Grundrissplanung kurz vor Bauantragsstellung

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R.Hotzenplotz

Es gibt Normen und von den Herstellern Verarbeitungsvorschriften
Hält sich dran ja oder nein.
Bei Nein muss er Nachbessern
Unserer hat ganz klare Anweisungen gegeben. Kein vielleicht, hätte, wenn, wäre, ich weiß nicht
So hat unser das auch gemacht. Das kann dir auch sicherlich Traumfaenger bestätigen, wie der arbeitet. Aber wenn der GU sich nicht darauf einlässt, beißt der halt auf Granit!

Er muss nachbessern, ja! Und wenn er es nicht macht?


Was passiert bei einem Baustopp?
Kann gut sein, dass du dann ein Jahr weiter deine Kreditrate und die Rate für deine Mietwohnung zahlst. Und dann ist noch die Wahrscheinlichkeit da, dass es am Ende nur einen Vergleich gibt und du auf Kosten sitzen bleibst.


Wer bekommt kein Geld muss jedoch Löhne und Lieferanten bezahlen?
Dafür gibt es einen Zahlungsplan und der GU tritt nicht immens in Vorleistung. Als wenn du dadurch einen GU in Schieflage bringst, der im Jahr 30 Häuser baut. Die haben genug Baustellen parallel laufen und keinem Handwerker ist langweilig. Die beiden Bauleiter müssen sich quasi um die Handwerker "prügeln", wo sie wann zuerst hinkommen sollen. Ein Bauleiter hat sechs Häuser gleichzeitig.

Deine Gedanken haben lassen sich auf unseren Fall nicht anwenden.
 
B

Bookstar

Haydee da bist du praxisfern. Muss ich dem Räuber beipflichten, man hat keine Handhabe. Der Baustopp tut nur einem richtig weh und ganz bestimmt ist das nicht der GU.

Und die ganze Anwalt Geschichte. Recht haben und bekommen sind zwei Paar Stiefel. Und ein lausiger Vergleich nach drei Jahren bringt einen auch nicht weiter.
 
H

haydee

Alles schlucken und brav zahlen wenn ihr das als praxisnah bezeichnet?

Es gibt nicht nur weiß und schwarz, dazwischen gibt es noch mehr.
Der GU hat kein Interesse an einen Prozess oder Vergleich. Es bringt ihn nicht in Schieflage, aber kein Geld tut erst mal weh. Prozess hat auch für ihn einen ungewissen Ausgang und verursacht Kosten
 
R

R.Hotzenplotz

Alles schlucken und brav zahlen wenn ihr das als praxisnah bezeichnet?
Gezahlt wird, wenn die Optionen rechtlich erörtert wurden. Was hat das mit schlucken zu tun? Wenn du nicht mehr zahlst, wird im Übrigen auch nicht mehr gebaut und das kostet uns im Monat € 1.800 an Miete extra. Kannst du dir dann ausrechnen, wo das Monat für Monat hinläuft. Ganz zu schweigen von möglichen Schadensersatzansprüchen des GU wegen dem eigenprovozierten Verzugs im Fall des Unterliegens.

Es bringt ihn nicht in Schieflage, aber kein Geld tut erst mal weh.
Also du meinst, wenn der vielleicht 10% Marge an der Geschichte hat, dass er dann bereitwillig allen Dingen zustimmt, aus denen er sich heraus manövrieren kann, nur damit er schneller an sein Geld kommt? Das ist doch weltfremd!

Prozess hat auch für ihn einen ungewissen Ausgang und verursacht Kosten
Für einen Prozess braucht man erst mal eine klare Grundlage. Und wie vorhin am Beispiel der Dampfsperre aufgezeigt, schuldet er einen Wert von 1,5. Da kann man hier noch so oft schreiben, dass die meisten Häuser 0,6 oder was auch immer hätten. Das interessiert nen toten Gaul! Über was willst du denn den Prozess da führen? Wir haben keinen Wert besser als 1,5 vertraglich vereinbart. Damit dürfte das Thema doch klar sein. Jetzt mal rein auf den Wert bezogen und unabhängig davon, was beim Vorwurf der nicht fachgemäßen Ausführung durch unterschiedliche Klebetapes etc. heraus kommt.

Es gibt nicht nur weiß und schwarz, dazwischen gibt es noch mehr.
Gerade im Bau denke ich es eben doch! Ausnahme - auslegungsbedürftige Klauseln! Ansonsten ist doch entweder vertraglich oder aber in einschlägigen Normen fixiert, was geschuldet ist. Im Übrigen schuldet der GU auch keinen trockenen Keller sondern einfach einen Keller - für die, die meinen, der GU müsste die Trocknungsgeräte bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
11ant

11ant

Langsam verstehe ich warum unser SV sich ohne Briefe und Co so durchsetzten kann und von Handwerkern und Bauherren geschätzt wird. Er war so sattelfest in allem und konnte mit jedem auf Augenhöhe reden und sofort sagen was die Lösungen sind.
Das ist m.E. generell hilfreich, wenn ein Sachverständiger den Ausführenden alles "vorturnen" kann, wo die nicht glauben, wie es richtig geht. Und wenn man auf dem Briefweg einmal darauf ist, kommt man schwer auf die Lösungsebene zurück.
 
truce

truce

Auch wenns vielleicht Räuber hier nicht hilft:

Dieser Bau ist ein Paradebeispiel, warum ein Hausbau mit Architekt und Ausschreibungen der einzelnen Gewerke flexibler und meist sinnvoller ist, als ein Bau mit GU.

Der GU hakt einfach nur seine Bauleistungsbeschreibung / seinen Vertrag der Reihe nach ab, weicht keinen Meter davon ab und lässt jede Abweichung extra bezahlen.

Bei Vergabe an Einzelgewerke kann man bei schlechter Ausführung der Leistungen durch die Handwerker etc. z.B. den Architekt zum Prüfen / Besprechen mit dem AN holen oder Geld der Handwerker einbehalten, bis etwas ausgebessert wurde... usw.

Ein GU lohnt sich wirklich nur beim Standard-Haus ohne Extras, was der GU “wie von der Stange“ baut.
Da ist er geübt und wird eher weniger falsch machen.

Aber es fehlt beim GU leider meistens die Möglichkeit der “Kontrolle“ mittels Gelddruck durch Einbehalten von Zahlungen.
Bei den Gewerken mit Eigenvergabe kann man zur Not den kompletten Betrag einbehalten, wenn “gepfuscht“ wird.


Ich glaube, dass hier beim Bau vom Räuber auch nur vieles aufgedeckt wird, da er so intensiv nachhakt etc.

Ansonsten würden sicherlich viele Mängel gar nicht bemerkt werden, da es ohne ständige Kontrollen keiner mitbekommt oder gar vom GU vertuscht wird.

Ich bekomme dies mittlerweile auch bei einigen Bekannten mit, die aktuell ähnliche Erfahrungen machen, wie der Räuber hier.

Es tut mir echt weh, wenn man hier lesen muss, wie die mit einem Häuslebauer umgehen.

Ich hoffe für dich, dass es sich am Ende doch zum Guten wendet.

Wobei ich mir nur vorstellen kann, dass es am Ende eine kleine finanzielle Entschädigung geben wird, da die Mängel meist zu weit zurückliegen, um sie nach dem fertig gestellten Haus noch “verhältnismäßig“ beheben zu können.

Ist irgendwie wie der Dieselskandal bei der Autoindustrie.
Dort bekommt man auch nur eine kleine Entschädigung, obwohl offensichtlich betrogen wurde und man selbst im Nachgang auf dem Schaden sitzt.
 
Zuletzt aktualisiert 25.04.2024
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