Preiserhöhungen im Bauvertrag mit Corona-Bezug

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Stefan001

Ich würde sowas auf keinen Fall unterschreiben. Du hast nichts in der Hand. GU kann Dir quasi alles präsentieren. Glaub mir, sein Großhändler schreibt ihm jede Zahl auf ein Blatt Papier..und wo liegt überhaupt der Startbezugspunkt?Du müsstest jetzt zu deinem Angebot auch seine aktuellen bezugskonditionen inkl. EK erhalten, damit du eine Basis zur Preisberechnung hättest.
Man könnte eine Bindung an den Baupreisindex des statistischen Bundesamtes der relevanten Quartale vornehmen. Das wäre eine Maßnahme mit der sich die Preissteigerung fair und objektiv nachvollziehen lassen könnte und die auch unabhängig von blöden Entscheidungen des GUs ist.

Ohne so eine objektive Basis, sehe ich den Nachweis auch beliebig manipulierbar (in beide Richtungen...)
 
kati1337

kati1337

Hier sind sich viele Leute einig, dass das fair sei und der GU sich nur absichern möchte.
Aber seit wann ist es üblich, dass der AG das unternehmerische Risiko eines GU übernimmt? Kriegt ihr auch was erstattet wenn der Holzpreis sinkt und die Gewinnmarge höher wird?
Gerade für Kosten- und Planungssicherheit geht man doch zu einem GU.

Klingt für mich ballaballa, würde ich nicht unterschreiben.
 
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Pinkiponk

Ihr schreibt alle von einer fairen Regelung bzgl. der 5 % Übernahme durch den GU.
Ich stolpere auch über den Begriff "fair". Ich kaufe eine Leistung zu einem bestimmten Preis und im nachhinein hat der Leistungsnehmer die Möglichkeit diesen Preis anzuheben. Es ist vielleicht so üblich, aber als fair empfinde ich persönlich das nicht. Gerade beim Hauskauf, wenn nach und nach ohnehin immer noch mehr Kosten kommen, auf die man im Vorfeld nicht hingewiesen wird. Auch Bemusterung ist so ein Thema. Es ist vor dem Hauskauf ja nicht möglich, zu bemustern, so dass bei der Bemusterung dann auch nochmals erhebliche Mehrkosten entstehen (können) ... und ob die notwendig werden, weiß man als Bauherr nicht, weil man das Haus nicht vorher bemustern kann.
 
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Zaba12

Ich stolpere auch über den Begriff "fair". Ich kaufe eine Leistung zu einem bestimmten Preis und im nachhinein hat der Leistungsnehmer die Möglichkeit diesen Preis anzuheben. Es ist vielleicht so üblich, aber als fair empfinde ich persönlich das nicht. Gerade beim Hauskauf, wenn nach und nach ohnehin immer noch mehr Kosten kommen, auf die man im Vorfeld nicht hingewiesen wird. Auch Bemusterung ist so ein Thema. Es ist vor dem Hauskauf ja nicht möglich, zu bemustern, so dass bei der Bemusterung dann auch nochmals erhebliche Mehrkosten entstehen (können) ... und ob die notwendig werden, weiß man als Bauherr nicht, weil man das Haus nicht vorher bemustern kann.
Wer sagt denn das es fair auf dem Bau zugeht. Da gehts ums Geld, nicht um Fairness. Nur im Kindergarten gibt es für jeden eine Medaille. Du als Bauherr musst nur dafür Sorge tragen, das Du als schwächstes Glied in der Kette nicht übers Ohr gehauen wirst und nach Einzug zufrieden bist. Die die vor 20 Jahren gebaut haben sind auch nicht fair mit den Handwerker umgegangen.
 
C

Catsuma

Ohne Angaben eines Einkaufspreises würden wir das nicht machen.
Wir haben mit der Kostenkalkulation des Haues eine umfassende, detaillierte Auflistung der Kosten für jede Ecke und Winkel des Hauses erhalten. Das ganze Haus ist in unzählige Unterpunkte "sezerniert" und jeder Unterpunkt wird mit "Bezeichnung", "Menge" (lfm, qm oder St.) und "Einkaufspreis" pro lfm/qm/St. angegeben.
Anhand einer Kostenkalkulation eines Hauses von Bekannten im Oktober 2020 konnten wir so sehen, dass der Einkaufspreis zum Beispiel für die Positionen aus Holz in den letzten 6 Monaten um etwa 10% gestiegen ist, andere Positionen wie Beton (qm Bodenplatte) oder Baustahl/to nicht oder nur minimal (< 1%) gestiegen sind. Angesichts der Holzpreisentwicklung seit Oktober erschienen uns die 10% Erhöhung nicht übertrieben. Was natürlich hoffen und bangen lässt, dass der Holzpreis bis zum Baubeginn kommendes Jahr nicht weiter so kräftig ansteigt.
Die Angaben sollten einen guten Vergleich eigentlich ermöglichen, oder?

Was wir noch nicht genau wissen, sind die Kosten des Erdaushubes, der Entwässerung und der Erschließung (ca. 40m lang). Das wurde nach Grundstücksbegehung für eine Finanzierung zwar geschätzt, aber genauer wird es erst, wenn ein Tiefbauer & Co vor Ort waren. Was erst nach Vertragsunterschrift passiert - der GU meinte, dass er nicht alle Beteiligten umsonst vor einer Gegenleistung (was dann der Bauvertrag ist) anfahren lassen kann. Wir könnten natürlich bei einem Tiefbauer vor Ort anfragen, ob wir eine unabhängige Kostenschätzung erhalten.
 
DaSch17

DaSch17

Anhand einer Kostenkalkulation eines Hauses von Bekannten im Oktober 2020 konnten wir so sehen, dass der Einkaufspreis zum Beispiel für die Positionen aus Holz in den letzten 6 Monaten um etwa 10% gestiegen ist, andere Positionen wie Beton (qm Bodenplatte) oder Baustahl/to nicht oder nur minimal (< 1%) gestiegen sind. Angesichts der Holzpreisentwicklung seit Oktober erschienen uns die 10% Erhöhung nicht übertrieben.

Haben die ein Massiv- oder Holzständer-/Fertighaus gebaut?

Weißt wie hoch der Kostenanteil des Bauholzes an den Gesamtbaukosten ist?
Also von wieviel Gesamtbaukostenerhöhung spricht man, wenn sich das Holz um 10 % verteuert?

Das würde mich echt mal interessieren!
 
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