LWWP Dimensionierung im Neubau

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Also bei den meisten GU's/Fertighausfirmen usw. hast Du da schlechte Karten sowas vertraglich im Vorfeld zu fixieren. Dafür fehlt den Vertrieblern mit denen Du in dieser frühen Phase zu tun hast die Fachkenntniss im Bezug auf die Haustechnik.

Ich habe meinen mit meinen Extra-Wünschen soweit gebracht das Er von sich aus Vorschlug die Ausbaustufe soweit zu reduzieren damit ich die Haustechnik bauseits vergeben kann.

Im Bezug auf den Verzicht auf die Einzelraumregelung wussten die noch nicht mal das man laut ENEV bei Räumen kleiner wie 6m2 wohl drauf verzichten darf. Die hätten mir sonst in ne 1,5 m2 große Speisekammer 10 m FBH-Heizrohr reingewickelt und nen separaten Heizkreis installiert.
 
- Raumweise Heizlastberechnung nach DIN
- 30/27/21 (VLT/RLT/RT) bzw 30/27/23 im Badezimmer
- Heizkreislänge auf 80m/Kreis festlegen +-10%
So jetzt geht es bei uns ans eingemachte. Habe bislang mit GU nur 30°C Vorlauf besprochen. Heizungsbauer möchte Standard 35°C mit 15cm Verlegeabstand machen. Als ich ihm sagte, dass 30°C VL verabredet sind, spricht er automatisch von 30/22 VL/RL.

Wie hängen VL und RL eigentlich zusammen? Hat es was mit der Durchlaufgeschwindigkeit und Leitungslänge zu tun, dass man das beeinflussen kann?
 
VL gibt die Heizkurve vor. RL und damit die Spreizung kannst du als ganzes betrachten oder für jeden Heizkreis einzeln. RL ergibt sich aus der abgegebene Wärmemenge und lässt sich somit durch die Durchflussmenge beeinflussen. Weitere Einflussparameter sind somit auch Estrich-/Raumtemperatur und Heizkreislängen.
Moderne Wärmepumpen arbeiten aber eigentlich mit einer geringeren Spreizung als die von Deinem Heizungsbauer vorgeschlagenen 8K.
 
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Danke für die Rückmeldungen.

Erstmal wieder mit GU telefonieren. Dann sehen wir weiter. Mit dem GU habe ich ständig über "Raumweise Heizlastberechnungen (DIN 12831)" gesprochen und über VL-Temp 30°C. Im Vertrag selbst steht jetzt aber sämtliche Auslegung nach KFW 55 drin. Da habe ich wohl nicht ganz aufgepasst.

Allerdings habe ich diverse Vertragsgespräche mit ihm per Protokoll festgehalten und da auf die oben genannten Punkte hingewiesen. Und das seine Antwort dazu war, dass selbstverständlich die REchnung gemacht wird und VL-30°C auch kein Problem sei. Dem hat er nicht wiedersprochen.

Mal gucken, was er mir nachher erzählt.


Es gibt ja im www verschiedene Dienstleister, die das auch anbieten. Macht das sinn, kurz das selbst zu beauftragen und dann dem Heizungsbauer einen Gegenvorschlag zu machen? Dem Heizungsbauer wird es ja hauptsächlich darum gehen, möglichst wenig Rohre bei mir einzubauen und bei der Verlegung einen möglichst kurzen Zeitraum zu benötigen bei gleichzeitiger Einhaltung ENEV/KFW55-Anforderungen, oder?
 
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