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indemar

Baubegleitung via BHSB, VPB, TÜV, DEKRA, freier SV oder "xyz"...?

3,00 Stern(e) 7 Votes

Sollte ein externer SV/vergleichbare Institution baubegleitend beauftragt werden?

  • Ja

    Stimmen: 21 87,5%
  • Nein

    Stimmen: 3 12,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    24
Ein freundliches Hallo in die Runde,

wer kennt es nicht ... hat es zumindest schon einmal gelesen ... irgendwo gehört: externe Baubegleitung soll Ärger/Probleme beim Abenteuer Hausbau vermeiden!

Weil eine Diskussion zum Thema immer wieder auftaucht, möchte ich euch bitten, eure persönlichen Erfahrungen mit Sachverständigen oder Verbänden auf dem Weg zum Eigenheim in diesem Thread zu beschreiben:
  • Warum habt ihr externe Baubegleitung hinzugekauft?
  • mit welchem Sachverständigen habt ihr abgeschlossen?
  • wie viele Prüfungen (an welcher Stelle des BV) habt ihr vereinbart?
  • was hat es gekostet?
  • wie sind eure Erfahrungen?
  • würdet ihr wieder so entscheiden?

BauherrINEN, welche auf externe Begleitung bewußt verzichten:
  • Warum habt ihr auf einen Sachverständigen verzichtet?
  • wie sind eure Erfahrungen?
  • würdet ihr wieder so entscheiden?

So sich dieser Thread mit Leben füllt (was ich natürlich hoffe), werde ich ihn in dieser Rubrik oben fest pinnen. Dann kann sich jede(r) potentielle BauherrIN - im Vorfeld der Baumaßnahme - über das pro + contra beider Varianten informieren.

Danke für eure Unterstützung!


Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Wir haben uns bewusst gegen einen Sachverständigen entschieden, da wir befürchtet hatten, dass dieser das Verhältnis zwischen uns und der Baufirma negativ beeinflussen würde.

Wir sind zwar noch nicht ganz am Ende, trotzdem würde ich bisher ein geteiltes Fazit ziehen. Wie bei jedem Bau sind auch bei uns einige unvorhergesehene Dinge passiert. In fast allen von uns entdeckten Fällen* - nicht unbedingt immer Mängel im Sinne von Baumängeln, sondern auch von Planungsungenauigkeiten - ist uns die Baufirma entgegen gekommen. Teilweise nicht immer direkt und erst nach drängeln, dafür dann aber auch mal am Sonntag, wofür wir unserem Bauleiter auch noch mal was Ordentliches schenken wollen ;-). Schlecht geschlafen habe ich natürlich die eine oder andere Nacht trotzdem (grad am Anfang).

Ich glaube, dass das auch mit Gutachter nicht anders gewesen wäre. Ich denke in einigen Fällen hätte man schon vehementer auf sein Recht bestehen können und hätte sicher auch Preisminderungen aushandeln können – die Kehrseite wäre dann sicher aber gewesen, dass der GU den Vertrag auf die Goldwaage gelegt hätte und sich an anderer Stelle „erkenntlich“ gezeigt hätte – so zumindest meine Vermutung.

Ich bin gespannt von Erfahrungen andere Bauherren mit Gutachter zu lesen.

Wenn ich noch mal anfangen könnte, würde ich vielleicht mit freiem Architekten bauen, der alle Phasen inkl. Werkplanung übernimmt. Um das Budget nicht zu sprengen - ich bin fest überzeugt, dass gute Planung eben entsprechend mehr kostet - würde ich dann wohl Schicht 25 m² kleiner bauen.

* wir haben sehr genau hingeguckt und viel gelesen, haben aber sicherlich aufgrund von mangelndem fachlichen Wissen auch einige übersehen und andere Dinge "unrechtmäßig" gefordert - ich denke, dass auch genau hier ein Dreh- und Angelpunkt der Diskussion liegen wird.
 
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Wir haben uns einen externen SV hinzugeholt, da wir beide keine Ahnung vom Bau haben und auch im Verwandten und Freundeskreis bisher noch keiner weiter gebaut hat oder auf dem Bau beschäftigt ist.
Kostenpunkt für unseren Baubetreuer waren rd. 3000€ für für 9 Abnahmen/Baubegehungen und 1 vor Ablauf der Gewährleistungsfrist.

Vorteile:
- Begutachtung durch den Baubetreuer erfolgt bei Tageslicht (ich war aufgrund der Jahreszeit oft erst im Dunkeln auf der Baustelle)
- Für Zwischenabnahmen brauchte ich nicht unbedingt anwesend sein.
- Diskussionen erfolgen zwischen Fachmännern - Als Laie ist man doch hoffnungslos unterlegen, wenn der Bauleiter und Sub sagen, "Das passt schon", "Ist innerhalb der Norm.", "Nach DIN xyz ist das aber so."
- Vieles wurde im Hintergrund schon in unserem Sinne geklärt, ohne dass ich mich drum kümmern mußte oder bevor wir das überhaupt erfahren haben
- Schon bei der Vertragsverhandlung hat der Baubetreuer sich mit eingebracht und gewisse Leistungen mit rausgehandelt
- Als Laie fehlen einem teilweise die Gerätschaften (z.B.Feuchtigkeitsmessung), man weiß gar nicht worauf man achten muß (z.B. Abdichtungsarbeiten), kennt die DIN Normen nicht usw.
- Fehler werden gleich erkannt und nicht erst, wenn diese Fehler Folgeschäden verursachen
- vielleicht ist es nur ein Gefühl, aber ich könnte mir vorstellen dass die Handwerker genauer arbeiten, wenn sie wissen es schaut nochmal ein SV drüber (nur unsere Putzer hats nicht interessiert)
- ruhigerer Schlaf

Nachteile:
3000€ weniger in der Haushaltskasse


Anektode von Nebenan
Im Nachbarhaus (gebaut mit gleicher Hausbaufirma) wurde unser Baubetreuer als Gutachter hinzugezogen.
Gestritten wurde eigentlich wegen schiefem Putz an der Terassentürleibung, wo die Baufirma behauptete, das ist innerhalb der Norm (vermutlich aber nur, wenn man schon paar Bierchen gekippt hat). Bei dem Gutachten wurden dann so viele Mängel am Haus festgestellt, dass eigentlich der halbe Putz hätte entfernt werden müssen, die Fensterbretter wieder ausgebaut werden müssen usw. Dummerweise war da aber schon die Außenanlagen fertig gestellt, Carport ans Haus gebaut usw.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Zunächst mal: Die Umfrage wird sehr unrepräsentativ sein, da die Leute, die den Thread anklicken, eher die sind, die einen beauftragt haben; viele, die der Meinung sind, es geht auch ohne, interessieren sich gar nicht für den Thread.

Ich denke, ein Baugutachter ist sinnvoll, weil man sich als Laie doch sehr leicht an die Wand reden lässt, der Baugutachter dagegen auf Augenhöhe mit der Baufirma reden kann.

Wir haben einen vom Bauherrenschutzbund, er kostet 312 € pro Baustellenbesuch (insgesamt 9 Besuche).

Ich würde ihn schon von Anfang an einbeziehen. Er kennt in der Regel alle regional relevanten Baufirmen und weiß, bei welchen Firmen es schon mal Baumängel gibt oder eben nicht, und kann einen diesbezüglich bei der Auswahl beraten. Außerdem kann er die Vertragsunterlagen checken und bereits da auf eine korrekte kundenfreundliche Vertragsgestaltung achten.
 
Bau ich mit Architekten und mache Einzelgewerkvergabe, kann ich mir den Sachverständigen normal sparen - dafür habe ich ja den Archi (wenn ich ihn denn dafür buche).

Hat mir übrigens nicht nur der Architekt so gesagt (wo man ja misstrauisch werden könnte), sondern auch zwei Gutachter. Nur, wenn ich zuviel Geld über hätte...

Bisher war ich mit den Hinweisen des Archis zufrieden...

Daher die (fehlende) Antwort auf die Umfrage: Es kommt drauf an ;). Im Prinzip haste ja einen baubeglkeitenden Gutachter damit an Bord...ohne jeglichen Sachverstand würde ich keinem raten zu bauen.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Der letzte Beitrag von Sebastian ist genau die Frage, die ich mir eben gestellt habe.

Sollte man einen externen Berater auch dann hinzuziehen, wenn man mit Architekt baut? Hier stehen ja bereits ein paar threads, die von Ärger mit dem Architekten handeln.
Natürlich kann auch ein externer Berater Mist bauen, aber dann hätte man zumindest noch ein "Augenpaar" mehr und jemanden wirklich Unabhängigen (evtl um Fehlplanungen des Architekten aufzuzeigen). Oder macht das gleich von Anfang an den Eindruck, dass man dem Architekten nicht traut? Mit dem Architekten stell ich mir das Unterfangen zumindest doch etwas persönlicher vor als mit einem großen Bauträger.

Wie sieht der Rest das, oder stimmt ihr Sebastian zu, dass der Architekt in dem Fall mehr als ausreichend ist?
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
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