stand. Wäre dies als Erdung eines Blitzableiters geeignet oder eher nicht?
Nach DIN 18014: 2014-03 sind Ringerder nur bei erhöhten Erdausbreitungswiderständen wie z. B. WU-Beton gefordert. Aus einer normkonformen Dokumentation einer Elektrofachkraft muss zu erkennen sein, ob auch alle Anschlussfahnen mit dem Ringerder UND dem in bewehrten Bodenplatten ähnlich einem Fundamenterder zu verlegenden Funktionspotentialausgleichsleiter verbunden sind. Auch die Blitzstromtragfähigkeit der Verbinder muss dokumentiert sein.

Falls es eine normkonforme Messdokumention einer EFK gibt: Die bitte einstellen, dann schaue ich die mir an und kann beurteilen.
 
Zuletzt aktualisiert 28.06.2022
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