Preiserhöhungen im Bauvertrag mit Corona-Bezug

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Leider zu viele schwarze Schafe im Baugewerbe. Würde mich auf keinen Fall darauf einlassen. Bei diesen Summen wird es schnell ein 5 stelliger Betrag, der dann fällig werden könnte. 50/50 mit dem Lieferanten und schnelles Geld.
Also weder bei uns noch bei unseren Freunden stand irgendwas derartiges im Vertrag.
 
und jeder Unterpunkt wird mit "Bezeichnung", "Menge" (lfm, qm oder St.) und "Einkaufspreis" pro lfm/qm/St. angegeben.
Glaubt ihr wirklich, der GU schreibt euch seine Einkaufspreise ins Angebot? Wenn ihr das so unterschreibt, kann sich der GU irgendeinen übertriebenen neuen Einkaufspreis einfallen lassen und sich so noch ein paar Tausender reinflanken. Und was wollt ihr dann dagegen machen? Der GU und seine Lieferanten und Subunternehmer arbeiten vermutlich seit vielen Jahren zusammen und stehen sich daher näher als GU<>Kunde. Und der GU steht immer eher zu seinen Subs, auch wenn er es den Kunden vielleicht nicht so zeigt. Das habe ich bisher schmerzlich gelernt.

Es gibt z.B. Indizes für Holzpreise. Daran könnte man die Geschichte koppeln. Grundsätzlich finde ich es auch nicht schlimm, denn die Alternative wäre ja, dass der GU die Preiserhöhung pauschal einpreist. Aber es muss für euch transparent sein. Vielleicht ist der GU auch eine ganz ehrliche Haut, aber darauf solltet ihr euch nicht verlassen.
 
Es gibt manche Firmen die schlüsseln wirklich alles haarklein auf bis hin zu ihrer eigenen Gewinnmarge. Ob die Aufstellung dann auch wirklich stimmt oder nur den Eindruck erzeugen soll, es mit einem sehr transparenten und ehrlichen Geschäftspartner zu tun zu haben, bleibt dessen Geheimnis.
 
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Wie schon geschrieben...das Risiko von Preisänderungen trägt der GU, nicht der Kunde. Aber es scheint für dich ja in Ordnung zu sein. Also unterschreib.
 
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Wir haben heute Vormittag von einem Schreiner aus unserer Region in Südbayern folgendes erfahren:
Die regionalen Holzbaufirmen und Zimmereien haben wegen der massiven Steigerung der Holzpreise und verzögertem Holznachschub zunehmend Probleme in der Fertigungsplanung und Kostenkalkulation. Offenbar geht ein Großteil des Holzes für hohe Preise in die USA.
Der Schreiner ist im Kontakt mit einigen regionalen Holzbaufirmen und hat bei einigen jetzt mitbekommen, dass die kaum kalkulierbaren Mehrkosten in Form solcher Klauseln z.T. und jetzt neu auf den Kunden abgewälzt werden (müssen), weil es sonst existenzbedrohend wird. Diese Klauseln kannte er von den Vorjahren nicht.
Wir haben aus unserer Hauskalkulation einen Holzanteil von etwa 35% an den Gesamtkosten errechnet. So kommen wir bei einer Steigerung des Holzpreises um 5% auf einen beginnend 5stelligen Betrag Mehrkosten. Schön oder in Ordnung finden wir die mögliche Kostensteigerung natürlich nicht, aber welche Alternativen gibt es jetzt, wenn es am Ende bei anderen regionalen Firmen ähnlich ist. Einen großen Namen der Holzbaubranche (mit hier noch Festpreisgarantie?) wollten wir nicht, das war dort teilweise wie beim Staubsaugervertreter („einfach hier unterschreiben und alles wird schön“), undurchsichtig und nicht günstiger, da fühlen wir uns beim regionalen Anbieter tausendmal besser aufgehoben. Allerdings stellen wir uns schon die Frage, ob die aktuelle Entwicklung nicht sogar die Solvenz der kleinen Holzanbieter durch Großprojekte mit Festpreisen aus den Vorjahren gefährdet (im Leistungsvertrag 8% Anzahlung mit Vertragsunterschrift sind nicht schön, aber regendichter Rohbau bei 52% Zahlungsfortschritt).
Irgendwie haben wir einen ungünstigen Zeitpunkt erwischt: Holzpreise steigen massiv, Holz für Firmen vor Ort wird knapper, Hauskosten sind nicht sicher kalkulierbar, Bauzinsen steigen und in der Wohnung wird es mit den Kindern viel zu eng.
 
Sowas hatte ich letzte Woche über den Buschfunk auch gehört. Hat meiner Meinung nach mit Corona nicht viel zu tun.

Wird andere Gewerke auch betreffen. Wenn ich mir bei uns die Entwicklung seit Weihnachten anschaue. Sowas war noch nie da. Preiserhöhungen bis zu 30% und das teilweise 8 Wochen nach der letzten. Lieferzeiten unkalkulierbar. Egalb ob Stahl, Hydraulik, Elektro oder Farben. Lagerware plötzlich nicht lieferbar.

Der Kleine kommuniziert die Problematik, die Großen haben entweder 15 % draufgeschlagen oder auf Seite 5, 2 Spalte Mitte im Kleingedruckten steht ein ähnlicher Passus.
 
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