Kaltdach mit Klemmfilz dämmen , Preis

4,40 Stern(e) 7 Votes
N

netuser

....dass die Dämmung vom Dachraum sichtbar ist, also zwischen ihr und dem Raumklima des Spitzbodens kein abgeschlossener Hohlraum liegt....
Grüße dich 11ant,

nochmal um sicherzugehen: Mit Hohlraum meinst du also den Fall, dass keine Verkleidung mit OSB, Rigips o.ä. erfolgt. Im solchen Fall müsste die Dämmung also die gleiche Tiefe wie die Sparren haben, um Hohlräume nicht entstehen zu lassen.
Wenn wir nicht verkleiden, sondern nur die Dampfsperrfolie anbringen, sollte der Hohlraum kein Problem darstellen, richtig? :)
 
N

netuser

Offensichtlich kommt es hier auf Details an, die ich noch nicht zu 100% durchblicke.

Kleiner Auszug aus dem "Bauwissenonline":

Feuchteschutz:
"Dämmstoffe müssen besonders vor Feuchtigkeit geschützt werden, da diese die Dämmwirkung beeinträchtigt und langfristig zu Bauschäden (z.B. Schimmel) führen kann. Schutz vor Feuchtigkeit von außen ist durch die Deckung in Verbindung mit der Unterdeckung gewährleistet.
Allerdings kann auch durch Wasserdampf von innen Feuchtigkeit im Dachaufbau entstehen, und es in der weiteren Folge zum Tauwasserausfall kommen. Dabei schadet durchströmender Wasserdampf diffusionsoffenen Dämmstoffen nicht, solange kein Tauwasser ausfällt. Um dies zu vermeiden, ist bei praktisch jedem Steildachaufbau eine spezielle diffusionshemmende Schicht (Dampfbremse/ Dampfsperre) auf der Innenseite des Dachaufbaus erforderlich, die auf den jeweiligen Dachaufbau abgestimmt sein muss. Bei einem diffusionsoffenen Dachaufbau kann so Wasserdampf aus der Raumluft durch die Dämmung nach außen diffundieren. Bei einer dampfdichten Dachhaut ohne Hinterlüftung muss eine Dampfsperre bzw. eine feuchtevariable Dampfbremse eingebaut werden, um Schäden in der Dämmebene zu verhindern."

Des Weiteren heißt es zum Tauwasserausfall durch Wasserdampfkonvektion:
"Um einen inneren Tauwasserausfall durch Wasserdampfkonvektion zu vermeiden, muss eine intakte Luftdichtungsebene gewährleistet sein. Besonders kleine Leckagen an diffusionsdichten Bahnen (Dampfsperren) können starke Feuchteschäden verursachen, da durch die Wasserdampfkonvektion wesentlich mehr Feuchtigkeit transportiert werden kann als bei der Diffusion."

Hinterlüftung:
Da früher überwiegend dampfdichte Unterdeckungen ausgeführt wurden war es üblich, eine gegenüber der Sparrenstärke geringere Dämmstärke zu wählen und so direkt über der Dämmung eine mit der Außenluft verbundene Lüftungsebene zu erhalten. Man spricht hier von einem belüfteten Dach. Somit konnte die anfallende Feuchtigkeit unter der dampfdichten Unterdeckung auslüften.

Soweit ich es richtig verstehe, handelt es sich bei uns um einen "hinterlüfteten Dachaufbau".
So muss demnach eine DampfBREMSE als diffusionshemmende Schicht auf der Innenseite des Dachaufbaus angebracht werden oder werfe ich hier was durcheinander?
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
11ant

11ant

Du kannst die Dampfsperre bestimmt auch "falten" und auf die Dämmung kleben. Wenn Du sie allerdings über die Sparren spannst und die Dämmung nicht die die Felder füllende Dicke hat, schließst Du zwischen der Dämmung und der Dampfsperre ein gesondertes Luftvolumen ein, welches sich mit demjenigen im Spitzboden nicht mehr mischen kann. Damit riskierst Du, daß beiderseits der Dampfsperre unterschiedliche Klimata in den Luftvolumina herrschen. Da sehe ich die Dampfsperre sich auf der Dämmungsseite mit Tau benetzen. Bei sparrendicker Dämmung umgehst Du dieses Problem (oder eben mit dem "Falten" der Dampfsperre, was m.E. eine kleine Strafarbeit ist). Aber Vorsicht - ich bin hier der Fachmann für Zeichenknechtbeschimpfung, Fenster und eine handvoll weitere Bereiche, nicht jedoch für Dämmgedönse mit ihren sämtlichen Nebenschauplätzen !
 
N

netuser

Aber Vorsicht - ich bin hier der Fachmann für Zeichenknechtbeschimpfung, Fenster und eine handvoll weitere Bereiche, nicht jedoch für Dämmgedönse mit ihren sämtlichen Nebenschauplätzen!
Das habe ich schon mitbekommen und berücksichtige das in meiner Risikoanalyse ;)
Danke dir trotzdem!

Hmm, in dem Fall hätte ich mir aber wohl tatsächlich mit einer 24er Dämmung (Sparrendicke 24cm) ehr einen Gefallen getan.
Blöd nun, dass ich mich kurzerhand mit der 18er eingedeckt habe.

Was würde technisch dagegensprechen die Dämmung nun auf der Innenseite bündig anzubringen und mit der Dampfsperrfolie abzuschließen, so dass der Hohlraum auf der hinterlüfteten Außenseite bleibt? Quatsch oder mögliche alternative Lösung?
 
11ant

11ant

Blöd nun, dass ich mich kurzerhand mit der 18er eingedeckt habe.
Das ist aus meiner Sicht nicht tragisch, sondern nur umständlich: in jedem Feld am Sparren abzubiegen, der Dämmung zu folgen und wieder auf die Sparrenebene einzuscheren, macht 2x 6 cm mehr Folienbreite je Feld und ein ordentliches Stückchen mehr Mühe, echte Probleme sehe ich allerdings nicht.
Was würde technisch dagegensprechen die Dämmung nun auf der Innenseite bündig anzubringen und mit der Dampfsperrfolie abzuschließen, so dass der Hohlraum auf der hinterlüfteten Außenseite bleibt? Quatsch oder mögliche alternative Lösung?
Das überlasse ich denen, die dazu mehr als überwiegend Meinung beisteuern können.
 
Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben