ᐅ Neubau und Heizungsfrage: Erdkollektor oder Luft
Erstellt am: 23.07.2011 09:41
speer 23.07.2011 09:41
Hallo zusammen,
bin neu hier und sage erstmals Hallo 🙂
Wie die meisten hier will ich das Thema Hausbau im nächsten Jahr angehen. Von der Bauweise soll es ein Massivhaus mit 36er Mauerwerk und ca. 170qm Wohnfläche. Das Haus soll auf der schwäbischen Alb stehen. Ein wichtiger Punkt ist nun die Heizungsart. Fossile Brennstoffe möchte ich nicht verwenden, auch Holz (Pellets) schließe ich erstmals aus.
Daher soll es eine Wärmepumpe sein. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist eine Bohrung nicht möglich. Daher bleiben eigentlich nur noch Erdkollektoren und Luft.
Im moment fasse ich ein Luft Splitgerät in die engere Auswahl. Doch hat hier jemand schon über ein paar Jahre, auch bei niedrigen Temperaturen -15°C, Erfahrungen gemacht?
Würde mich über einige Erfahrungsberichte freuen.
Viele Grüße
Speer
bin neu hier und sage erstmals Hallo 🙂
Wie die meisten hier will ich das Thema Hausbau im nächsten Jahr angehen. Von der Bauweise soll es ein Massivhaus mit 36er Mauerwerk und ca. 170qm Wohnfläche. Das Haus soll auf der schwäbischen Alb stehen. Ein wichtiger Punkt ist nun die Heizungsart. Fossile Brennstoffe möchte ich nicht verwenden, auch Holz (Pellets) schließe ich erstmals aus.
Daher soll es eine Wärmepumpe sein. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist eine Bohrung nicht möglich. Daher bleiben eigentlich nur noch Erdkollektoren und Luft.
Im moment fasse ich ein Luft Splitgerät in die engere Auswahl. Doch hat hier jemand schon über ein paar Jahre, auch bei niedrigen Temperaturen -15°C, Erfahrungen gemacht?
Würde mich über einige Erfahrungsberichte freuen.
Viele Grüße
Speer
€uro 23.07.2011 13:21
Hallo,
Aber, bei Gebäuden mit sehr guter Wärmedämmung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung m. Wärmerückgewinnung und daher geringen Heizlasten, spielt die Jahresarbeitszahl nicht mehr die tragende Rolle, da der Gesamtbedarf entsprechend niedrig ist. Wenn Luftwärmepumpe geeignet, sind vollmodulierende Splittgeräte erste bzw. einzigste Wahl.
Bei Soleanlagen sind häufig die Kosten für die Quellenerschließung erheblich. Daher wird hier gern auf Grabenkollektoren ausgewichen, wenn entsprechende Eigenleistungen möglich sind. Bei reiner Firmenarbeit macht das jedoch kaum Sinn. Erd-(Flächen)kollektoren haben auch ein paar Nachteile: Beeinflussung der Vegetation, hoher Flächenbedarf (Einschränkungen der Nutzung) u. je nach Auslegung, ggf. Vereisung bis ins mittlere Frühjahr.
mfg
speer schrieb:Ich habe Anlagen bis -14 °C Heizlastauslegungstemperatur geplant. Entscheiden kann sich meist erst, wenn der konkrete Klimastandort sowie die Gebäudeparameter bekannt sind. Hier spielt die Summenhäufigkeit der AT im 1°C Temperaturband von der Heizlastauslegungstemperatur bis zur Heizgrenze eine Rolle d.h., wieviel % von der zu erwartenden Jahresheizarbeit liegen im niedrigen Temperaturbereich. Grundsätzlich sind Luftwärmepumpe den Soleanlagen hinsichtlich der Jahresarbeitszahl unterlegen, das um so deutlicher, je ungünstiger der Klimastandort ist! Und schließlich kostet auch das Abtauen des Verdampfers Energie!
..Daher bleiben eigentlich nur noch Erdkollektoren und Luft. Im moment fasse ich ein Luft Splitgerät in die engere Auswahl.
Aber, bei Gebäuden mit sehr guter Wärmedämmung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung m. Wärmerückgewinnung und daher geringen Heizlasten, spielt die Jahresarbeitszahl nicht mehr die tragende Rolle, da der Gesamtbedarf entsprechend niedrig ist. Wenn Luftwärmepumpe geeignet, sind vollmodulierende Splittgeräte erste bzw. einzigste Wahl.
Bei Soleanlagen sind häufig die Kosten für die Quellenerschließung erheblich. Daher wird hier gern auf Grabenkollektoren ausgewichen, wenn entsprechende Eigenleistungen möglich sind. Bei reiner Firmenarbeit macht das jedoch kaum Sinn. Erd-(Flächen)kollektoren haben auch ein paar Nachteile: Beeinflussung der Vegetation, hoher Flächenbedarf (Einschränkungen der Nutzung) u. je nach Auslegung, ggf. Vereisung bis ins mittlere Frühjahr.
mfg
€uro 23.07.2011 14:44
speer schrieb:
...Das Problem ist immer nur, wem kann man trauen. Das ist oft die Kardinalfrage. Verkehrt ist es nicht, wenn Derjenige der plant bzw. berechnet nichts mit dem Verkauf zu tun hat. Damit fällt ein wesentlicher Interessenkonflikt schon mal weg.speer schrieb:
.... Denke ich werde mir einen unabhängigen Energieberater suchen und mit ihm persönlich alles nochmals durchsprechen. nicht ausschließlich Energieberater. Das ist keine geschützte Berufsbezeichnung! Auch ein Baustoffhändler kann Energieberater sein. TGA Planer/Energieberater/Bauing. in einer Person mit Erfahrungen im Einfamilienhaus Bereich wäre der richtige Ansprechpartner.Und rechtzeitig angehen. nicht erst vom Architekt das Gebäude planen lassen und anschließend "geradebiegen"!
mfg
Ähnliche Themen