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ᐅ Bauhaus-Villa aus Beton mit Kerndämmung - Erfahrungen


Erstellt am: 11.09.18 07:32

rick201813.04.20 14:07
Da ich die Arbeit auf mehrere Tage verteilt habe (2-3 Fugen am Tag) ging es ohne Miskelkater
rick201814.04.20 15:35
Heute wurde mit dem Fußboden begonnen. Da es nicht ganz üblich ist werde ich gerne ein paar Bilder zeigen.
Vor ein paar Seiten habe ich das ganze schon mal beschrieben.
Pünktlich um 8 Uhr stand die ganze Truppe da. Auf Grund der Komplexität ist aktuell ein Team mit 12 Mann am Arbeiten.
Mitgebracht wurde auch gleich der Schrägaufzug und der erste Lkw mit Asphalt.

Groesser pinker Betonmischer-LKW steht auf einer Baustelle neben Geruesten


Zum Balkon des OGs wird der Schrägaufzug genutzt. Innerhalb des Hauses und auch später in die unteren Ebenen geht der Transport per Hand wie früher.

Bauarbeiter trägt zwei Eimer Mörtel; Boden mit Kupferrohren und Metallplatten.



Mehrere Bauarbeiter tragen einen Eimer Beton an einer langen Holzstange im Innenausbau.


Die über 200° C heiße Masse wird ausgegossen und mit einem Stück Holz verschoben, geglätet usw.
Eine heftige Arbeit. Zu dem Gewicht, Temperaturen kommt auch noch der Geruch. Früher wurde der Asphalt noch mehr erhitzt. Dies ist aber aus mehreren Gründen nicht mehr erlaubt.
Aktuell handelt es sich um die erste Lage um die Installation am Boden zu verkleben.


Zwei Bauarbeiter verlegen Kupferrohre für eine Fußbodenheizung und verstreichen schwarze Dichtmasse.


Ziel ist es die erste Lage bis morgen Abend fertig zu haben. Zweite Lage bis Ende der Woche.
Die Garage kommt er viel später da wir sie als Stauraum benötigen und auch der Spezialist für die Vorarbeiten aktuell nicht kommen kann.
Climbee14.04.20 16:26
Sehr spannend!
Wie gesagt, wäre optisch jetzt nicht so ganz meines, weil zu dunkel, aber so einen Boden kenne ich überhaupt nicht und ich bin gespannt, wie er letztendlich wird.

Die kommen da tatsächlich mit diesen altmodischen Holzeimern am Joch rein? Ist wahrscheinlich das einzige Material, was gut mit dem Asphalt zurecht kommt, oder? Schaut aber irgendwie wie aus der Zeit gefallen aus...
rick201814.04.20 16:56
Das ist ja nur die unterste Lage. Das ist der gleiche Asphalt wie manchmal bei Sanierungen genommen wird.
Erst nach der zweiten Lage und dem Schleifen sieht man das Ergebnis. Wird aber dennoch nicht dein Fall sein
Wir haben das Holz ja dann an der Decke.
Es ist nach wie vor die einzige Art es zu Verarbeiten. Nur der Transport und die Erhitzung sind moderner geworden. Die letzten Meter und das Einbringen ist immer noch gleich. #Knochenjob
hampshire15.04.20 09:51
Eigentlich ist die Kombination und Lage der Materialien (hart/steinig am Boden und Holz an der Decke) recht natürlich. Fehlt nur nich das Laub .
Ich denke, dass der Boden im Zusammenspiel mit dem Gebäude sehr gut meinen Geschmack treffen wird auch wenn wir uns selbst für eine ganz andere Art des Hauses entschieden haben.
Bedenken hatte ich beim Einbringen jeglicher unangenehm geruchsintensiver Materialien ins Haus was für uns eine Entscheidungslinie darstellte. Ob das wirklich gesünder ist kann ich nicht belegen und werde es auch gar nicht versuchen - Entscheidung getroffen nach emotionalen Kriterien und fertig.
Was mich an Deinem Projekt besonders freut ist das Durchscheinen der hohen Achtung, die Du vor Deinen Handwerkern hast.
rick201815.04.20 11:31
Ich kann deine Bedenken verstehen aber der Geruch ist nach der Abkühlung und ein paar Tagen weg.
Mal ein Auszug aus dem Baubiologie-Magazin:

"Gussasphaltestrich ist ein bitumengebundener Estrich. Einem Füllstoffgemisch aus Steinmehl, Sand und Splitt in der Größenordnung 1 : 2 : 2 wird als Bindemittel etwa 8 % Bitumen in heißem Zustand zugegeben, homogen gemischt und bei etwa 250 Grad Celsius flüssig eingebracht.

Gussasphaltestrich bringt einige Vorteile mit sich: Er ist wasserfrei (man bringt also keine Feuchtigkeit ins Gebäude), trittschalldämmend (geringe Schalllängsleitfähigkeit durch „gummistabartiges Verhalten“) und kann bereits nach wenigen Stunden begangen und belegt werden.

Das Bindemittel Bitumen wird zwar aus Erdöl gewonnen, darf aber nicht mit dem Bindemittel Teer verwechselt werden, dessen Emissionen als stark gesundheitsgefährdend gelten.

Im heißen Zustand, also z. B. während der Verarbeitung, muss dennoch mit gesundheitsgefährdenden Emissionen aus dem Bitumenanteil gerechnet werden. Schutzmaßnahmen nach technischem Regelwerk sollten deshalb penibel eingehalten werden.

Im kalten Zustand sind uns jedoch keine nennenswerten toxische Ausdünstungen bekannt. Eingebauter Gussasphalt ist somit nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht gesundheitsschädlich."

Somit haben wir hier bezüglich der Baubiologie keine Bedenken.
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